Pilzticker RP 35 (Rheinland-Pfalz 35):
Funde vom 19.02.2017 - 06.06.2017



Pilzticker RP 35




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Der Regen weckt die Hoffnung auf noch besseres Sommersteinpilz-Wachstum im herrlichen Nahe-Land


Foto: Ein Sommersteinpilz mit wohlgenährtem Dickbauch macht es sich in einer Mulde bequem. Bis Olli kam...

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Margit und Olli schreiben am 6. Juni 2017:

»Viele Grüße von Margit und Olli aus dem schönen Nahe-Land, genauer gesagt aus der Nähe der Kurstadt Bad Münster am Stein Ebernburg.

Seit gestern Nachmittag um 17 Uhr bis heute Morgen um 7 Uhr hat es in unserer Gegend fast ununterbrochen stark geregnet; gute Voraussetzungen für Pilzwachstum.

Am frühen Nachmittag entschloss ich mich, einen Mischwald aufzusuchen, in dem überwiegend Eichen stehen. Zwischen den Bäumen wachsen viele Moosbüschel, der Boden ist stark kalkhaltig. Die Sommersteinpilze finde ich ausschließlich in den steilen Hängen, in denen es viele Felsvorsprünge und sonstiges Gestein gibt. 


Foto: Zwei knackige Sommersteinpilz-Kumpel am Steilhang des lichten Mischwaldes, den hauptsächlich Eichen bewachsen.

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Hier dringt, besonders um die Mittagszeit, viel Sonnenlicht in den Wald ein, das mögen die Steinpilze. Am liebsten aber, das ist jedenfalls mein Eindruck, wachsen sie im Halbschatten.Im Schatten gedeihen nur wenige.

Heute habe ich einige besonders knackige Exemplare gefunden und abgelichtet. An Massenaufkommen fehlt es allerdings noch, was nachvollziehbar ist, weil es längere Zeit nicht geregnet hat. Nach meiner mehrjährigen Beobachtung wachsen die Pilze meist eine Woche nach ausgiebigen Regenfällen. Das weckt Hoffnung auf das nächste Wochenende.


Foto: Wenn man genau hinsieht, erkennt man bei diesem Sommersteinpilz, dass die Huthaut in feinem Muster aufgesprungen ist, Auswirkung der Sonneneinstrahlung. Das ist häufig der Fall bei dieser Sonne und Wärme liebenden Pilzart.


Ab und zu fand ich auch Täublinge, die uns aber nicht so gut schmecken.

Das war es vorerst wieder aus den Pilzgebieten im herrlichen Nahe-Land. 

Liebe Grüße von Margit und Oliver«

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Foto: Ein schon etwas größerer und älterer Edulis aestivalis, wie der botanische Name der Sommersteinpilze lautet. (4 Fotos © Olli Lindemann)





Wer in den Sommersteinpilzwäldern der Nordpfalz erfolgreich sein will, muss flink sein


Foto: Es hätten für Julia und Tobi viel mehr Sommersteinpilze sein können, doch leider waren sie überwiegend schon hinüber. Dafür zeigte sich der riesige Hexenröhrling in bester Verfassung. (Foto © Julia)

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Julia und Tobi schreiben am 4. Juni 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem unsere letzten Pilzgänge vor 2 Wochen bei Feilbingert leider von Trockenheit und zur Hälfte verwurmten Sommersteinpilzen gezeichnet waren, fanden wir dafür heute nach einem kurzen Pilzgang ein paar Sommersteinpilze, an denen sich noch kein Wurm zu schaffen gemacht hatte.

Nun hoffen wir, der Regen lässt endlich wie gewohnt unsere Sommersteinpilze wachsen. Ausserdem wuchsen zu unserer Freude Pfifferlinge, Birkenpilze und ein besonders großer Hexenröhrling. Viele bereits verweste Sommersteinpilze ließen wir stehen, damit sie sich aussporen können

Leider konnten wir von unseren letzten Funden keine Fotos machen, weil uns die Kamera im Stich gelassen hatte.

Beste Grüße, Julia und Tobi aus den Sommersteinpilzwäldern der Nordpfalz«

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Herrliche Sommersteinpilze mit Penicillin gegen die hartnäckige Grippe


Foto: Man kann sich an ihnen gerade zu Saisonbeginn nicht satt sehen: Ein wunderschöner Sommersteinpilz, der schon ungeduldig auf Ollis Messer wartete.

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Foto: Welch eine Ausbeute an knackigen Sommersteinpilzen! Für Margit und Olli hat damit die Röhrlingssaison eindrucksvoll und vielversprechend begonnen. (Foto © Margit Lindemann)


Margit und Olli schreiben am 31. Mai 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder im Wald, um frische Luft zu schnappen. Leider sind Margit und ich immer noch durch die Grippe geschwächt, deshalb konnte ich nur kurz im Wald bleiben, jedoch mit einem aussagekräftigen Ergebnis, was, so hoffe ich, die Bilder mit herlichen  Sommersteinpilzen bestätigen. Vor zwei Tagen waren starke Gewitter über Rheinland-Pfalz gezogen, beste Voraussetzungen für Pilzwachstum.

