Pilzticker RP 13 (Rheinland-Pfalz 13):
Funde vom 05.08.2014 - 12.08.2014



Pilzticker RP 13



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In den magischen Wäldern der Nahe fahren die Pilze fort mit ihrem märchenhaften Auftritt

Fotos von Margit Lindemann


Foto: Dieses Prachtexemplar macht seiner Zugehörigkeit zu den Dickröhrlingen alle Ehre. Ja, Dickröhrlinge sind die Gattung, der die Steinpilze angehören. Dieser hier hat's wörtlich genommen. 



Margit und Oliver schreiben am 12. August 2014:

"Es grüßen Dich, Heinz Wilhelm, Margit und Olli aus dem Nahe-Land.

Da wir gerade Urlaub haben und das Wetter mit nächtlichem Regen und ansonsten Sonnenschein für Mensch und Pilz prima ist, hält uns nichts mehr zurück. Fast täglich bergen wir die kostbaren Schätze des Waldes.

Im Fichtenwald stehen massenweise herrliche Steinpilze, ob auf den Nadelkissen oder im wassergesättigten Moos. Margit fand sogar an zwei verschiedenen Stellen im Nadelwald herrliche junge Pfifferlinge.

Es gesellten sich auch jede Menge samtige Maronenröhrlinge hinzu, bestens geeignet für eine schöne Mischpilzpfanne. Zu meinem Erstaunen entdeckten wir im selben Gebiet Parasolen mit geöffnetem Schirm; kein Wunder bei dem Regen in letzter Zeit, haha.

Pilzticker RP 13


Foto: Auch die Maronenröhrlinge, die oftmals erst im Herbst oder gar Spätherbst auftreten, standen bereits prächtig in Moos und Nadelstreu. 


Das war aber noch nicht der Schluss, denn junge, knackige Fichtenreizker verschwanden auch noch in unseren Körben. Viele bunte Täublinge kreuzten unseren Weg, auch Perlpilze sahen wir immer wieder.

Wir haben dieses Mal ein Foto geschossen, das einen der ungeliebten Gallenröhrlinge direkt neben einem Steinpilz zeigt.


Foto: Ein schönes Beispiel für die Tücken in der Pilzwelt liefert dieses Foto. Es zeigt einen Steinpilz (links) und unmittelbar daneben einen Gallenröhrling (rechts). Besonders Anfängern rutscht so ein unwillkommenes Exemplar schon mal in den Pilzkorb durch. 




Auf dem Heimweg machten wir noch einen kurzen Abstecher in einen uns vertrauten Eichenwald. Und siehe da, auch dort gab es noch herrliche Steinpilze und Eichenrotkappen zu ernten.

Wir hoffen, dass Dir und allen Pilzfreunden unsere Bilder wieder Freude bereiten.

Alles Gute von Olli und Margit"

Blau = Ungenießbar

Pilzticker RP 13


Foto rechts: Eine prächtige Eichenrotkappe musste auch noch her. Margit und Olli fanden sie auf dem Heimweg in einem ihnen gut bekannten Eichenwald. 




Nahe-Land: Im federnden Moos der neu entdeckten Wälder standen die Steinpilze wie im Märchen

Mit Fotos von Margit Lindemann


Foto: Margit hat sich hier, wie so oft, in die Perspektive der herrlichen Steinpilze begeben - und hat aus deren Sicht die nicht minder herrliche Waldkulisse mit aufgenommen. 

Pilzticker RP 13







Margit und Olli schreiben am 11. August 2014:

"Hallo Heinz Wilhelm,

Margit und ich fanden dank des Tipps eines guten Freundes ein neues, ausgesprochen ertrag- und artenreiches Pilzrevier. Es besteht aus verschiedenen Waldarten, die von Bächen und wässrigen Gräben durchzogen werden und somit gut durchfeuchtet sind. Unter alten Nadelbäumen begünstigen weiche Moos- und Nadelteppiche, die wie Federkissen wirken, ein gutes Hervorkommen der Pilze. 

Diese Nadelwälder waren voll von Steinpilzen. Aber Vorsicht! Unzählige schön gewachsene Gallenröhrlinge gaben sich immer wieder als Steinpilze aus; es gehört einige Erfahrung dazu, dass man diese verwünschten Doppelgänger an ihren rosa Röhren erkennt.

