Pilzticker Sachsen 8:
Funde vom 22.07.2013 bis 02.09.2013



Pilzticker Sachsen 8




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Pilzparadies Vogtland: Traumhafte Steinpilze und vieles mehr für Thomas & Freunde


Foto: Wenn das keine Pilzlese ist! Thomas und Freunde haben im Vogtland am letzten Sommer- und gleich am ersten Herbsttag so viele Steinpilze - und vieles mehr - gefunden, dass die Wintervorräte an Pilzen bereits unter Dach und Fach sind. Ein wirkliches herrliches Pilzherbst-Motiv! (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 2. September 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Wochenende war ich mal im fremden Revier unterwegs. Das wunderschöne Vogtland hat eine Menge zu bieten.

Das Ergebnis von zwei Mal Suchen in zwei Tagen mit drei Personen: Rund 20 Kilogramm Pilze!!! Auch nach Abzug von verwurmten Stellen etc. noch wirklich sehenswert! Damit kann ich es ruhig angehen lassen und habe schon alle Wintervorräte.

Die Wälder im Vogtland stehen vor allem voll mit Steinpilzen. Vorrangig in Fichtenwäldern, an feuchten Bachläufen mit vereinzelten Birken und Espen wächst derzeit so ziemlich alles: Steinpilze, Maroner, verschiedene Scheidenstreiflinge, Fichtenreizker, Perlpilze, kein paar Hexenpilze, Sandröhrlinge, Pfefferröhrlinge (für ein würziges Pilzpulver), Schmierlinge, Kuhröhrlinge, Semmelstoppelpilze, Birkenpilze, Frauentäublinge, Stockschwämmchen und und und. Im Bild mal ein kleiner Auszug vom Pilzglück :-)

Alte Exemplare haben wir im Wald gelassen und ausschließlich junge mitgenommen. Mit "Suchen" hatte das nicht mehr so viel zu tun - "Ernten" trifft es besser ;-)

Beste Grüße

Thomas"

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Dresden: Trotz langer Trockenheit: Angela staunt über Steinpilze und Maronenröhrlinge


Foto: Ein schöner Fund fürs Sonntagsmahl. Angela fand diese Edelröhrlinge binnen einer Stunde. Gerechnet hatte sie nicht mit einer solchen Ernte (Foto © Angela B.)


 Angela schreibt am 31. August 2013:

„Ich habe die auf dem Foto dargestellten Pilze heute, am 31. August, im Umland von Dresden gefunden, trotz der anhaltenden langen Trockenheit. War cirka eine Stunde im Wald und total überrascht: Steinpilze und einige Maronenröhrlinge!“



Nach langer Suche der ersehnte Fund: 13 Steinpilze für Fabian


Foto: Da stehen sie endlich, nach langer pilzarmer Trockenperiode, wenn auch bereits etwas überständig: Steinpilze, die uns den nun rasch nahenden Herbst ankündigen. Fabian hat's gefreut, und satt wurde er an dem köstlichen Gericht allemal (Foto © Fabian).


Fabian schreibt am 23. August 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war am 20. August im Raum Dresden nun zum dritten Mal nach Pilzen schauen. Nach langer Suche bin ich endlich auf eine Gruppe von ca. 13 schönen Steinpilzen im Umkreis von 100 m gestoßen, von denen ich die Angegangenen stehen ließ. Alle befanden sich im Umfeld von Eichen und Buchen.

Ich muss dazu sagen, ansonsten war nicht viel an Röhrlingen zu finden, ich hatte wohl auch wirklich Glück dabei. Einige davon waren auch sehr madig. Satt gemacht haben sie mich aber allemal.

Liebe Grüße,
Fabian"

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Foto: Nur die besten Steinpilze hat Fabian mitgenommen. Am Ende waren es 13 an der Zahl. Ein respektables Ergebnis! (Foto © Fabian).


Gibt es denn bei Schöneck/Vogtland schon Pilze, fragt Beate

Beate schreibt am 22. August 2013:

"Hallo, liebe Pilzfreunde, 

kann mir denn jemand sagen, ob im Vogtland (Ecke Schöneck) zur Zeit Pilze zu finden sind? Wir sind leidenschaftliche Sammler und hätten gerne einen Tipp...:)

Vielen Dank schon mal für Eure Antwort!"

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Jens fragt: Ist der Netzstielige Hexenröhrling denn nun ein Speisepilz?

