Pilzticker NRW 26:
Funde vom 22.09.2017 - 25.09.2017



Pilzticker NRW 26




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker




Remscheid: Kai entdeckte ein regelrechtes Zuchtbeet mit über 60 Rotkappen


Foto: An diesen Fund in der Nähe von Remscheid wird Kai wohl noch oft zurückdenken. Neben vielen Steinpilzen fand er u.a. 60 Rotkappen, alle an einer Stelle. (2 Fotos © Kai)

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Kai schreibt am 25. September 2017:

»Hallo Pilzfeunde !

am Sonntag habe ich einen herrlichen Pilzfund gemacht. Nachdem unser Körbchen  mit Steinpilzen und Maronenröhrlingen bereits gut gefüllt war, kamen meine Frau und ich an eine Stelle, an der über 60 Rotkappen auf uns warteten.

Leider bin ich aber nicht der beste Fotograf. Aber diese Fotos muß ich einfach senden!

Der Kai aus Remscheid«


Foto: Ein regelrechtes Beet von Rotkappen hat Kai entdeckt. Über 60 Exemplare drängelten sich auf engem Raum. Ein seltener Anblick!

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Niederrhein: Nach der Wiederentdeckung der Parasole wünscht sich Wulf nun eine Riesenbovist


Foto: 40 Jahre lang hatte Wulf keine Parasole mehr gefunden. Am Wolfssee am Niederrhein wurde das Dilemma mit gleich 20 Stück beendet. Nun erhofft er sich einen Riesenbovist. (Foto © Wulf)

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Wulf schreibt am 25. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

gestern Mittag habe ich gleich eine doppelte Premiere erlebt. Nach einer einstündigen Orientierungsfahrt rund um den Wolfssee am Niederrhein habe ich ein Waldgebiet gefunden, das mir viel versprechend erschien.

Dort habe ich zum erstenmal außerhalb des Sauerlandes Beute gemacht und zum ersten Mal seit über 40 Jahren Riesenschirmlinge gefunden. Über 20 an der Zahl. Die größeren Exemplare haben wir paniert und in der Pfanne gebraten, noch geschlossene Hüte wurden mit Spinat gefüllt, im Backofen gegart und mit Parmesan überbacken. Sie waren köstlich!

Außerdem habe ich knapp zwei Dutzend schöne, teilweise große Steinpilze gefunden. Wie von Dir erwartet, waren sie wegen der kühlen Temperaturen festfleischig und weitgehend frei von Schnecken und Maden.

Ich hoffe, das Wetter spielt noch eine Zeit lang mit, so dass ich mich in dem neuen Gebiet noch besser orientieren und Neues finden kann. Auf meiner Wunschliste ganz oben steht ein Riesenbovist, und fette, ebene Böden gibt es am Niederrhein ja reichlich.

Liebe Grüße, Wulf von Haranni Eclo«

Hallo Wulf,

Riesenboviste wachsen auf stickstoffhaltigen Böden - genau wie Brennesseln. Wo Brennesseln wachsen, können generell auch Riesenboviste wachsen.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Roland kann sich auf den Pilzticker verlassen und freut sich über einen guten Fund im Arnsberger Wald

Roland schreibt am 24. September 2017:

»Ich schaue schon lange in den Pilzticker NRW. Es hat immer gut funktioniert und bin nie mit leerem Korb aus dem Wald gekommen, was ärgerlich wäre, da ich stets 50 Kilometer fahren muss. Jetzt möchte ich auch mal einen kleinen Beitrag leisten.

Ich war heute im Arnsberger Wald und habe eine große Menge Pilze gefunden: Steinpilze, Pfifferlinge und Maronen. Es lohnt sich zurzeit wirklich.

Liebe Grüße Roland«

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Der Wechsel über die Landesgrenze füllte Angelikas Teller


Foto: Auf dem linken Teller tummeln sich auch einige Rotfußröhrlinge, ansonsten sehen wir viele Maronen. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 24. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

heute habe ich trotz Erkältung mal die Landesgrenze gewechselt und bin von Niedersachsen nach NRW, um in den Wäldern um Halen bei Westerkappeln Pilze zu suchen.

Mein Ergebnis nach zwei Stunden waren viele Maronen unterschiedlichen Alters und einige Rotfußröhrlinge.