Wie es der Zufall wollte, fanden wir doch tatsächlich zwei herrlich anzusehende Vierlinge: einmal Gallenröhrlinge, das andere Mal Steinpilze. Die Fotos dieser originellen Vierlinge mögen den Pilzfreunden die Unterschiede zwischen beiden zeigen. 


Foto: Vorsicht! Was uns hier so dekorativ schöne Sommersteinpilze vortäuscht, sind in Wirklichkeit Gallenröhrlinge. Und das gleich im Vierer-Pack. Sie vermiesen mit ihrer Gallenbitterkeit das gesamte Pilzgericht. Wer sie in der Pfanne hat, kann alles nur noch wegschmeißen.


Foto: Zum Vergleich Steinpilz-Vierlinge. Herrlich steht die Familie da in Nadelstreu und Moos. Bei ihrem Anblick wird uns gleich viel wohler. 


In einem kleinen lichten Buchenwald fanden wir gleich 2,5 Kilo große, intensiv gelb leuchtende Pfifferlinge. Es dürften Samtige Pfifferlinge (Cantharellus friesii) gewesen sein, dafür sprach ihr gekerbter, flatterig-dünner Hutrand.

Wir fanden auch relativ viele Goldröhrlinge und Fichtenreizker. Im Birkenwald standen junge knackige Birkenpilze. Die ersten Fliegenpilze entdeckten wir im Nadelgehölz, vielleicht die ersten Anzeichen des heranrückenden Herbstes?


Foto: Sie dürften Samtige Pfifferlinge sein. Sie haben einen gekerbten, dünnen, flatterigen Hutrand. Ihre Farbe reicht von leuchtend Gelb bis ins kräftige Orange. Cantharellus friesii ist eine von elf in Europa vorkommenden Pfifferlingsarten. (4 Fotos © Margit L.)


Die herrlichsten Steinpilze fanden sich nahezu in allen Wäldern, außer im Birkenwald. Das Schöne ist, dass durch den vielen Regen der letzten Wochen die Moosteppiche unzählige Pilze hervorbringen. Ein wirklich schöner Pilzsommer!

Margit hat wieder einige schöne Bilder aus den Wäldern von Rheinland-Pfalz für den Pilzticker mitgebracht.

Viele Grüße - und bis bald! Olli und Margit"

Pilzticker RP 13


Die Wälder an den Nahe-Weinbergen geben alles: Majestätische Steinpilze, herrliche Ziegenlippen und noch viel mehr

Mit Fotos von Margit Lindemann


Foto: Man kann sich an solchen Bildern beinahe gar nicht satt sehen. Er thront, wie man sieht, aber allen und allem, der herrliche Steinpilz. 

Pilzticker RP 13







Foto: Herrliche Pilze in herrlicher Landschaft. So schön ist die Wald- und Weingegend an der Nahe. In Bingen fließt sie nach 125 Kilometern in den Rhein. Weinberge und pilzstarke Wälder bekränzen den Fluss. 




Margit und Olli schreiben am 5. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Margit und mich hatte heute wieder das Pilzentdeckungsfieber gepackt. Es hatte auch gestern wieder kräftig geregnet und so beschlossen wir, in die umliegenden Wälder von Bad Sobernheim zu fahren um dort knackige Pfifferlinge zu finden.

Wir entschieden uns für einen höher gelegenen Wald mit angrenzenden Weinbergen. Der Pfifferlingsfund fiel etwas spärlich aus, aber die Qualität zur Zubereitung einer Mischpilzpfanne erhielt letztendlich das Prädikat "ausgezeichnet".

Die Ernte der mir besonders lecker schmeckenden Ziegenlippen fiel großartig aus, sowohl in der Menge als auch in der Güte. Sie waren knackig und leuchteten an der Unterseite hellgelb, was allerbesten Genuss garantiert. Außerdem fanden wir noch Parasolen mit geöffnetem Schirm und jede Menge Täublinge, ob grün, gelb oder rot.

Natürlich durfte der Herr aller Pilze, der gute Steinpilz, nicht in unserer illustren Sammlung fehlen. Und wir fanden ihn in märchenhaften Prachtexemplaren, von denen die Fotos Zeugnis geben mögen. 

Pilzticker RP 13


Foto: Und weil's so schön war, zeigen wir gleich noch einen von diesen paradiesischen Herrenpilzen, die Margit und Olli fanden. 


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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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