Pilzticker Sachsen 36:
Funde vom 10.11.2014 - 27.03.2015



Pilzticker Sachsen 36




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Übersicht aller bisherigen Sachsen-Pilzticker

Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren



Frühjahrspilzraritäten im Vogtland


Foto: Märzellerlinge oder Märzschnecklinge haben im Vogtland ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet auf dem europäischen Kontinent. Bis zum Krieg waren sie in Süddeutschland und umliegenden Ländern, vor allem in Italien, ein gefragter Markt- und Massenpilz.

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Christian schreibt am 27. März 2015:

"Hallo,

während der vergangenen Tage hat es das Tageslicht zugelassen, dass ich nach der Arbeit hin und wieder noch einmal in die Pilze kam. Dabei ist mir, trotz der Trockenheit in den Wäldern, überraschenderweise doch eine Menge in den Blick geraten.

Das Highlight war es, mit anderen Pilzsammlern aus dem Vogtland den Märzschneckling aufzusuchen. Ebenso interessant war für mich der Fund eines Harzbecherchens (Sarea resinae) an einer alten Lärche. Weiterhin konnte ich direkt vor Ort den Fichtenzapfenrübling und den Fichtenzapfenhelmling vergleichen. Der Helmling war wesentlich schöner :D !!! 

In der Pfanne sind aber natürlich nur die Rüblinge gelandet, gemeinsam mit ihren samtfüßigen Verwanden. Da die Wildschweine den Wald gründlich durchwühlt hatten, stieß ich auch auf mehrere noch nicht genau bestimmte Hirschtrüffeln. Sehr häufig habe ich den Haselkätzchen-Stromabecherling gefunden.

Ebenfallls sehr gefreut habe ich mich über den Glänzenden Schwarzborstling. Dieser Pilz könnte bald in die Geschichtsbücher der Pharmazie eingehen, enthält er doch Plectasin, das eine vielfach höhere antibiotische Wirksamkeit besitzt als alle anderen bislang bekannten Antibiotika. Mehr dazu findet Ihr hier.

Also, es lohnt sich, in den Wald zu gehen. Auch wenn die Pfanne am Ende eher spärlich gefüllt ist, gibt es viele tolle Pilze zu entdecken!

Liebe Grüße, Christian O."

Blau = Ungenießbar

Pilz-Ticker-Sachsen

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Foto: Fichtenzapfenhelmlinge sind ungenießbar.


Foto: Fichtenzapfenrüblinge sind essbar, jedoch wegen ihrer Winzigkeit unergiebig.







Foto rechts: Glänzende Schwarzborstlinge. Aus ihnen hat die Pharmaindustrie ein Antibiotikum von bislang nicht gekannter Potenz isoliert.




Foto: Harzbecherchen, ungenießbar.







Foto: Haselkätzchenbecherlinge, ungenießbar.


Foto: Hirschtrüffelart, ungenießbar.

(7 Fotos © Christian O.)







Adorf/Vogtland: Die Märzellerlinge sind da!


Foto: Typisch Märzellerlinge. Sie wachsen im Moos, in dem sie sich gut verstecken. Sie sind im Bestzustand, solange sie noch unter der Erde sind. (Foto © Lothar)


Lothar schreibt am 16./17. März 2015:

"Im Vogtland sind die Märzellerlinge da! Ich finde sie schon viele Jahre, letztes Jahr sogar in Massen. Sie wachsen im Fichtenwald bei Adorf.

Viele Grüße Lothar"

Hallo Lothar,

welch eine Meldung! Diese Kultpilze haben in Deutschland ihre nördliche Grenze tatsächlich im Vogtland. Hier wachsen sie zudem bei der Gemeinen Fichte, was selten ist. Mehr dazu gibt es auf dieser Seite.


Dresden: Die Samtfußrüblinge haben die Bärlauchravioli veredelt


Mathias schreibt am 27. Januar 2015:

"Heute habe ich 'meine' Austernseitlinge besucht und musste feststellen: Da war ein anderer Pilzfreund leider schneller gewesen. Entschädigt haben mich aber schöne Judasohren und herrliche Samtfußrüblinge, siehe Foto links. Sie haben mein köstliches Bärlauchravioli deutlich aufgewertet.