Margit hat meinen Gesamtfund anschließend noch in der Blechschüssel präsentiert. Bekommt man da nicht Appetit? Vor allen Dingen liefern uns die Pilze natürliches Penicillin gegen die mehr als lästige Grippe, und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Bis bald! Viele Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe Land!«


Foto: Hier haben sich zwei Aestivalis-Kumpel zusammengetan. Aber auch sie konnten gegen Ollis scharfkantiges Pilzmesser nichts bestellen.


Foto: Und weil's so schön war, kommt dieser knubbelige Geselle auch noch zu Internet-Ehren. (3 Fotos © Oliver Lindemann)





Hurra! Die ersten Sommersteinpilze 2017 sind da! Oliver aus dem Nahe-Land hat sie gefunden


Foto: Applaus, Applaus! Es ist der erste dieses Jahres! Noch etwas blässlich und verschüchtert zeigt sich der erste Sommersteinpilz 2017. Oliver hat ihn trotz Grippe, ausnahmsweise aber ohne seine Margit, im Nahe-Land gefunden. (Foto © Oliver Lindemann)

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Oliver schreibt am 25. Mai 2017:

»Sei gegrüßt Heinz Wilhelm,

und zwar vom gesundheitlich leider angeschlagenen Pilzsuchteam Margit und Olli aus Rheinland-Pfalz.

Seit einer Woche plagt mich ein grippaler Infekt, und nun hat es auch Margit erwischt.

Heute wagte ich mich aus dem Bett und ging in einen nahe gelegenen Wald, um frische Luft zu schnappen. Obwohl noch arg geschwächt, erlaubte ich mir einen kurzen Abstecher zu den Hängen, die schon in Kürze, wie ich hoffe, gute Erträge an Sommersteinpilzen liefern werden.

Nach einem kurzen Abstieg fand ich zwei noch sehr junge Sommersteinpilze, von denen ich ein Exemplar für den Pilzticker abgelichtet habe.

Der Waldboden hier in der südwestlichen Pfalz ist noch relativ trocken, deshalb hoffe ich auf noch mehr Regen innerhalb der nächsten 2 Wochen. Dann dürfte es hier so richtig losgehen.

Alles Gute noch, Heinz Wilhelm, und allen anderen Pilzfreunden!«

Lieber Olli, liebe Margit,

herzlichen Glückwunsch zu Euerm Steinpilz-Erstfund in diesem Jahr! Und Euch beiden baldige gute Besserung, damit die herrlichen Sommersteinpilze der nächsten Tage und Wochen nicht umsonst wachsen!

Viele Grüße Heinz-Wilhelm


Bad Kreuznach: Und immer noch zeigen sich die Austernpilze in herrlichen Büscheln


2 Fotos: Die Austernseitlinge im Rheingrafenwald zeigten sich in prächtigen Büscheln, egal ob im Moos wie hier oder ob am verrottenden Baumstamm wie auf dem zweiten Bild. (2 Fotos © Margit Lindemann)

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Margit und Olli schreiben am 26. Februar 2017:

»Hallo Heinz Wilhelm,

heute Nachmittag war das Wetter nahezu ideal zum Pilze sammeln im schönen Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach. Wir hatten einen wolkenlosen Himmel und die Temperatur stieg auf angenehme 14 Grad Celsius. In den Wäldern wimmelte es nur so von Spaziergängern, die aber sichtlich nicht auf Pilzsuche waren.

Wir besuchten einen Mischwald mit vielen umgestürzten Bäumen, darunter auch einige Rotbuchen. An einem zersägten Baum wuchsen einige herrliche Büschel Austernseitlinge, von denen Margit einige Fotos für den Pilzticker knipste.

Was mir auffiel ist, dass an allen Bäumen, die ich bereits beim ersten Schub im vergangenen Jahr besucht hatte, auch jetzt zeitgleich Austernseitlinge wachsen. Es ist schade, dass ich im Moment kaum Zeit finde, einmal im Soonwald zu suchen, denn ich vermute, dass dort ebenfalls jede Menge Austernpilze nachwachsen.

Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«





Das Ende von Frost und Schnee lässt die Austernpilze schon wieder wachsen


Foto: Kaum haben sich Frost und Schnee verdrückt, da sind sie auch schon wieder da, die herrlichsten Austernseitlinge. (Foto © Olli Lindemann)

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Margit und Olli schreiben am 19. Februar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Nachmittag schaute ich nach meinem Sonntagsnachmittagjogging an der alten Pappel an der »Sautränke« bei Feilbingert vorbei. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass dort nach Frost und Schnee noch einmal Austernseitlinge nachgewachsen sein könnten.

Und tatsächlich brachte der treue alte Stumpf nochmals herrliche Pilze hervor, die ich gerne für den Pilzticker fotografiert habe.

Viele Grüße auch von Margit«

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