Pilzticker Sachsen 35:
Funde vom 12.10.2014 - 10.11.2014



Pilzticker Sachsen 35




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Übersicht aller bisherigen Sachsen-Pilzticker

Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren





Vogtland/Zwickau: Wie in der Kindheit, als es mit Mutti und dem Großvater ganz oft in die Pilze ging


Foto: Der Zitterzahn war groß! Das Verhältnis zu dem vergehenden Lila Lacktrichterling im Hintergrund zeigt es. Zitterzähne sind essbar, und das auch roh. Roh oder abgebrüht sind sie gut in Salaten verwendbar. (2 Fotos © Dine)

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Dine schreibt am 10. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich dienstlich zwischen Greiz, Treuen und Zwickau unterwegs. Zwischen zwei Terminen hatte ich genug Zeit für einen Sprung in den Wald.

Auch hier sind, wie schon andere Pilzsammler schrieben, die Wälder zum Teil extrem zugemüllt. Auch findet man überall von den schweren Holzerntemaschinen völlig zerstörte Wälder vor. Es sieht wirklich schlimm aus.

Zurück zu den Pilzen. Ich fand nur noch wenige, meist waren sie schon alt oder wenn jung, bereits stark vermadet.

Sieben Maronen schenkte ich einer älteren Frau, die wie ich noch unterwegs war. Für mich waren es einfach zu wenig für eine Pfanne, und getrocknet und eingefroren habe ich dieses Jahr schon sehr reichlich. Wir Zwei führten noch ein freundliches Gespräch über das Pilze sammeln.

Ansonsten habe ich zum ersten Mal dieses Jahr Trompetenpfifferlinge in Massen gesehen, allerdings schon sehr alt. Auch massenhaft Zitronentäublinge fand ich; zumindest vermute ich, dass es welche waren. Sie sind mir aber zu scharf. Verliert sich die Schärfe wirklich beim Erhitzen?

Kleine Highlights waren ein extrem großer Zitterzahn und eine schmucke Schmetterlingstramete, die wie eine Baumpilzrose aussah. Das ist auf dem kleinen Foto gut zu erkennen.

Ein bisschen geht's mir wie Helga (siehe weiter unten). Ich überlege, ob ich dieses Jahr erstmalig im Winter den Wald unsicher machen soll. Vielleicht gibt es ja im Erzgebirge  Austernseitlinge und Samtfußrüblinge.

Einen Blick werde ich sicher mal noch riskieren.

Durch diese tolle Seite hier bin ich wieder wie im Pilzfieber und erinnere mich an meine Kindheit, wo es mit Mutti oder meinem Großvater ganz oft in die Pilze ging. Das ware herrliche Zeiten.

Ich wünsche dir noch eine schöne Woche.

Vielen Dank und ganz herzliche Grüße aus Chemnitz,

Dine"

Hallo Dine,

Du kannst die vermeintlichen Zitronentäublinge roh im Wald probieren (natürlich dann ausspucken). So mild oder scharf, wie sie bei der Rohkostprobe schmecken, so schmecken sie auch erhitzt. Diesen Test kannst Du bei allen Täublingsarten gefahrlos anwenden.

Viel Spaß bei Deinen Winterpilzerforschungsgängen! 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm"

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Zugriff am Diebsteig zu Dresden: Körnchenröhrlinge, Butterpilze und ein Parasol für Richard

Richard schreibt am 5. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ein bisschen angestachelt vom Pilzticker Sachsen, habe ich mich heute, trotz der Trockenheit, noch einmal ermuntert gefühlt, den Diebsteig entlang durch die Dresdner Heide zu spazieren.

Tatsächlich bin ich mit gut zwei Händen voll Körnchenröhrlingen und Butterpilzen, aber auch einem doppelt faustgroßen, noch geschlossenen Parasol in meiner Küche gelandet.

Maronen und Steinpilze kann ich leider nicht bestätigen, aber dafür war es wahrscheinlich einfach nur zu trocken. Morgen soll es ja regnen, mal schauen. 

Mit herbstlichem Gruß, Richard

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Treuen/Vogtland: "Man könnte meinen, die Pilzsaison würde erst beginnen"


Foto: Ein Bild wie mitten aus dem Pilzsommer. Doch es ist November, und Gert freut sich sichtlich nicht nur über diesen Steinpilzzwilling, sondern über einen tollen Fund im fortgeschrittenen Herbst.


Helga und Gert schreiben am 3. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

vielen Dank für die Grüße und die Aufnahme in die Pilzticker-Gemeinde.

Wie geplant, sind wir heute nach Treuen gefahren. Welch ein Tag! Man könnte meinen, die Pilzsaison würde erst beginnen! Eine himmlische Ruhe im Wald - und es gab eine supertolle Ausbeute.

Maronen, Perlpilze, Safranschirmpilze und Steinpilze, Steinpilze, Steinpilze. Die beigefügten Bilder sprechen für sich.

Zwei Pilze einer uns bis dahin unbekannten Art nahmen wir mit nach Hause, um sie zu bestimmen. Es handelt sich eindeutig um den Mohrenkopfmilchling.

Um zu kosten, haben wir sie separat zubereitet. Diese leckeren Pilze gehören in Zukunft in unser Beuteschema!

