Pilzticker Sachsen 19:
Funde vom 04.06.2014 - 29.06.2014



Pilzticker Sachsen 19




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Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Der Fahle Röhrling hatte einen Bruder bekommen und die Entenfamilie half bei der Pilzlese





Foto: Der von der Trockenheit gezeichnete Fahle Röhrling (links) hatte binnen zwei Tagen einen kleinen Bruder bekommen. Sie sind ausgezeichnete Speisepilze. 



Pilzberater Peter Rohland schreibt am 29. Juni 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

musste doch heute wieder mal nach meinem zugedeckten Fahlen Röhrling schauen. Auf der Bank saß noch niemand und er hatte einen kleinen Bruder bekommen.


Anschließend ging es in den schönsten Park der Welt, den Mühlenpark in Leipzig-Großzschocher. Überall der Duft des über und über blühenden Echten Mädesüß. Viele Bienen haben da reichlich zu tun, siehe das Foto links. 

Hier fand ich zwei frische Schuppige Porlinge, die sich aber bei der Ernte voller Ameisen zeigten.

Am Teich traf ich dann eine Entenfamilie, die mir verriet, dass hinter der Esskastanie und der Eiche am Teich drei Heringstäublinge stünden. Familie Ente schwamm voran und zeigte mir haargenau den Weg.

Nach dem Fotografieren habe ich die Heringstäublinge zugedeckt, heißt, sie stehen noch. Danke liebe Enten, das nächste Mal bringe ich bestimmt ein paar Brötchenkrumen mit für Eure Dienste.

Einen schönen Sonntag wünschen Familie Ente und Peter Rohland aus Leipzig."

(3 Fotos © Peter Rohland)

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Foto rechts: Drei vermutlich Violette Heringstäublinge. Es gibt auch die Arten Grüner, Roter und Buchenheringstäubling. Sie sind milde, also essbare Hellockersporer, zählen sogar zu den Edeltäublingen. Sie riechen nach Heringslake; alle Täublinge, die danach riechen, sind gute Speisepilze. Der Geruch verliert sich beim Erhitzen. 






Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Über die Leiden des Pilzfreundes an der Parkbank und in den frühen Morgenstunden





Foto: Dem Fahlen Röhrling ist der Stress der heißen, trockenen Tage deutlich anzusehen. Sein Hut ist felderig aufgesprungen. (Foto © Peter Rohland)


Pilzberater Peter Rohland schreibt am 27. Juni 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

während Heike mit Ihren sensationellen Eichhasenfunden mehr Glück hatte, kann ich recht wenig vermelden.

Gestern habe ich im Tagebau Zwenkau zwei sehr alte Erbsenstreulinge gefunden. Heute zwei alte Flockenstielige Hexenröhrlinge in der Lindenallee in Grünau.

Einzige seit Wochen kontinuierlich fruktifizierende Dickröhrlingsart ist der Fahle Röhrling. Auf dem Foto oben sieht man ihm die Trockenheit deutlich an. Ich habe ihn zugedeckt. Am Montag wird er mindestens doppelt so groß sein.

Leider liegen manche Stellen - wie z. B. die vom Fahlen Röhrling und die der Sommersteinpilze - an hoch frequentierten Stellen. Meistens steht zum Ärger des Pilzfreundes auch noch eine Bank daneben. So bleibt einem nichts übrig, als möglichst früh zu fotografieren. Auch muss man die Pilze, sofern sie schon groß sind, mitnehmen, um die Stelle nicht preiszugeben.

Sonst findet man dann nur noch umgetretene Pilze oder die bekannten Schnippelspuren, die allen verraten, dass hier etwas Gutes wächst. Man macht die Leute nur noch neugieriger. Sie sind ja ohnehin ganz erpicht darauf zu erfahren, wonach man sich gerade bückt oder was man da fotografiert.

Für das Wochenende erwarte ich keine spektakulären Funde.