Jens schreibt am 20. August 2013:

"Hallo,

ich war heute in Leipzig unterwegs und habe neben Rotfußröhrlingen, Pfifferlingen, Blutroten Filzröhrlingen und Egerlingen auch einige Netzstielige Hexenröhrlinge gefunden.

Ich frage mich, ob diese zum Verzehr geeignet sind. Was man so zu Netzstieligen Hexenröhrlingen findet, reicht von giftig bis guter Speisepilz. Sie sind vorsichtshalber nicht in meiner Pfanne gelandet, aber ich würde trotzdem gerne wissen, ob es dazu eine eindeutige Empfehlung gibt. Habe vorletztes Jahr das erste Mal die Bekanntschaft mit dem Flockenstieligen Hexenröhrling gemacht und der hat mir sehr gemundet.

Viele Grüße und dickes Lob für die Seite!

Jens"

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Hallo Jens,

vielen Dank für diese interessante Frage.

Der Netzstielige Hexenröhrling (Foto rechts) galt, wie auch der Flockenstielige, lange als giftiger, später dann als ungenießbarer Pilz. Fest steht: Beide sind roh giftig. Das Gift bei Rohgenuss wirkt heftig auf den Darm-Magen-Extrakt.

Auch heute gibt es noch - wenige - Autoren, die vom Verzehr des Netzstieligen generell abraten. Mit deutlicher Mehrheit wird der Pilz inzwischen von den Fachleuten als essbar bewertet.

Allerdings erfordern beide, Flocken- und Netzstieliger, eine lange Garzeit. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, brät diese Pilze 20 Minuten lang. Selbst zu frühes Abschmecken kann bereits Übelkeit auslösen.

In Einzelfällen wurde zudem über Unverträglichkeit der Pilze bei gleichzeitigem Alkoholgenuss berichtet, was auf das Gift Coprin schließen lässt. Da die Pilze jedoch dieses Gift, das im Faltentintling (Coprinus atramentarius) hoch dosiert ist, nicht enthalten, lässt sich eher vermuten, dass Verwechslungen mit dem seltenen Gelbhütigen Purpurröhrling (Boletus luteocupreus) aus der Verwandtschaft des Ochsenröhrlings vorlagen.

Fest steht dagegen: Der Flockenstielige Hexenröhrling ist seinem Netzstieligen Bruder im Wohlgeschmack klar überlegen. Nicht wenige Pilzsammler bewerten ihn geschmacklich höher als den Steinpilz. Dennoch ist für mich auch der Netzstielige ein guter Speisepilz.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

Viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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Oederan-Hartha: Die große Freude, im Heimaturlaub Pilze auf den alten Plätzen zu suchen


Foto: Sie hatten sichtlich Spaß - und Erfolg - auf ihrer Pilztour im Unteren Osterzgebirge: Alexander (links) und Bruder Lutz Heer freuen sich über Steinpilze und Rotkappen. (Foto © Fam. Heer, privat)


Alexander schreibt am 22. Juli 2013:

"Grüß Gott Heinz-Wilhelm,

wie jedes Jahr war ich mal wieder zum Kurzurlaub aus dem Bregenzer Wald in Österreich, wo ich arbeite, bei meinen Eltern in Sachsen.

Wie immer packte mich die Pilzlust, und obwohl es derzeit ziemlich trocken in unseren Wäldern ist, machten uns am 19. Juli auf die Pirsch zu unseren Stammplätzen.


Es war einfach herrlich! Schon nach kurzer Zeit fanden wir verschiedene Pilzarten wie Perlpilz, Eichenrotkappe (Foto links, © Fam. Heer), Steinpilz (nächstes Foto, © Fam. Heer), Waldchampion, Birkenpilz, Scheidenstreifling, Grauen Wulstling, Ziegenlippe oder den Grasgrünen Täubling.

Dennoch ist es sehr trocken. Als Folge daovn standen die Pilze lediglich vereinzelt und kommen noch nicht in größeren Mengen vor. Dennoch hatten wir alle unseren großen Sammelspaß - und die Pilzpfanne am Abend war der Hit!

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Die großen Exemplare hatten wir wie immer getrocknet für Gulasch oder Braten.

So, ich hoffe, bald gute Funde aus Österreich verkünden zu können!

Bis dahin "Gut Fund" für alle Pilzfreunde!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander und Lutz Heer"

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