Pilzticker NRW 21:
Funde vom 15.08.2017 - 19.08.2017



Pilzticker NRW 21




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker




Blankenheim/Nordeifel: Nur herrlichste Steinpilze für Mutters Risotto


Foto: Sie haben ihr Wachstum verlangsamt, besitzen dafür aber Topqualität: Timos Steinpilze werden in einem Risotto für die Mutter veredelt. Klasse!

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Timo schreibt am 19. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie bereits angekündigt, war ich auch heute wieder früh unterwegs bei Blankenheim/Eifel, um meiner Passion nachzugehen. Im Gegensatz zur letzten Woche waren sehr viele Maronen, Pfifferlinge, Rotkappen, Hexenröhrlinge und Birkenpilze zu sehen.

Obwohl es in den letzten Tagen viel geregnet hat, scheint sich das Wachstum der Steinpilze etwas verlangsamt zu haben. Aber die Qualität ist hervorragend.

Das ist auch gut so, denn schließlich habe ich meiner Mutter bei unserem heutigen Besuch ein Steinpilzrisotto versprochen. Brühe ist gekocht, Pilze, Parmesan, Petersilie, Reis Schalotten und Butter sind besorgt, es kann also gleich losgehen.

Bis zur nächsten Woche!

Er grüßt ganz fein Timo«

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4 Fotos: So herrlich standen die prächtigen Gesellen da in der Nordeifel, dass wir einige von ihnen einzeln zeigen müssen. Das gibt mit Sicherheit ein leckeres Risotto für Timos Mutter! (6 Fotos © Timo)

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Bei Lennestadt: Ein unverhoffter Prachtfund von Pfifferlingen beim Ausgang mit Ella


Michael schreibt am 18. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Nachmittagsspaziergang mit unserer Hündin Ella fanden wir während heftigsten Dauerregens in der Nähe der ehemaligen Sauerlandkaserne bei Oedingen nahe Lennestadt unmittelbar am Wegesrand die auf dem Foto abgebildeten Pfifferlinge.

Welch ein toller Moment! Wie aus dem Nichts nimmt man, fernab unserer über die Zeit »erarbeiteten« Fundstellen plötzlich diese Ansammlung vom Gold des Waldes wahr. 

Liebe Grüße von Anja und Michael und ganz sicher auch von Ella«

(Foto © Michael)

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Nettetal: Das Steinpilzwachstum im Grenzwald hält unvermindert an


Foto: Die Beutezüge gehen unvermindert weiter. Zur Freude von Beatrice und Jürgen hält das Steinpilzwachstum im deutsch-holländischen Grenzbereich an. (Foto © Jürgen)

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Beatrice und Jürgen schreiben am 18. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch der Regen konnte uns heute nicht aufhalten, erneut unsere Steinpilzstellen im Grenzwald nach Holland zu inspizieren.

Leicht durchnässt, aber hoch zufrieden kehrten wir nach zwei Stunden mit 60 Steinpilzen, Pfifferlingen, Maronen, wenigen Hexenröhrlingen und zwei Perlpilzen zurück. Jetzt folgt die Verarbeitung. Die Kamera musste dieses Mal wegen Regen zuhause bleiben.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«

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Gummersbach: Mit so vielen Pilzen hatte Achim auf der abendlichen Hunderunde nicht gerechnet


Foto: Dieser für Pilze unvorteilhafte Korb ist für Achim nur ein Notbehelf. Heute zieht er wieder mit seinem großen Weidenkorb los. Er war überrascht, was er ganz unvermutet alles fand auf seiner Hunderunde. (Foto © Achim)

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Achim schreibt am 18. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich kann aus Gummersbach vermelden, dass es jetzt auch im Nadelwald losgeht!

Für meinen abendlichen Spaziergang mit Hund gehe ich immer in einen nahegelegenen Wald mit Laub- und Mischwaldbestand, immer wieder unterbrochen von reinen Fichtenbeständen. In den vergangenen Wochen fand ich vorrangig im Laubwald Pilze, mit Ausnahme eines Fichtenjungbestands, in dem immer wieder Pfifferlinge nachgewachsen sind. Die übrigen Fichtenbestände waren relativ pilzfrei.

Heute - bei strömendem Regen - hatte ich nur einen kleinen Plastikkorb zum Hundespaziergang mitgenommen. Zunächst fand ich zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und einige Pfifferlinge im Laubwald (Buchen, Eichen).