Freundliche Grüße, Euer Peter Rohland"

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Pilzwanderung mit Peter Rohland am Tag der Artenvielfalt




Liebe Pilzfreunde, 

am "Tag der Artenvielfalt" und der "GEO-Exkursionen" am Samstag, 14. Juni 2014, bietet Peter Rohland von 9 bis 11 Uhr im Auenwald Leipzig eine Pilzwanderung an.

Start ist an der Auwaldstation Leipzig, Schlossweg 11 (Lützschena). Die Teilnahme ist wie bei den vielen anderen Exkursionen an diesem Tag kostenlos.  In Leipzig steht dieser Exkursionstag unter dem Motto "Lebendige Luppe"

Über das gesamte Exkursionsprogramm erfahrt Ihr mehr auf der Seite Lebendige Luppe

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Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Leipzig: Der Tag der Röhrlingsparade versöhnte den Pilzberater nach einem tristen Wochenende





Foto: Röhrlingsparade! Wir sehen rechts zwei Fahle Röhrlinge, hinten zwei Flockenstielige und  links und vorne vier Netzstielige Hexenröhrlinge. Sie sind allesamt gute Speisepilze. 


Foto: Zwei prachtvolle Fahle Röhrlinge. Sie sind selten und essbar. Wer Glück hat, stößt auf ein ganzes Nest von ihnen - und sollte die Mehrzahl stehen lassen. Es sind schutzbedürftige Pilze. 


Pilzberater Peter Rohland schreibt am 12. Juni 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

nach dem frustrierenden Leipziger Pilzwochenende kam ich heute in 45 Minuten voll auf meine Kosten. In der gleichen Parkanlage, die am Wochende traurig pilzleer war, habe ich heute reichlich Netzstielige Hexenröhrlinge, den Flockenstieligen Hexenröhrling sowie den Taubentäubling und den vorzüglichen Fahlen Röhrling gefunden.

Ein kleiner Dickröhrling, der den kirschroten Hut hat, hatte ich im Feld zunächst für den Glattstieligen Hexenröhrling gehalten, er ist aber ein Netzstieliger. Man sieht nämlich bei Vergrößerung deutlich die Netzzeichnung, außerdem ist die Stielbasis nicht orangegelb.

So macht die Fotopilzexkursion endlich wieder Spass!

Ich werde die Pilze kühlen und am Sonnabend zu meiner Pilzwanderung in die Auewaldstation mitnehmen. Mal sehen, was ich morgen noch an anderen Raritäten eintreiben kann. Endlich macht das Pilzleben wieder Spaß!

Bis bald mit freundlichen Euer Peter Rohland"

(3 Fotos © Peter Rohland)

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Foto: Taubentäublinge, schön erkennbar an ihrem charakteristischen Taubenblaugrau. Die Mitte in deutlich heller. Die Art zeichnet sich durch große Variationsfreude aus; häufig bildet sie auch weit hellere Pilze, die nicht selten nur schwer bestimmbar sind. Die Hutmitte ist meist blasser. Taubentäublinge sind essbar. 


Pilzberater Peter Rohland auf Tour

Die Schwärzenden Saftlinge grüßten im leuchtenden orangefarbigen Kleid





Foto: Da liegen sie, da stehen sie, die Schwärzenden Saftlinge, und zwar in kraftvollem Orange. Nicht lange, und sie werden sich von der Stielbasis her pechschwarz einfärben. (Foto © Peter Rohland)


Pilzberater Peter Rohland schreibt am 4. Juni 2014:

"Hallo Ihr Lieben,

ich war heute mal auf der Saftlingswiese im Westen Leipzigs schauen. Dort begrüßten mich unzählige Schwärzende Saftlinge. Sie sind schwach giftig. Alle Saftlinge stehen in Deutschland unter Naturschutz.

Bis bald, Euer Peter Rohland aus Leipzig."

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