Pilzticker RP 18 (Rheinland-Pfalz 18):
Funde vom 08.11.2014 - 12.12.2014



Pilzticker RP 18




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Kuhberg: Das letzte Tageslicht gab noch herrliche Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und Trompetenpfifferlinge preis


Foto: Zwei Tage vor dem 3. Advent haben Margit und Olli im fast schon finstern Kuhberg bei Bad Kreuznach diese Trompetenpfifferlinge, Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze gefunden.


Margit und Olli schreiben am 12. Dezember 2014:

"Servus Heinz-Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit haben die letzte helle Stunde des heutigen Tages genutzt, um noch in den Mischwäldern des Kuhberges trotz heftigen Windes leckere Speisepilze zu finden.

Am Anfang dieser Woche war es ziemlich kalt, dann sehr regnerisch und zur Wochenmitte etwas milder in unseren Gefilden. So fragten wir uns, ob die Pilzarten, die wir letztes Wochenende fanden, wohl noch wachsen würden.

Im bereits dunkelnden Nadelwald suchten wir nicht, dafür drängte die Zeit zu sehr. Eher hofften wir auf einen Glücksfund im tiefen Laub des Buchenwaldes. Und so sollte es zu unserer Freude auch kommen! 


Foto: Die Leuchtkraft der Pfifferlinge in den matten graubraunen Einheitsfarben des fast winterlichen Waldes ist beeindruckend. Aber auch, dass sie um diese späte Zeit immer noch nachwachsen!



Gleich zu Anfang zeigten sich uns mehrere Pfifferlinge. Viel markanter als im Sommer oder Herbst leuchten sie in ihrem kräftigen Gelb aus den matten Farben des tristen Beinahe-Winterwaldes heraus. Nach einigen hundert Metern entdeckten wir die zu erwartenden Trompetenpfifferlinge. Und bald darauf folgten noch junge Semmelstoppelpilze. Sogar ein noch relativ junger Hexenröhrling, von hungrigen Schnecken leider schon zerfleddert, machte uns seine Aufwartung. 

Unser gesamter Pilzfund füllte Margits bekannten roten Korb zu etwa drei Vierteln. Den Gesamtfund an Pilzen fotografierte Margit dieses Mal mangels Licht nicht mehr im Wald, sondern zuhause in einer Glasschale.

Trotz schwieriger Lichtverhältnisse sind Margit noch einige schöne Fotos für den Pilzticker gelungen.


Foto: Auch die guten Semmelstoppelpilze halten sich noch so kurz vor dem 3. Advent. Die Nachwehen des fast überall starken Pilzjahres sind noch spürbar.

Pilzticker RP 18


Demnächst werden wir, so hoffen wir, den begehrten Austernseitling in seinen Gebieten aufspüren, um ihn, wie schon im vergangenen Jahr, mit der Schubstange zum Herunterpurzeln zu ermuntern. Ha, wir freuen uns schon auf diese Einsätze!

Wir wünschen Dir, Heinz Wilhelm, und allen Pilzfreunden alles Gute!"

Pilz-Ticker-RP

Liebe Margit, lieber Olli,

vielen Dank für Euern für die fortgeschrittene Adventszeit bemerkenswerten Bericht! Es ist immer wieder informativ und hoch unterhaltsam, die lebhaften Schilderungen Eurer Pilzgänge lesen zu können! Ich spreche hier für alle Pilzfreunde!

Noch eine schöne Vorweihnachtszeit und herrliche Austernpilz-Funde wünscht Euch, mit besten Grüßen, Heinz-Wilhelm

Pilzticker RP 18


Foto: Die Trompetenpfifferlinge, mit denen um diese Jahreszeit noch am ehesten zu rechnen ist, durften natürlich nicht fehlen in der Sammlung vom 12. Dezember. In beachtlicher Größe wachsen sie immer noch recht üppig. (4 Fotos © Margit Lindemann)



Kuhberg: Mit den Wildschweinen die Pfifferlinge um die Wette gesucht


Foto: Ein beachtlicher Berg von Speisepilzen türmt sich im Moos. Margit und Olli finden immer noch gute Pilze, fast wie Anfang November.


Margit und Olli schreiben am 6. Dezember 2014:

"Hallo Heinz Wilhelm, es grüßen Dich Margit und Olli.

Am heutigen Nachmittag waren wir wieder auf unserem geliebten Kuhberg bei Bad Kreuznach Pilze suchen.

