Pilzticker Sachsen 63:
Funde vom 01.10.2017 - 16.10.2017



Pilzticker Sachsen 63




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Übersicht aller bisherigen Sachsen-Pilzticker

Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren




Eine große Parade der Raufußröhrlinge zum Sonntagmittag in der Neuen Harth


Foto: Für einen Sonntagmittagfund in der gerade an Wochenenden meist überlaufenen Neuen Harth südlich Leipzig/Markkleeberg ist dies ein bemerkenswertes Sammelergebnis!

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Patrick schreibt am 16. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei zwei Fotos von unseren Pilzgängen gestern und vorgestern im Leipziger Süden. Der große Berg auf dem Gartentisch ist vom 15. Oktober und wurde in nur zwei Stunden gefunden.

Wir dachten zunächst, dass wir zum Sonntag Mittag nicht mehr viel Erfolg haben würden, da die Pilzgebiete im Leipziger Südraum ziemlich stark frequentiert waren. Aber zu unserem Erstaunen trat das Gegenteil ein. Wir fanden ausschließlich Birkenpilze, Raufüße*, ein paar Steinpilze sowie Espen-, Birken- und Eichenrotkappen.

Letztere entdeckten wir das erste Mal in unserer Gegend. Der Unterschied der Rotkappen ist auf dem Foto mit der Küchenspüle gut zu sehen.

Die Nachbarn und Verwandten haben sich gefreut!

Viele Grüße, Patrick«

* Auch Birkenpilze und Rotkappen zählen zu den Raufußröhrlingen. Patrick dürfte hier mit »Raufüße« wohl Hainbuchen- oder Pappelraufüße gemeint haben.


Foto: Wenn das keine Röhrlingsparade ist. Wir sehen Birkenpilze (links unten), Steinpilze (rechts) und drei Gruppen Rotkappen, von denen die mit den orangerötlichen Stielen ganz links außen die Eichenrotkappen sein dürften, der größte Block rechts daneben die Espenrotkappen (»Weißstielige Rotkappen«) und unten vier Birkenrotkappen. (2 Fotos © Patrick)

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Beim vergnüglichen Pilzesammeln im Colditzer Forst blüht die Mutter auf


Foto: Der Freitag-Fund von Beate mit Rotkappen, zwei Steinpilzen, Raufußröhrlingen und drei Körnchenröhrlingen.

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Bea schreibt am 16. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,

am Wochenende haben wir uns mit Korb und Messerle wieder auf den Weg Richtung Colditz im südöstlichen Landkreis Leipzig gemacht.

Bereits am Freitag hatten wir in der Markkleeberger Neuen Harth einiges an schönen Rauhfußröhrlingen, zwei 1A-Steinpilze und einige Körnchenröhrlinge gefunden.

Wir konnten diese Mischpilze dann noch mit weiteren feinen Steinpilzen und Maronen ergänzen. Eine der Maronen ist auf einem bemoosten Fichtenzapfen gewachsen (Foto rechts).

Wir mussten allerdings mitunter ganz schön angestrengt suchen, denn natürlich waren wir bei dem herrlichen Wetter nicht die einzigen im Wald. Doch am Ende ist wieder eine schöne Mahlzeit zusammengekommen.

Wir machen damit meiner Mutter immer eine große Freude. Sie ist zur Zeit nicht so gut zu Fuß, aber wenn es in den geliebten Wald geht - sie stammt aus dem Vogtland -, ist alles andere egal.

Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß gute Funde

Bea und Familie aus Leipzig«


Foto: Am Sonntag kamen noch jede Menge Steinpilze, Maronen und Birkenpilzen hinzu. Die Steinpilze sind in deutlicher Mehrheit klein, heißt: ein kräftiger Schub beginnt! (3 Fotos © Bea)

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Leipziger Süden, Dahlener Heide: Gut fünf Kilo Röhrlinge in drei Stunden


Ronny schreibt am 15. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

unser heutiger Pilzausflug in den Leipziger Süden und in die Dahlener Heide brachte in 3 Stunden gute 5 Kilo Pilze in die Körbe (Foto rechts).

