Pilzticker Sachsen 24:
Funde vom 08.08.2014 - 10.08.2014



Pilzticker Sachsen 24



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Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Merkmale der ungeliebten Gallenröhrlinge und Kindheit und Altern vom guten Grauen Scheidenstreifling





2 Fotos: Bestimmungsmerkmal älterer Gallenröhrlinge (oben) sind die rosabräunlichen Röhren. Und generell, also bei jungen und alten Gallenröhrlingen, ist die Netzzeichnung: sie tritt deutlich hervor, ist dunkel und steht somit im Kontrast zu der gelblichhellbraunen Grundfarbe des Stieles.

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Pilzberater Peter Rohland schreibt am 10. August 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

da wir ein Jahr der Gallenröhrlinge haben, möchte ich diese ungeliebten Pilze hier einmal fotografisch näher vorstellen.

Auf dem Aufmacherfoto ganz oben sehen wir das entscheidende Merkmal älterer Gallenröhrlinge: die rosabräunlichen Röhren. Niemals werden sie die typischen Röhrenfarben älterer Steinpilze - gelb, gelbgrün oder olivbraun - haben.

Junge Gallenröhrlinge, bei denen die Röhren noch weiß sind, unterscheiden sich von gleichaltrigen Steinpilzen durch ihre deutlich hervortretende dunkle Netzzeichnung am Stiel. Bei jungen Steinpilzen ist es feinmaschiger und kontrastiert viel weniger mit der Grundfarbe des Stieles. 

Schwieriger ist die Unterscheidung zwischen Gallenröhrling und dem Sommersteinpilz (Boletus aestivalis). Weil auch der Sommersteinpilz eine tastbare dunkle Netzzeichnung ähnlich dem Gallenröhrling hat. 

Eine absolut sichere Unterscheidung bietet die Geschmacksprobe vor Ort. Die kann bei beiden Pilzen risikolos gemacht werden. Den Geschmack des Gallenröhrlings wird man noch eine ganze Weile bei seinem Pilzgang auf Zunge und Gaumen haben. So weiß man dann auch, was einen erwarten würde, wenn er in die Pfanne geriete. 


Foto: Ein Sommersteinpilz. Weil auch er eine intensive und tastbare Netzzeichnung hat, meist ebenfalls in Braun, ist er nicht ganz einfach vom Gallenröhrling zu unterscheiden. 


Da in den Grünanlagen auch viele Scheidenstreiflinge anzutreffen waren, habe ich einmal versucht, die Entwicklung in verschiedenen Schritten zu dokumentieren, das hatte ich Euch ja versprochen. Ich finde, das ist mir in drei Schritten gut gelungen. 

Alle Scheidenstreiflinge sind gute Speisepilze!

Schade, dass sie relativ zerbrechlich sind. 

Freundliche Grüße Euer Peter Rohland aus Leipzig."

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Foto: Schön sieht man bei diesen jungen Grauen Scheidenstreiflingen, dass ihr Stiel an der Basis von einer lappigen Hülle eingefasst wird, der Volva (Scheide). Graue Scheidenstreiflinge haben keine knollig verdickte Stielbasis, also keinen Wulst, wie ihn andere Scheidenstreiflinge haben.


Foto: Was hier, bei diesen zwei Exemplaren mittleren Alters, gut erkennbar ist: Der Stiel ist ringlos und mit markanten hellen Flöckchen besetzt. Weniger gut ist hier zu sehen, was ein wichtiges Merkmal aller Scheidenstreiflinge ist: der Hutrand ist sehr markant und relativ breit gerieft. 


Foto: Der hier aufgesprungene Stiel des Grauen Scheidenstreiflings ist hohl. (6 Fotos © Peter Rohland)







Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Die große Parade der Täublinge im Täublingsmonat August in den Leipziger Parks





Foto: Papageientäublinge (5 Fotos © Peter Rohland)


Peter Rohland schreibt am 10. August 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

gestern brachten mir die Leute erste einzelne Steinpilze und viele Gallenröhrlinge zur Pilzberatung. 

Ich fand gestern Mittag im Volkspark Kleinzschocher zwei Grüne Speisetäublinge.

In den Parkanlagen der Stadt Mengen an Hainbuchenraufußröhrlingen und Perlpilzen. Ich war heute um 7 Uhr nicht der Erste. Andere Sammler waren schon vor mir aktiv.

So beschränkte ich mich hauptsächlich auf das Fotografieren der schönen Täublinge.

Die fotografierten essbaren Pilze, ein halber Wassereimer voll, schenkte ich meiner Freundin Frau Tienelt, die sich sehr freute.

Freundliche Grüße Euer Peter Rohland aus Leipzig"

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Foto: Grüne Speisetäublinge


Foto: Braune Ledertäublinge


Foto: Ockerblättriger Zinnobertäubling


Foto: Blaugrüner Reiftäubling


Foto: Heringstäublinge


Leipzig: Jede Menge Pilze, der Knüller war ein Schwefelporling


Evi schreibt am 8. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

es gibt jede Menge Pilze in Leipzig. Habe an zwei Tagen eine Menge Netzstielige Hexenröhrlinge, Boviste, Nelkenschwindlinge und Champignons gefunden. Es reichte allemal für ein Abendessen, zum Trocknen und Einlegen.

Der Knüller war aber ein Schwefelporling, der ganze Baum war voll. Er ging grad noch zur Verwendung, habe die nur die weichen Teile wie ein Schnitzel paniert, sehr, sehr lecker! Den Rast habe ich eingelegt, mal schauen, wie das schmeckt. 

Viele Grüße Evi"

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