Im Fichtenhochwald kam dann die Überraschung: überall kommen die Maronen aus der Erde! Schnell ärgerte ich mich, dass ich nur den kleinen Plastikkorb mitgenommen hatte, der ganz schnell komplett voll war.

Auf dem Rückweg fanden noch zwei kleine Steinpilze, eine Ziegenlippe und kleine Goldröhrlinge den Weg in den bereits überfüllten Korb.

Morgen werde ich mit meinen beiden Töchtern zu unseren Maronenstellen gehen. Dann nehmen wir aber den großen Weidenkorb mit.

Viele Grüße aus Gummersbach, Achim«





Die Steinpilze in der Drover Heide sind noch klein

Karl-Heinz schreibt am 17. August 2017:

»Habe in der Drover Heide, Landkreis Düren, kleine Steinpilze, Rotkappen und Hexenröhrlinge gefunden. Außerdem einige Tintenfischpilze

Blau = ungenießbar


Bergisches Land: Jochens betagte Mutter fühlte sich »einfach wunderbar« bei der erfolgreichen Pilzsuche


Foto: Die gesamten Pilze blieben für die Mutter, die Jochen mit 79 Jahren den Maronenhang hoch begleitet hatte. Alle Achtung! (2 Fotos © Jochen)


Jochen schreibt am 17. August 2016:

»Leverkusen - Bergisches Land

Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern habe ich mir mittags freigenommen, habe meine 79jährige Mutter in das Auto gepackt und bin mit ihr einfach mal in den Wald auf eine kurze Pilzrunde. Ob ihres hohen Alters konnten wir meine Pfifferlingsstellen nicht besuchen, was ich am Wochenende nachholen werde. 

Wir fanden in zwei Stunden eine Schüssel voll Maronenröhrlinge inklusive zwei Flockis, eine Schüssel frische gesunde Perlpilze (auch wir halten sie für sehr gute Speisepilze, die als Schmorpilze auf das Brot kommen) und eine Handvoll Pfifferlinge.

Meine Mutter war glücklich und sie fühlte sich einfach wunderbar im Wald. Ich hätte gar nicht gedacht, dass sie den Maronenhang so gut hochkommen würde. Das Foto rechts zeigt sie an diesem Hang. Ich bin begeistert und werde sie wieder mitnehmen, sofern es ihr gut geht.

Da ich bereits zwei Beutel mit Mischpilzen in der Gefriertruhe habe, gingen alle Pilze zu ihr in die Küche. 

Außer den beschriebenen Arten sahen wir noch Täublinge aller Art, Grüne und Gelbe Knollenblätterpilze, Scheidenstreiflinge, einige Gallenröhrlinge und den ersten Fliegenpilz.

Liebe Grüße aus Leverkusen, Jochen«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

Lieber Jochen,

da hast Du Deiner Mutter ein schönes Geschenk gemacht, nicht nur in Form der überlassenen Pilze. Vermutlich hat sie früher auch einmal Pilze gesammelt und hat Euern Gang mit schönen Erinnerungen verbunden. Sie wird von dem Erlebnis - zwei Stunden waren für sie sicher ordentlich - gewiss noch eine ganze Weile zehren. Schön, dass Ihr das wiederholen wollt!

Weiterhin so viel Freude wünscht Euch, mit herzlichen Grüßen, Heinz-Wilhelm





Blankenheim/Eifel: Die Steinpilze waren bei der Auswahl ihrer Partnerbäume nicht wählerisch


Foto: Timo staunte, weil diese Steinpilze unter ganz verschiedenen Baumarten wuchsen, sogar auf Wiesen. Das nennt man wohl ein Steinpilzjahr. (Foto © Timo K.)

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Timo schreibt am 16. August 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die wunderbaren Steinpilze auf dem Foto fand ich bei meinem fünfstündigen Streifzug durch die Wälder rund um Blankenheim, Kreis Euskirchen, in der Eifel.

Interessanterweise habe ich die Steinpilze in Wäldern mit ganz unterschiedlichen Baumbeständen gefunden. Ob Fichten, Tannen, Eichen, Buchen oder schlicht auf den Wiesen drum herum, überall waren meine Lieblingspilze zu finden.

Leider hat mein Akku schon auf der Hinfahrt gestreikt, so dass ich erst daheim wieder Fotos machen konnte.

Am Samstag geht es erneut früh aus den Federn und rein in den Wald. Dann bin ich fototechnisch besser vorbereitet.

