Pilzticker Thueringen 15:
Funde vom 16.09.2015 - 22.09.2015



Pilzticker Thueringen 15




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens





Kranichfeld: Steinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge - und Habichtspilze


Foto: Welch ein herrlicher Steinpilz! Form und Farbabstufungen seines Hutes sowie sein stämmig-walziger Stiel lassen dieses Prachtexemplar, das sich uns im besten Alter präsentiert, unnachahmlich erscheinen.

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Simone schreibt am 22. September 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir vor zwei Wochen im Sammelgebiet nähe Kranichfeld außer zwei Krausen Glucken (die auch eine tolle Mahlzeit ergaben) weiter nichts Nennenswertes gefunden hatten, waren wir gestern noch mal auf Pilztour.

Wir fanden Steinpilze, meist noch jung und nicht befallen, Flockenstielige Hexenröhrlinge, einige Goldröhrlinge und Riesenschirmpilze, viele Täublinge (nicht gesammelt) und einige Exemplare der Habichtsstachelpilze.


Foto: Ein ausgewachsener Habichtspilz. Aus ihm bereitete man früher vor allem in Bayern das bayerische Landküchen-Nationalgericht "Hirschling sauer" zu. Ein Klassiker der bayerischen Schwammerlküche.

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Von letzteren habe ich mal zu Fotozwecken welche eingesammelt. Kann man wohl jung auch essen. Es war aber nicht nötig, sie zu verwerten, denn meine Mahlzeit fiel üppig genug aus.

Auch Perlpilze standen reichlich. Aber nachdem ich sie zwei Mal nicht vertragen hatte, lasse ich sie stehen.

Auf dem Steinpilzfoto ist übrigens gerade eine Fliege im Anflug ;), da war ich wohl schneller.

Viele Grüße aus Erfurt Simone"

Pilzticker Thueringen 15


Foto: Es hat für eine schönes Pilzmahlzeit gereicht, die Perlpilze waren nicht nötig. Wir sehen Steinpilze und Flockis und im Hintergrund den Habichtspilz. (3 Fotos © Simone H.)



Landkreis Hildburghausen: Ein schöner Pilzgang für das Abendessen und für den Wintervorrat


Kerstin schreibt am 21. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute melde ich mich mit den neuesten Berichten aus Schleusingen. Kaum war der Regen am Samstag Nachmittag abgezogen, musste ich mit meinem Mann unbedingt nach unseren Pilzstellen schauen.

Bereits an einer Wiese unter einer Birke gab es die ersten Funde. Kleine knackige Raufußröhrlinge, genau so, wie ich sie liebe. Dann ging es in den Fichtenwald, wo uns die ersten Steinpilze überraschten.

Dann fanden wir ganz frische Maronenröhrlinge, madenfrei, einfach perfekt. Die vielen Perlpilze und Lärchenröhrlingeßen ließen wir für den nächsten Sammler stehen.



Alles in allem war es ein schöner Gang durch den Wald, der uns ein leckeres Abendessen und einiges für den Wintervorrat bescherte. Dazu meine zwei Fotos.

Viele Grüße Kerstin"

(2 Fotos © Kerstin)










Gräfenhain: Thomas widerspricht Zeitungsmeldungen von angeblicher Pilzarmut


Foto: Der Oschi von Steinpilz scheint über die gesamte restliche Schar der Pilze, vor allem Perlpilze, zu wachen. (2 Fotos © Thomas E.)


Thomas schreibt am 20. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

hier der aktuelle Bericht zu unserem immer wieder gerne besuchten Pilzrevier bei Gräfenhain/Steigerhaus.

Es gibt massenhaft(!) Perlpilze in allen Stadien, Kuhmäuler, Maronen, Ziegenlippen, verschiedenere Arten Reizker, Täublinge und Ritterlinge.

Steinpilze wie das Exemplar rechts auf dem Foto sind nur ganz vereinzelt und abgelegen zu finden. Da geht's, wie es aussieht, in eine Pause.

Auch Korallen und wunderschöne Fliegenpilze zeigen sich. Insgesamt gibt es also eine recht große Vielfalt, trotz der langen Trockenheit im Frühjahr und im Sommer. Ich kann die Zeitungsmeldungen zur diesjährigen angeblichen Pilzarmut absolut nicht bestätigen."

Blau = Ungenießbar







Hausen/Eichsfeld: Unterwegs auf der Butterpilzstraße


Heike schreibt am 20. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war die ganze Woche täglich in einem anderen Waldstück unterwegs. Der Invasion der Krausen Glucken folgte die der Perlpilze. Man konnte mit ihnen in kürzester Zeit einen Korb füllen. Und Unmengen kommen nach.

Gestern war ich unterwegs, um nach den Körnchenröhrlingen zu sehen. Die ersten. die ich Dienstag fotografiert hatte, waren gestern bereits überständig. Ich erntete, was gut brauchbar war. Die Großen blieben aber zum Aussporen stehen.