Unsere Erwartung war nicht groß, es war mehr eine Hoffnung. Nach einer auskurierten Erkältung gibt es doch nichts Besseres als eine erholsame Pilzwanderung in den Wäldern, sei es auch kalt und feucht. Die Freude über einen ertragreichen Fund an der frischen Luft stärkt nur das Immunsystem, davon bin ich überzeugt.

Bevor wir mit dem Auto den Gipfel des Kuhberges mit seinem Waldparkplatz erreicht hatten, überquerte eine muntere Rotte von mindestens zehn Wildschweinen, angeführt von drei Bachen und ihren Frischlingen, unseren Weg und rannte schnurstracks genau in unser Pilzgebiet.


Foto: Schönste Pfifferlinge leuchten noch aus dem Buchenlaub - und das am 6. Dezember. Was ist das für ein Pilzjahr. 







Mit der Konkurrenz der Wildschweine konzentrierte sich unsere Suche auf Pilze, die frostigen Nächten und Schnee widerstehen. Zu unserem Erstaunen fanden wir mehrere echte Pfifferlinge, die nicht hierzu zählen. Viele teils riesige Trompetenpfifferlinge füllten unsere Körbchen. Auch junge, feste Semmelstoppelpilze entdeckten wir im hohen Laub der Rotbuchen. Einen Hexenröhrling und zwei Rotfußröhrlinge fand ich am Waldrand.

Es war ein sehr ertragreicher Fund, wie der abgelichtete Berg Pilze es verdeutlicht. Margit hatte trotz der Kälte und kalten Füßen ihre Freude an den Fotos, die sie für den Pilzticker knipste.

Das war es für heute. Dann wünschen wir Dir und allen anderen Pilzfreunden noch alles Gute.

Bis zum nächsten Mal!"

Pilzticker RP 18


Foto: Die Trompetenpfifferlinge (oben) waren zum Teil riesig. Sie wachsen auf dem Kuhberg nach wie vor zahlreich. (3 Fotos © Margit Lindemann)







Kuhberg bei Bad Kreuznach: Die Semmelstoppelpilze verkriechen sich nach dem erstem Frost in den dicken Laubteppich

Mit Fotos von Margit Lindemann


Foto: Der bekannte rötliche Korb von Margit ist bis oben hin gefüllt, der Wäschekorb hingegen nicht mehr ganz so voll. Alles in allem aber ist diese Lese guter später Speisepilze doch mehr als beachtlich.

Pilzticker RP 18


Margit und Olli schreiben am 8. November 2014:

"Servus Heinz-Wilhelm vom Pilzsucher-Team Nahe-Land!

Bei unserer heutigen Suche nach Pilzen auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach stießen Margit und ich in einem Buchenwald auf unsere begehrten Trompetenpfifferlinge. Es waren wieder herrliche Exemplare in überdurchschnittlicher Größe und von allerbester Qualität.

Die leckeren Semmelstoppelpilze ließen sich heute schwerer finden, als es letzte Woche der Fall war. Lag es am frostigen Freitag? Fast scheint es, als würden ihnen kältere Nächte weniger behagen.


Foto: Trompetenpfifferlinge gehören fast jedes Jahr zur Spätlese. Am Kuhberg werden sie, wie man sieht, besonders groß und kräftig.

Pilzticker RP 18


Es kam mir in den Sinn, dass es auf dem Kuhberg Waldabschnitte mit höherer Laubschicht gibt. Ob sie sich in diesem wärmenden Flor länger halten würden? So dachten wir, überprüften es - und kamen ihnen tatsächlich auf die Schliche.

Hin und wieder entdeckten wir vereinzelt leicht lädierte Hexenröhrlinge, die sich im Gewusel der Trompetenpfifferlinge zwischen dem Laub des Buchenwaldes versteckten.

Margit erntete sogar noch einige echte Pfifferlinge - und das im November! Das kommt gewiss auch nur in größeren Jahresabständen vor.


Foto: Es gibt selten ein Pilzjahr, in dem die Pfifferlinge bis deutlich in den November hinein durchhalten. Am ehesten kann man es in Wäldern der Weinregionen beobachten, also in sonnenbegünstigten Gebieten.


Zum Abschluss unserer Pilzwanderung entdeckten wir noch einen stattlichen Parasolpilz.

Margit hat erneut einige Fotos für die Pilzfreunde des Pilztickers geschossen. Viel Freude beim Anschauen!

Alles Gute und bis zum nächsten Mal

Margit und Olli"

Pilzticker RP 18


Foto: Ob es die letzte Parasole für dieses Jahr ist? Fast überall haben sie sich inzwischen aus den Wäldern und von den Wiesen verabschiedet. (4 Fotos © Margit Lindemann)


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