Es grüßt ganz fein, Timo K.«

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Nettetal: Wo vor vier Tagen noch nichts zu sehen war...


Foto: Und auf einmal sah alles ganz anders aus. Die Steinpilze standen stramm, die Pfifferlinge wuchsen wie verrückt. Um den guten Rest nicht zu vergessen.

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Beatrice und Jürgen schreiben am 16. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem mein heutiger Termin in Leverkusen frühzeitig beendet war, sind meine Frau und ich doch noch zu unserer Steinpilzecke gefahren. 

Wo vor vier Tagen noch nichts stand, sah es nun ganz anders aus. Gleiches gilt für die Pfifferlingsstelle. Termin gut, Waldwanderung gut, Tag perfekt!

Allen anderen weiterhin gut Pilz ;-)

Schöne Grüße aus Nettetal«


Foto: Ein Anblick zum Jubeln bot sich Beatrive und Jürgen an ihrer Steinpilzstelle. Eine ganze  Großfamilie wartete bereits auf sie bei Nettetal. (2 Fotos © Jürgen)

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Anjas Rezeptvorschlag:

Hast Du wenig Steinpilze gefunden, zauber dir ganz einfach eine leckere Steinpilzbutter




Anja aus Lennestadt schreibt am 15. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

für Pilzfreunde, die auf Steinpilze stehen, aber nur geringe Mengen an Steinpilzen gefunden haben, habe ich einen tollen Rezeptvorschlag: Steinpilzbutter.

Ich habe zwei knackige Steinpilz-Babies (mehr Steinpilze ließen sich nicht entdecken) in Würfelchen geschnitten und in einer Mischung aus Butter und Olivenöl (1:1) leicht knusprig angebraten. Vorsichtig Salz und Pfeffer dazu.

Eine angemessen kleine Schalotte habe ich separat gar schmurgeln lassen, was ich wegen der unterschiedlichen Gargrade mittlerweile immer getrennt tue. Dann alles zusammenführen und abkühlen lassen.

Wenn alles abgekühlt ist, mit weicher Butter gut vermischen. Ein kleines Tröpfchen frischer Zitronensaft dazu macht sich gut, ebenso ein wenig fein geschnittener Schnittlauch. Abschmecken, kalt stellen und schön durchziehen lassen.

Lecker! 

Etwas Ähnliches habe ich letztes Jahr schon einmal mit Pfifferlingen gemacht. Hier bestand die Mischung aus gleichen Anteilen von Frischkäse und Butter plus einige wenige geröstete, ganz klein gehackte Kürbiskerne. Das war sehr fein und aromatisch ausgewogen.

Herzlichste kulinarische Grüße, Anja Sch.«

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Tolle Pilzlese seit einigen Tagen für Beatrice und Jürgen bei Nettetal


Foto: Solch einen strammen Gesellen von Steinpilz können wir unmöglich als Foto Nummer 2 anbieten. Also wird seine Majestät selbstverständlich ganz oben platziert.

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Jürgen schreibt am 15. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute habe ich kurzfristig Urlaub genommen und wir sind wieder unsere Pfifferlings- und Steinpilzrunde gegangen, alles im Eichenmischwald.

Wir fanden zehn Steinpilze, einige Hexen, Maronen, Birkenpilze, eine Rotkappe und reichlich Pfifferlinge. Insgesamt gibt das wieder wunderbare Mischpilze, und zwar einen Teil zum Braten und den anderen zum Trocknen.

Auch vom Wochenende gibt es Positives zu berichten. Bereits am Samstag präsentierte sich uns eine meiner Pfifferlingstellen - unter Birken - sehr ertragreich: einen Korb voll konnten wir mit nach Hause nehmen. 

Ein anderes Waldstück, von Eichen dominiert, bescherte uns tags darauf einen Korb voller Maronen. Beide, Pfifferlinge und Maronen, sind bereits getrocknet.

Liebe Grüße aus Nettetal, Beatrice & Jürgen«

Hallo Ihr Zwei,

getrocknete Pfifferlinge neigen leider nach gewisser Zeit zur Bitterkeit. Lest mal den Tipp, den Gudrun im Pilz-Ticker Hessen (Tageseintrag vom 13. August 2017) Stefan gegeben hat.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Üppige Ernte machen dieser Tage Beatrice und Jürgen bei Nettetal. Zu ihren Steinpilzen kamen noch Pfifferlinge satt, Flockis, Maronenröhrlinge und eine Rotkappe. (2 Fotos © Jürgen)

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