Da ich keine klebrige Masse im Korb haben wollte, zog ich gleich die Huthaut ab. Nach der Ernte ging ich noch andere Randkiefern ab. Körnchenröhrlinge fand ich zwar keine, aber dafür eine richtige Butterpilzstraße entlang der Kiefern.

Nachdem ich auch sie abgezogen hatte, bog ich nochmal rechts ab in den Wald. Hier konnte ich noch taufrische Stockschwämmchen an einem Stumpf entdecken. Direkt daneben standen Grünblättrige Schwefelköpfe und leicht dahinter einige Glimmertintlinge.


Foto: Drei Arten Saprobionten, also Verzehrer von Totholz, auf einem Bild. Links unten Stockschwämmchen, oben rechts (hell) Grünblättrige Schwefelköpfe und links daneben eine kleine Kolonie Glimmertintlinge.


Fazit der Woche: Die Vielfalt nimmt langsam zu. Hinzu kamen für mich diese Woche erstmals die ersten kleinen Marönchen, Butterpilze (Foto links) und braune Filzröhrlinge. Ich konnte am Donnerstag auch eine Speisekoralle entdecken, die jedoch irgend ein Schlaumeier in mehrere Stücke zertreten hatte. :(

Aber die Wälder hier sind noch steinpilzfrei. Nur in den Traufbereichen ist nach wie vor der eine oder andere zu finden.

Auch die Giftpilze mehren sich langsam. Es gibt jetzt Fliegenpilze, Grünblättrige Schwefelköpfe, Knollenblätterpilze und Pantherpilze.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike B."

(3 Fotos © Heike B.)


Die Umleitung nach Finsterbergen hat sich für Kornelia & Pilzfreunde gelohnt


Foto: Das Sammelergebnis von Kornelia deckt sich nicht gerade mit der Behauptung einer Tageszeitung, es gebe keine Pilze in Thüringen. (2 Fotos © Kornelia)


Kornelia schreibt am 18. September 2015:

"Wir wollten eigentlich nach Gräfenhain, sind aber wegen einer Umleitung nach Finsterbergen gefahren. Es hat sich gelohnt!

Wir fanden viele verschiedene Pilzarten, die erstaunlich madenfrei, dafür aber sehr nass waren.

Es gab besonders viele Perlpilze, aber auch Maronen, Rotkappen, Birkenpilze (Foto rechts), Steinpilze, Goldröhrlinge, Rotfüßchen, Ziegenlippen, Schirmpilze, Stockschwämmchen, Flaschenstäublinge, einen großen Flockenstieligen Hexenröhrling sowie einen einzigen Pfifferling.

Der Wald war voller Falscher Pfifferlinge und Grünblättriger Schwefelköpfe. Erfahrungsgemäß ist es für die wohlschmeckenden Rauchblättrigen Schwefelköpfe noch zu früh.

Wir können nicht bestätigen, was die OTZ (Ostthüringer Zeitung) diese Woche schrieb, nämlich: In Thüringen gibt es in diesem Jahr keine Pilze."

Pilzticker Thueringen 15


Worbis: Die Vielfalt nimmt zu und Heike erwartet noch mehr Pilze


Heike schreibt am 16. September 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich heute eine Zwangspause wegen des Regens einlegen. Dennoch schauten wir in einem Muschelkalkgebiet nach, ob schon Herbsttrompeten kommen. Wir fanden nicht eine, dafür aber drei kleine Semmelstoppelpilze im Buchenunterwuchs.

So entschlossen wir uns zu einem Abstecher in ein Buntsandsteingebiet, um nach Steinpilzen zu sehen.  Ich hatte es in diesem Jahr noch nicht in diesen Abschnitt hinein geschafft, einfach deshalb, weil es sehr  tief im Wald liegt. Zu zweit ist sowas entspannter.

Leider gab es nur drei kleine Steinpilze. Wie immer auch dieses Mal im nebelbefeuchteten Traufbereich. In solch einem Abschnitt fanden wir bis auf eine große nur erste klitzekleine Maronen sowie einige Kuhmäuler.

Im immer noch trockenen Wald fanden wir unzählige Perlpilze, darunter mal wieder umgetretene und zertretene. Es waren auch ganz graue Perlpilze dabei, die keine Grauen Wulstlinge waren. Das erkannten wir daran, dass sie unter der Huthaut röteten. Graue Wulstlinge bleiben dagegen gänzlich weiß.

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Danach landeten Rotfüße und Herbstrotfüße im Korb. Ferner sahen wir jede Menge Flaschenboviste, einige Blasenbecherlinge, Fliegenpilze, Täublinge, Anischampignons, Goldröhrlinge , Eselsohren, viele Korallen. Die Vielfalt nimmt langsam, aber sicher zu.

P.S. In den Nachrichten im MDR sagte man, dass für Thüringen kaum Pilze zu erwarten seien. Ich hoffe und denke aber, es kommen viele.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld Heike B."

(2 Fotos © Heike B.)

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Blau = Ungenießbar




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