Pilzticker Sachsen 44:
Funde vom 07.05.2016 - 28.05.2016



Pilzticker Sachsen 44




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Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren





Schwammefreund Ralf fand bei Chemnitz den ersten  »Flocki« 2016


Foto: Den ersten Röhrling 2016 fand mit diesem »Flocki« Pilzfreund Ralf in der Nähe von Chemnitz. Seit 45 Jahren ist er leidenschaftlicher »Schwammesammler«. (Foto © Ralf G.)

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Ralf schreibt am 28. Mai 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich verfolge den Pilzticker schon einige Zeit. Ich bin, seitdem ich laufen kann, leidenschaftlicher Pilzsucher. Das sind immerhin schon 45 Jahre. Früher durchstreifte ich die Wälder der Thüringischen Rhön, heute lebe ich im Schwammeland Erzgebirge.

Heute habe ich beim Tannenspitzen sammeln (für Tannenhonig) in einem kleinen Mischwald bei Chemnitz meinen ersten Röhrling 2016 gefunden, einen Flockenstieligen Hexenröhrling.

Wir wollten die Umgebung noch genauer absuchen, doch leider machte uns ein starker Gewitterregen einen Strich durch die Rechnung. Wenn ich Zeit habe, werde ich das in den nächsten Tagen aber nachholen.

Viele Grüße von Ralf«



Leipzig: Die ersten Sommersteinpilze in Ewalds neuer Heimat

Ewald schreibt am 23. Mai 2016:

»Hurra!

Ich habe heute die ersten zwei Sommersteinpilze am Völki in Leipzig gefunden. Sie waren zwar noch klein, aber wirklich fein.

Als Neu-Leipziger, der aus der Region Steigerwald stammt, wo ich sie an festen Stellen über Jahre gefunden habe, war ich total überrascht, sie auf einem unscheinbaren Grünstreifen zu entdecken. Und das in Mitteldeutschland so zeitig.

Ich wusste bislang nicht, dass sie auch unter Linden wachsen. Für mich ein prima Signal, ab sofort die Leipziger Parkanlagen zu inspizieren.

Ein erfolgreiches Schwammerl-Jahr für alle von Ewald«


Vogtland: Die Ahnung, dass die köstlichen Blassbraunen Schlehenrötlinge da sein dürften, trog nicht


Christian Olsson* schreibt am 17. Mai 2016:

»Hallo,

ich hatte heute morgen so eine Ahnung, dass die Blassbraunen Schlehenrötlinge da sein müssten.

Bin also nach der Arbeit schnurstracks hin und tatsächlich: da standen sie. Frisch, knackig, kaum madig (ungewöhnlich für diese Pilzart!) und sehr zahlreich. Da die Kamera nicht dabei war, gibt es nur ein Küchenfoto (siehe rechts).

Ausführliche Infos über diese Pilze gibt es ja schon zur Genüge im Archiv von passion-pilze-sammeln.de. Das Einzige, was ich noch einmal bestätigen möchte: er ist wirklich lecker und einmalig in Geschmack und Konsistenz. :)

Liebe Grüße, Christian Olsson«

(Foto © Christian O.)

*Christian Olsson ist Pilzberater für den Vogtlandkreis



Im Vogtland herrscht zurzeit eine sehenswerte Parade der Lorcheln


Foto: Rippenstielige Becherlorchel (Helvella queletii syn. H. solitaria), ungenießbar.







Christian Olsson* schreibt am 7. Mai 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

das gute Pilzwetter reißt nicht ab. Entsprechend üppig fallen die Funde aus. So konnte ich diese Woche einige Lorcheln an Schotterwegrändern in Parks und Wäldern entdecken. Ich finde, dass sind wirklich schöne Pilze. Leider wachsen sie an Standorten, wo sie die meisten Menschen unbemerkt zertreten. Auch die Frühjahrs-Giftlorchel war noch einmal mit von der Partie.

Der Maipilz hat gerade Hochsaison. Ihn muss man kaum mehr suchen, kann ihn in rauen Mengen ernten. Allerdings pirschen sich bereits die ersten Mehlwürmer an diese schmackhaften Pilze heran. Dank der einsetzenden Wärme lassen sich auch erste Wiesenchampignons blicken.

Sehr gut ablichten ließen sind die frisch sprießenden ungenießbaren Maiporlinge.
Bei den ebenso ungenießbaren Kerbrandigen Napfbecherlingen habe ich für ein Foto extra noch einmal vorbeigeschaut. Sie sind sehr schön gewachsen und die Schnecken haben sie zum Glück kaum merklich »angeknabbert«.

Eine Neuentdeckung für mich war das Gelbe Schilfbecherchen. Man kann es momentan an abgestorbenem vorjährigem Schilfrohr entdecken.

Vor einer Woche konnte ich ein großes Vorkommen des Schildrötlings ausmachen. Zum Sammeln musste ich allerdings durch allerlei Dornengestrüpp krauchen. Dafür wurde ich mit einer sehr leckeren Pilzmahlzeit belohnt. Ähnlich üppig wachsen die Schildrötlinge derzeit in den städtischen Rosenbeeten. Die Kamera hatte ich leider nicht dabei. Vielleicht kann ich bei Gelegenheit noch ein Bild nachschieben.

Herzliche Grüße, Christian Olsson«

*Christian Olsson ist Pilzberater für den Vogtland-Kreis


Foto: Hochgerippte Becherlorchel, essbar.







Foto: Kerbrandiger Napfbecherling, ungenießbar.


Foto: Schwarzweiße Becherlorchel, ungenießbar.












Foto rechts: Frühjahrsgiftlorchel, giftig.




Foto: Maistielporling, ungenießbar.







Foto: Maipilze, essbar.

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Foto: Gelbes Schilfbecherchen, ungenießbar.

(8 Fotos © Christian Olsson)

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