Bei meinem Pilzgang, den ich erst um 16 Uhr begann, habe ich ein nettes Ehepaar getroffen. Deutsch-Russen, gebürtig  aus Sibirien. Wir haben uns gegenseitig unsere Pilzfunde gezeigt. Die beiden hatten Steinpilze gefunden und viele Pilze im Korb, die ich nicht kenne.

Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen mit  osteuropäischer Herkunft sehr umfangreiche Pilzkenntnisse haben. Vielleicht liegt es daran, dass in diesen Ländern Waldpilze noch eine hohe Bedeutung als Nahrungsmittel haben und dass Umweltbelastungen, die sich auf Pilzen niederschlagen, kaum eine Rolle spielen. 

Demgegenüber ist bei uns in Deutschland die Pilzsuche doch eher ein Hobby und hat mehr mit Küchenfreuden und Genuss zu tun.  

Verschnupfte Grüße aus Wallenhorst im Landkreis Osnabrück, Angelika«

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Bergneustadt: Das mühselige Klauben der Pilze in hingerafften Baum- und Astgut


Foto: Ausgezeichnete Ausbeute machte Wulf in seinem Lieblingswald bei Bergneustadt. Und das, obwohl die Jungfichten kreuz und quer lagen. (Foto © Wulf)

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Wulf schreibt am 23. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

heute habe ich mein neues Lieblingswäldchen in Bergneustadt aufgesucht. Dort sah es aus, als ob ein Riese Mikado gespielt hätte, und zwar mit Bäumen. Jede zweite Jungfichte war gefällt worden und mehr als vier Dutzend Bäume lagen kreuz und quer in dem kleinen Areal herum.

Entsprechend schwierig war die Suche im Halbdunkel. Zwischen den Zweigen, Ästen und Stämmen klaubte ich in einer halben Stunde rund 25 schöne kernige Steinpilze hervor. Im Mischwald hinter meinem Hotspot fanden sich dann noch über 50 kernige Maronen. Allesamt dickstielig und festfleischig.

Auf dem Rückweg habe ich noch einen Abstecher in mein altes Revier bei Lüdenscheid gemacht. Dort fand ich einige echte Pfifferlinge, mehrere Dutzend Gelbstielige Trompetenpfifferlinge und Trompetenpfifferlinge. Diese wurden getrocknet und zu Pilzpulver vermahlen. Die zahlreichen Rotfußröhrlinge habe ich stehen gelassen, sie sind mir als Speisepilz zu minderwertig.  

Morgen werde ich, so wie es Wölfe nun mal tun, mein Jagdrevier ausweiten und mal in eine ganz neue Richtung aufbrechen, nach Westen. Auch am Niederrhein soll es sehr schöne Ecken mit Pilzen geben. Die möchte ich mal erkunden. Ich werde berichten.

Liebe Grüße,  Wulf von Haranni Eclo«

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Nettetal: 160 stehen gelassene Steinpilze warteten schon in Spitzenqualität auf Beatrice und Jürgen


Foto: Fast alle diese Steinpilze hatten Beatrice und Jürgen Mitte der Woche - noch jung und klein - stehen gelassen. Zu ihrer Freude hatte sie kein Konkurrent entdeckt. So konnte Samstagfrüh zur großen Ernte geschritten werden.


Beatrice und Jürgen schreiben am 23. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wird sind heute früh gegen 7:30 Uhr in unseren Wald bei Nettetal gefahren, um zu prüfen, was von den von uns Mitte der Wochen stehen gelassenen Pilzen übrig geblieben war. Kurzum: alles.

Mit ca. 160 Steinpilzen sind wir dann wieder nach Haus gefahren. Der Wald quillt momentan über vor Pilzen. Wir hätten noch jede Menge Birkenpilze, Maronen, Frauentäublinge, Parasole, Perlpilze usw. mitnehmen können. Doch wohin mit all den Pilzen?!

Etwa die Hälfte werden wir verschenken, einen Teil des Restes trocknen. Und natürlich werden wir ein schönes frisches Pilzrisotto zubereiten.

Morgen früh geht's dann wieder raus - diesmal mit den Hunden.

Wir wünschen allen anderen ähnliche Funde und ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«


Foto: Diese Größe war typisch für das Gros der gesammelten Steinpilze. Jung, knackig, fest ist er, der kleine Kraftprotz.


