Pilzticker Sachsen 41:
Funde vom 20.10.2015 - 16.11.2015



Pilzticker Sachsen 41




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Übersicht aller bisherigen Sachsen-Pilzticker

Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren





Erzgebirge: 13 frische Rotkappen - da kräht vor Freude der Hahn


Foto: Da feut sich der Hahn! Die Rotkappen sind rot wie sein Kamm - und an Nachwuchs fehlt es auch nicht. Die Grünlinge hingegen gehören in den Wald. (Foto © Horst/Privat)

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Horst schreibt am 16. November 2015:

"Hallo Pilzfreunde,

erstaunlicherweise fand ich heute an freistehenden Birken und Espen 13 frische Espenrotkappen und eine Auswahl an Grünlingen, von denen ich mehr als einhundert auf einer Fläche von rund 50 Quadratmetern hätte mitnehmen können.

Zu den Grünlingen erbitte ich Auskunft, ob sie essbar sind oder laut Internet Vergiftungen hervorgerufen haben.

Besonders beeindruckt hat mich der Viererpack von Rotkappen, über die sich, wie man sieht, auch der Hahn freut. Beim genauen Betrachten erkennt man eine vierte kleine Nachwuchsrotkappe.

Ich hoffe auch im neuen Jahr auf gute Pilzernte, über die ich dann gerne im Pilzticker berichten werde. Das Foto hat übrigens mein Enkel gemacht.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Erzgebirgskreis, Horst"

Hallo Horst,

alles zum Grünling findest Du im Pilz-Ticker-Sachsen 2.

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16 Herbstlinge für Hermanns Pilzabendbrot


Foto: Der schönste von 16 Schwarzfaserigen Ritterlingen alias Herbstlingen, die Hermann im Erzgebirge gefunden hat. (Foto © Hermann)

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Hermann schreibt am 5. November 2015:

"Liebe Schwammefreunde,

ich habe heute mit dem Mountainbike etliche Stellen (Schwammeflecken) angefahren, wo ich den Schwarzfaserigen Ritterling oder Herbstling schon in früheren Jahren gefunden hatte.

Und tatsächlich, im Buchenlaub fand ich insgesamt 16 Stück an mehreren Stellen. Etliche standen schon länger, sie waren aber trotzdem von guter Qualität. Zwei waren ganz frisch gewachsen.

Das gibt heute Abend eine köstliche Pilzmahlzeit!

Viele Grüße von Schwammefreund Hermann



Landkreis Leipzig: Hasenbraten an Austernseitlingen


Martin schreibt am 1. November 2015:

"Wir waren Samstag am Moritzsee in der Nähe von Naunhof im Landkreis Leipzig unterwegs, wo meine Frau schöne Austernseitlinge (Foto rechts) entdeckte. Es gab sie am Sonntag zu Hasenbraten und Thüringer Klößen. Mmhh...

Gruß Martin"

(Foto © Martin)




Die Herbstlorchel: Ein mittlerweile umstrittener Speisepilz


Foto: Herbstlorcheln satt. Im Geschmack sind sie mild und angenehm. Ich habe sie über Jahre hinweg gegessen, jedoch nur in kleiner Menge. Im Gegensatz zu Grubenlorcheln, die heftige Magenschmerzen bei mir auslösten, vertrage ich Herbstlorcheln gut. Dennoch: sie enthalten, wie man heute weiß, das Gift Gyromitrin, das sich zwar beim Erhitzen verflüchtigt, aber in Resten zu Organschäden führen kann. Ihr Verzehr wird seit längerem nicht mehr empfohlen. Auch Pilzberater Peter Rohland lässt sie nicht als Speisepilze durchgehen. (2 Fotos © Georg)


Georg schreibt am 27. Oktober 2015:

"Vorgestern fanden wir einen kleinen Hexenring mit leider schon überständigen Violetten Rödelritterlingen im Wermsdorfer Forst. Die auf den Fotos gezeigten Herbstlorcheln fanden wir in der Neuen Harth südlich Leipzig. 