Gefunden habe ich die Köstlichkeiten im Süden von Dresden." 

(Foto © Mathias)




Dresdner Heide: Die Austernseitlinge waren verschneit und hart gefroren


Foto: Sie sind verschneit und hart gefroren. Das macht gar nichts. Gebraten oder fritiert schmecken Austernseitlinge allemal. (Foto © Susann)


Susann schreibt am 29. Dezember 2014:

"Hallo an alle Pilzfreunde,

ich habe gestern einen ausgedehnten Spaziergang in die Dresdner Heide unternommen. Auf meiner Suche nach Austernseitlingen war ich mit meinem Fotoapparat bewaffnet. Ich fand sie schließlich verschneit und tiefgefroren.

Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Susann"


Die Neue Harth ist immer für eine Überraschung gut, dieses Mal für schöne Herbstlorcheln


Foto: An Herbstlorcheln scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie Delikatesse, andere vertragen sie nicht und bekommen Magenprobleme. Für Georg waren sie "ein Genuss". (Foto © Georg)


Georg schreibt am 18. November 2014:

"Hallo liebe Pilzfreunde,

gestern haben wir das erste Mal Herbstlorcheln in natura gesehen und natürlich eingesammelt.

Die Neue Harth ist immer wieder für eine Überraschung gut. In Butter gebraten ohne Beigabe waren sie eine Delikatesse. Leicht knorplig, leicht knusprig, einfach ein Genuss."

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Waldkirchen/Erzgebirge: Dines Morgenspaziergang wurde zur Steinpilzerlebnistour


Foto: Welche Freude kann doch so ein Einzelprachtexemplar von Steinpilz mitten im November auslösen! (Foto © Dine)


Dine schreibt am 16. November 2014:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich heute nur einen etwas ausgedehnteren Morgenspaziergang in meinem Stammwald bei Waldkirchen im Erzgebirge machen, aber als Pilzsammler hatte ich natürlich trotzdem alle Utensilien dabei.

Und man glaubt es kaum, schon nach fünf Minuten fand ich die ersten Maronen am Wegesrand. Danach zog es mich doch noch richtig in den Wald.

Dort gesellten sich zu den Maronen noch ein paar mehr - und ein wunderschöner Steinpilz. Bald darauf fand ich noch einen riesigen Ring Röttelritterlinge. Genug Pilze für eine leckere Beilage zum Rindersteak heute Abend.

Es ist wirklich ein unglaubliches Pilzjahr!

Viele liebe Grüße Dine"

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Neue Harth: "Rotkappen und Birkenpilze habe ich noch nie im November gefunden"


Rolf schreibt am 12. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich mich ja heute von meinem kleinen Waldstück in der Neuen Harth verabschieden, aber dann lief mir doch noch die dritte Jahresgeneration der Rotkappen über den Weg .

Dazu gesellten sich noch ein paar Birkenpilze und als Beilage noch ein paar unversehrte Goldröhrlinge. Alles zu sehen auf dem Foto rechts. Rotkappen und Birkenpilze habe ich übrigens noch nie im November gefunden. 

Wenn das Wetter anhält, bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, als noch einmal nach dem Rechten zu schauen. :-)

Viele Grüße Rolf"

(Foto © Rolf)

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Rotbrauner Erdstern: Der Gartenbewohner, der aus der Steppe in das Vogtland kam


Foto: Rotbrauner oder Rötender Erdstern. Die Heimat der Erdsterne sind Steppen; sie mögen es warm und trocken. Das, was wir als Sternzacken sehen, war ursprünglich die zweite, also die Außenhülle um die aufsitzende, die Sporen bergende Kugel. Alle Erdsterne sind ungenießbar. (Foto © Fam. E./privat)


Jutta schreibt am 10./11. November 2014:

"Hallo,

ich habe heute in meinem Garten in Plauen einen Rotbraunen Erdstern gefunden. Er wuchs am Südhang auf felsigem Untergrund, warm und sehr trocken. Seine Art ist ein Erstfund für mich.

Grüße Jutta"

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