Darunter Rotkappen, Birkenpilze, Steinpilze und ein paar Maronen. Nun gibt es lecker Abendessen.

Grüße aus Leipzig an alle Pilzsammler von Ronny«

(Foto © Ronny)

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Nauberg/Grimma: Ein Reigen schönster Lieblingspilze unter alten Obstbäumen


Foto: So viele herrliche Paukenschlegel - so nennt man die geschlossenen Hüte der Parasole - hat Gabriele noch nicht gefunden. Sie wuchsen auf einer Kuhweide unter Obstbäumen. Ein schönes herbstliches Pilzstillleben!

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Gabriele schreibt am 11. Oktober 2017:

«Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

schon seit einigen Jahren stöbere ich mit Neugier und großer Freude in deinem Blog und erwarte mit Spannung die neuesten Nachrichten aus Wald und Feld. Auch wenn ich selbst mal weniger erfolgreich bei der Pilzsuche war, konnte ich mich doch wenigstens an den sagenhaften Funden der vielen Sammler erfreuen, die mit ihren eindrucksvollen Bildern und lesens- und liebenswerten Geschichten deine Seiten füllen und bereichern.

Nicht selten waren sie Ansporn, doch nochmal loszugehen. An einige Arten habe ich mich überhaupt erst durch deine Berichterstattung herangewagt, mir nach und nach das entsprechende Wissen angeeignet und kann sagen, dass es mittlerweile fast keine pilzfreie Zeit mehr für mich gibt.

In meinem Revier, dem Wermsdorfer Forst und dem Thümmlitzwald, war die Ausbeute dieses Jahres aufgrund der langanhaltenden Trockenheit eher dürftig. Nun hoffe ich, wie viele andere auch, auf den goldenen Herbst mit möglichst milden Temperaturen.

Die erste Hürde scheint genommen, denn es hat endlich einmal nennenswerte Niederschläge gegeben.


Foto: Weil's so schön war, die jungen Parasole und drei Anischampignons noch einmal aus anderer Perspektive. (2 Fotos © Gabriele)

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Den herrlichen Fund an Riesenschirmlingen machte ich heute an einer meiner Pilzstellen auf einer Kuhweide unter alten Obstbäumen. Dort wachsen sie zuverlässig Jahr für Jahr.

Die Parasole hatten wohl ähnlich sehnsüchtig auf den Regen gewartet und schossen sprichwörtlich aus dem Boden. In solch großer Menge gelang mir bisher noch kein Fund. Ich ließ sogar einige Exemplare für ein späteres Foto zurück.

Seit der Kindheit gehören diese Pilze zu meinen liebsten, wie auch die Anisegerlinge, von denen ich drei herrlich frische und madenfreie Exemplare ernten konnte. Werde nun noch ein wenig recherchieren, was man daraus kulinarisch zaubern könnte, da die klassische Zubereitungsart, in Form eines Pilzschnitzels, aufgrund der geschlossenen Hüte entfällt. Ideen gibt es schon, wenn sie erfolgreich umgesetzt sind, berichte ich vielleicht davon.

Herzliche Grüße aus dem Muldental und vielen Dank für diese schönen Seiten

Gabriele aus Nauberg«





Leipziger Süden: Eichenrotkappen und Pappelraufüße für Patrick


Patrick schreibt am 4. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren gestern an mehreren Pilzstellen rund um Leipzig unterwegs. Langsam geht es nach dem viel zu trockenen September auch bei uns mit den Pilzen los.

Die Espenrotkappen und Eichenrotkappen (obere Reihe) stehen recht gut. Birkenpilze sind eher vereinzelt zu finden. Steinpilze Fehlanzeige! Auf jeden Fall gibt es noch nicht die Massen wie voriges Jahr. Dennoch sind wir guter Hoffnung.

Zum ersten Mal haben wir einen schönen Birkenporling und Violette Rötelritterlinge gefunden.