Foto: Wollen wir diesen schönen Perlpilz nicht vergessen. Denn viele andere Pilze gab es neben den Steinpilzen auch noch. Sie blieben alle im Wald. »Wohin damit?« fragt Jürgen. Da sind einem Steinpilze dann doch näher. (3 Fotos © Jürgen)





Voreifel: Nach dem frühen Rückschlag gab Martin nicht auf - und fand 60 Steinpilze


Foto: Wie gut, dass Martin noch seinen zweiten, eigentlich weniger guten Pilzplatz anlief! Dort fand er die zehnfache Menge an Steinpilzen, obwohl ein Rivale zeitgleich mitsammelte. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 23. September 2017:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

zurück aus Manderscheid, wo für uns keine Pilze zu holen waren, ging es gestern in der Voreifel wieder in den Wald.

Nach den tollen Pilzfunden in anderen Wäldern reizt es einen ja immer wieder, nach dem Rechten zu sehen. Allerdings war es nach einer Stunde geradezu ernüchternd, lagen doch gerade mal vier Maronen und fünf Steinpilze im Korb. Und das an meiner besseren Stelle.

Etwas demotiviert habe ich mich dann doch noch aufgerafft und bin zu meinem zweiten guten Pilzplatz gegangen. Und hier war die Freude groß! 60 Steinpilze, einige Maronen und ein paar Birkenpilze gesellten sich noch hinzu. Ein toller Fund!

Und das, obwohl ein Konkurrent zeitgleich mitsammelte und am Vortag ein weiterer Rivale nach den Schnittresten zu urteilen mindestens die doppelte Menge an Steinpilzen gehabt haben muss.

Zugegebenermaßen hatten nicht alle meine Pilze 1A-Qualität, aber ich kann nur sagen: Leute, es lohnt sich momentan wirklich, in die Pilze zu gehen!

Allen ein erfolgreiches Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen Martin«

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Gummersbach: Die Trompetenpfifferlinge trockneten nachts auf dem Kaminofen


Foto: Da herrschte ganz schön Betrieb in Achims Pilzkorb. Besonders erfreuten ihn die Trompetenpfifferlinge (unten Mitte), die noch in der Nacht getrocknet wurden. (Foto © Achim)

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Achim schreibt am 23. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern hatte ich eine sehr erfolgreiche Pilztour.

Ich hatte bereits letzte Woche gesehen, dass wieder so einiges im Wald heranwächst. Bewaffnet mit Pilzkorb, Pilzmesser und Hund ging es nach der Arbeit los.

Die Artenvielfalt war sehr groß. Nach Hause tragen konnte ich Steinpilze, Maronen, Rotfüße, Goldröhrlinge, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Fichtenreizker und Trompetenpfifferlinge. Nach etwa zwei Stunden habe ich mit dem Sammeln aufgehört, da ich mehr als genug gefunden hatte.

Die Maronen waren schön jung und knackig, die älteren habe ich bewusst zum Aussporen stehen lassen. Täublinge, einige Schopftintlinge und viele Flaschenstäublinge blieben ebenfalls im Wald.

Besonders gefreut habe ich mich über die Trompetenpfifferlinge, die ich über Nacht auf dem Kaminofen getrocknet habe.

Beste Grüße aus Gummersbach, Achim«

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Bergisches Land: Der Pilzrudi füllte sein Gefrierfach und seine Pfanne mit Waldleckereien


Der Pilzrudi schreibt am 22. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Bergischen tut sich in Sachen Pilze wieder was!

Heute liefen mir bei meiner Pilzpirsch ein paar schöne junge Birkenpilze, drei schöne Steinpilze, Semmelstoppelpilze, Maronen und Pfefferröhrlinge über den Weg.

Die Birkenpilze gingen ins Gefrierfach, der leckere Rest kam direkt in die Pfanne.

Gruß aus dem Bergischen an alle Pilzbegeisterten!

Der Pilzrudi«




Foto rechts: Fünf junge knackige Birkenpilze auf einen Streich konnte der Pilzrudi hier schneiden. So macht die Pilzlese großen Spaß! (2 Fotos © Der Pilzrudi)

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Steinpilze am Niederrhein: Endlich ist auch bei Ulrike der Knoten geplatzt


Foto: Ein wirklich toller Fund gelang Ulrike mit dieser Ansammlung schönster Steinpilze und vieler, nicht minder guter Maronen. Damit muss sie sich wahrlich nicht verstecken! (Foto © Ulrike) 

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Ulrike schreibt am 22. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute sind auch wir - endlich - mit vollen Körben aus dem Wald gekommen. Mit Beatrice und Jürgen aus Nettetal können wir nicht mithalten, aber trotzdem.

 Beste Grüße vom Niederrhein, Ulrike«


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