Freundliche Grüße Georg"










Aue/Erzgebirge: Hermanns Klassefund der begehrten Schwarzfaserigen Ritterlinge


Foto: Ein toller Fund von Hermann sind diese Schwarzfaserigen Ritterlinge. Sie sind geschmackvolle Speisepilze, dickfleischig und fest, die mit den legendären Märzellerlingen eine starke Partnerschaft eingehen (siehe weiter unten).


Hermann schreibt am 26. Oktober 2015:

"Glückauf, liebe Schwammefreunde,

ich war heute wieder mal auf Schwammepirsch. Dabei habe ich zum ersten Mal in diesem Herbst den Schwarzfaserigen Ritterling (Foto rechts) gefunden, den wir im Erzgebirge auch "Herbstling" oder "Schneepilz" nennen. Schon meine Großeltern schätzten ihn sehr. Er ist sehr schmackhaft!

Auch einen großen kerngesunden "Staa´pilz" habe ich noch geerntet. Außerdem standen noch viele frische Pfifferlinge.

Dank der milden Temperaturen hoffe ich noch auf viele Herbstpilze

Viele Grüße vom Schwammefreund Hermann aus Aue im Erzgebirge"







Foto: Schneepilze oder Herbstlinge oder Schwarzfaserige Ritterlinge im herbstlichen Rotbuchenlaub. Das ist außergewöhnlich; sie bevorzugen Nadelwälder. Wir erkennen recht gut die Radialstreifen auf dem Hut. Man findet sie meist in Mittelgebirgen.


Lieber Hermann,

die Schwarzfaserigen Ritterlinge (Tricholoma portentosum) sind ein außergewöhnlicher Fund. Sie werden hiermit das erste Mal überhaupt gemeldet, seitdem passion-pilze-sammeln.com im Juli 2009 online ging. Klasse! Ich weiß, dass diese Pilze ausgezeichnet schmecken sollen, habe sie aber leider noch nie gefunden.

Und noch etwas ist sehr spannend, und das wird Dich interessieren: Schwarzfaserige Ritterlinge gehen mit Märzschnecklingen oder Märzellerlingen, wie sie auch genannt werden, eine sehr starke Partnerschaft ein. Dies hat der Schweizer Armando Hübscher in seiner jahrzehntelangen Suche nach Märzellerlingen herausgefunden. Mehr dazu findest Du in der "Akte Märzellerling", und zwar im letzten Absatz der Seite.

Vielleicht solltest Du zum Winterende einmal nachsehen, ob Du an Deiner Fundstelle nicht auch Märzellerlinge entdeckst. Das wäre doch was!

Weiterhin so gutes Finderglück und viele Grüße von Heinz-Wilhelm







Foto: Eines der Hauptmerkmale dieser Ritterlinge ist ihr gelblichgrüner Stiel. Er dürfte unter allen Ritterlingen der wohlschmeckendste sein. (4 Fotos © Hermann)


Landkreis Zwickau: Der tauende Schnee ließ die Speisepilze noch einmal kräftig wachsen


Helga und Gert schreiben am 20. Oktober 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem Wintereinbruch vergangenen Mittwoch bin ich heute wieder in den Waldenburger Wald im Landkreis Zwickau.

Nach einer guten Stunde hatte ich Maronen, Perlpilze, ganze frische Rotfußröhrlinge und einen Hexenröhrling. Die Pilze waren fast sämtlich madenfrei und reichten für unser Abendbrot. In der Pfanne auf dem Foto sind sie überpudert mit getrockneten Kräutern.

Morgen gehe ich, wenn nichts dazwischen kommt, nochmal los.

Viele Grüße von Helga und Gert"

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Foto: So heftig war der Wintereinbruch im Landkreis Zwickau vergangene Woche. Den Speisepilzen hat es nicht geschadet - im Gegenteil. Das Tauwasser des Schnees hat sie in ihrem Wachstum noch einmal beflügelt. (2 Fotos © Helga/Gert)

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