Und junge Pappelraufüße, die rechts neben dem Birkenporling auf dem oberen und in Großabbildung auf dem zweiten Foto zu sehen sind. Hinweis auf ihre Art gibt die Grünfärbung an der Stielbasis (zweites Foto). Gelbporige Raufüße, die ebenfalls in Betracht kämen, wären an dieser Stelle eher rosa.

Viele Grüße Patrick«

(2 Fotos © Patrick)

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Zwickau: Ein wahres Gewimmel von Herbstpilzen in Scuttles Korb


Foto: Das ist vielleicht ein Gewimmel von Pilzen! Scuttle hatte ihren Korb einmal mehr richtig gut gefüllt, was gewiss, wie immer, auch ihre Freunde freute, die stets von ihren Funden abbekommen.






Foto rechts: Die linke dieser zwei Maronen musste beinahe eine Hälfte ihres Hutes wehrlos einer hungrigen Schnecke überlassen. Die rechte scheint darüber einige Mitleidstränen zu vergießen. (2 Fotos © Scuttle)




Scuttle schreibt am 3. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz Wilhelm,

die Pilze im Zwickauer Land sprießen unentwegt. Aber auch genauso viele
Menschen sind unterwegs! Da braucht man schon seine geheimen Stellen.

An denen habe ich dann auch jede Menge gefunden. Es ist wie so oft von allem etwas dabei. Vor allem Maronen gibt es in völlig wurmfreiem Zustand. Aber auch die Parasole wachsen wie verrückt. Nur die Hallimasche waren leider total von Maden zerfressen, was ich in so heftiger Form noch nicht erlebt habe.

Aber egal, am Ende lagen ca. 4,5 Kilo schöner Pilze im Korb.

Auch allen anderen wünsche ich gute Erfolge bei der Schwammesuche!

Bis bald, Scuttle«






Die schönsten Steinpilze aus der Dübener Heide für Birgit und Marlis


Foto: Herrliche Steinpilze haben Birgit und Marlis in der Dübener Heide gefunden. Unter anderem gab es noch Sandröhrlinge (ganz links) und Maronen. (Foto © Birgit)

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Birgit schreibt am 2. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Samstag war ich mit meiner Freundin Marlis wieder mal auf Pilzsuche in der Dübener Heide. Es hat viel Spaß gemacht und der Erfolg ist auf dem Foto sichtbar. Vor allem über schöne Steinpilze konnten wir uns freuen.

Viele Grüße von Birgit und Marlis«


Der Vater zeigte Dome seine guten Pilzstellen bei Chemnitz-Rabenstein


Dome schreibt am 1. Oktober 2017:

»Da ich lange nicht mehr im Wald war, es in den letzten Tagen geregnet hat und vor allem, weil mein Vater mir ein paar Stellen zeigen wollte, sind wir in Chemnitz-Rabenstein auf die Suche gegangen.

Dort fanden wir viele Maronen, einige Goldröhrlinge und Birkenpilze sowie drei Hexenröhrlinge. Zum erstenmal entdeckte ich auch ein paar Sandröhrlinge. Auch Steinpilze waren mit von der Partie. Leider waren die meisten jedoch viel zu alt und die kleinen bereits alle verwurmt. 

Das Ergebniss war im Gegensatz zu meiner Ausbeute in der vergangenen Woche trotzdem sehr passabel.

Morgen fahren wir nach Bronkow im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg, um zu sehen, ob dort vielleicht mehr Pilze wachsen.

Viele Grüße an Heinz-Wilhelm! 

Allen Pilzsammlern viel Spaß und Erfolg bei ihrer Suche!

Dome«

(Foto © Dome)

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Leipziger Süden: Johannes freut sich über seinen Röhrlingsfund


Johannes schreibt am 1. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzliebhaber,

es war heute ein feuchtkalter Morgen, der mich zu einem Pilzgang in den Wald lockte. Nachdem ich vor einer Woche im Leipziger Umland leer ausgegangen war, war meine Suche heute von zumindest kleinem Erfolg gekrönt.

Wie auf dem Bild zu sehen, fand ich einen Steinpilz, Rotfußröhrlinge und Pfefferröhrlinge

(Foto © Johannes)

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