Viele Grüße von Helga und Gert"

Hallo Ihr Zwei,

Gratulation, ein wirklich toller Fund für diese Zeit!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: Welch ein Pilzfund so weit im Herbst! Steinpilze in Massen und viele andere mehr bevölkern den Tisch. Während viele Pilzsammler ihre Körbe bereits fortgeräumt haben, machen die Unbeugsamen wie Helga und Gert noch tolle Beute. (3 Fotos © Helga & Gert)







Dine freut sich über das letzte Hurra der Sommersteinpilze im Erzgebire


Foto: Gerne verstecken sich Steinpilze im Wurzelabzweig eines Fichtenstammes. Hier stehen sie wettergeschützt und warm. (Foto © Dine)


Dine schreibt am 3. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

aufgrund des schönen Wetters der vergangenen Tage war ich gestern noch einmal auf Pilzpirsch in den Wäldern zwischen Augustusburg und Waldkirchen im Erzgebirge.

Man merkt schon, dass sich die Saison dem Ende zuneigt, allerdings gab es auch ein paar Überraschungen. Ich fand noch einige Sommersteinpilze, darunter einen wahren Riesen, viele Maronen, die leider sehr madig waren, zwei Birkenpilze und Lila Lacktrichterlinge.

Fürs Abendessen hat es gereicht! Mhh, lecker. Ich denke, es war einer der letzten Pilzgänge für dieses Jahr. Aber vielleicht gehe ich doch noch mal los.

Großes Lob an Dich für diese Seite hier und Deine Mühe. Schade, dass ich erst diese Saison drauf gestoßen bin.

Viele liebe Grüße Dine"

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Späte Pilzvielfalt im Waldenburger Wald für Helga und Gert


Foto: So viele Pilze noch Anfang November! Gert und Helga staunten nicht schlecht über ihre guten Funde.


Gert und Helga schreiben am 2. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir wollen uns gerne am Pilzticker beteiligen. Wir finden die Seite toll und super informativ.

Unser Zuhause ist Hartmannsdorf bei Chemnitz in Sachsen. Wir waren gestern und heute in den Pilzen und, man sollte es nicht glauben, es gibt selbst im November bei uns noch Pilze.


Foto: Drei Maronenröhrlinge drängen sich auf engem Platz. Ihre Begleiter sind, man erkennt es an den Nadeln, Kiefern.

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Wir konnten Maronen, Steinpilze, Perlpilze, kugelige Safranschirmpilze, Eierpilze (das sind Goldröhrlinge), Ziegenlippen und Pfifferlinge nach Hause tragen. Gesammelt haben wir im Waldenburger Wald und bei Gelenau im Erzgebirge.

Morgen wollen wir es nochmal bei Treuen im Vogtland versuchen, dann ist die Pilzsaison für uns leider beendet. Wenn wir nur wüssten, wo wir Austernseitlige finden könnten :-); die Bilder und Geschichten dazu auf der Pilztickerseite haben uns bereits Pläne für den Winter schmieden lassen. Diese Suche wird bestimmt schwieriger als bei Steinpilzen, Maronen und Co.

Viele Grüße von Helga und Gert"

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Foto: Auch Steinpilze landeten im Korb. Das junge Exemplar im Hintergrund deutet an, dass sogar noch welche nachkommen könnten. (3 Fotos © Gert F.)

Neue Harth: Mit etwas Geduld kommt man durchaus noch zum Erfolg

Rolf schreibt am 23. Oktober 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da die Rotkappen langsam zur Neige gehen, will ich doch auch mal wieder einen kleinen Bericht über die Neue Harth und meine Beelitzer Ecke abgeben.

In der vergangenen Woche habe ich in der Neuen Harth noch recht gut Birkenpilze gefunden. Es gesellten sich auch immer noch Rotkappen hinzu, wobei die inzwischen in der Unterzahl waren.

Am Wochenende war es dann so , wie ich das auch von früher kenne: die Pilze waren zu suchen, von Sammeln konnte keine Rede mehr sein. Aber warum nicht? Mit etwas Geduld kommt man durchaus auch noch zum Erfolg :-).

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Dübener Heide/Leipziger Auewald: Auch Evi schließt sich der allgemeinen Klage über Maden an

Evi schreibt am 14. Oktober 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren am Wochenende in der Dübener Heide und haben endlich Maronen gefunden, einen halben Korb voll. Leider sind sie dieses Jahr sehr vermadet. Heute war ich dann noch südlich von Leipzig im Auwald, da gibt es von den Stockschwämmchen einen kräftigen zweiten Schub.

Nebelkappen gab's auch noch und endlich meinen heißgeliebten Hallimasch, der leider sehr von Maden heimgesucht war. Das ist dieses Jahr echt schlimm. Auch alle Steinpilze, die wir dieses Jahr fanden, waren von jung bis alt voller Maden :-(

Trotzdem war es ein tolles Pilzjahr - und es ist eine tolle Seite :-)

Noch ein fröhliches Pilzesammeln!

Liebe Grüße Evi"

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Bärwalder See: "Der Wald war voller Habichtspilze in allen Größen"


Foto: Herrliche Habichtspilze! Nach Auskunft vor allem süddeutscher Pilzsammler werden sie immer seltener. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf einen Rezeptklassiker zum Habichtspilz hinweisen. (Foto © Angela)


Angela schreibt am 12. Oktober 2014:

"Ich war heute in der sächsischen Lausitz in der Nähe vom Bärwalder See unterwegs, dem größten See Sachsens.

Der Wald war voller Habichtspilze in allen Größen. Eine Schüssel voll zum Trocknen habe ich mitgenommen.

Angela"

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