Pilzticker Niedersachsen 16:
Funde vom 03.09.2014 - 11.10.2014



Pilzticker Niedersachsen 16

 



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Übersicht aller bisherigen Niedersachsen-Pilzticker





Holzeinschlag anno 2014: Kein Durchkommen mehr im einst herrlichen Buchenwald von Bad-Salzdetfurth


Foto: Kleiner Trost: Diese zwei Teller mit Pfifferlingen fand Klaus immerhin in seinem weitgehend zerstörten Hauswald bei Bad-Salzdetfurth. (3 Fotos © Klaus B.)

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Klaus schreibt am 11. Oktober 2014:

"Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir in unserem alten Revier bei Bad-Salzdetfurth.

Am Waldrand haben wir schon große Mengen geschlagener Buchen sehen können. Dieser große Buchenwald ist über Jahre für uns nicht mehr zu gebrauchen. Es war kein Durchkommen. Hunderte Bäume wurden gefällt und mit den riesigen Holzerntemaschinen herausgeholt. Die Kronen und andere Reste liegen nun wild im Wald herum. Die zwei Bilder verdeutlichen diese Sauerei. Das Bild rechts zeigt die Verwüstung über eine weite Strecke, vorne die tiefen Spurrillen der schweren Maschine.

Zum Schluss haben wir noch unsere Pfifferlingsstelle aufgesucht. Das Ergebnis siehst Du auf dem Foto oben. Andere Pilze fanden wir nicht.

Klaus Blumenberg"


Lieber Klaus,

welch ein betrüblicher Kehraus zu dieser für Euch so fantastischen Pilzsaison! Am besten, Ihr streicht die vorgefundenen Bilder aus Euerm Gedächtnis und denkt stattdessen an die unzähligen randvollen Körbe aus dem Oberharz. Ich zeige die Fotos hier unkommentiert. Jeder Pilz- und Waldfreund darf sich sein eigenes Urteil zu der modernen Holzbewirtschaftung der Wälder machen.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: "Es war kein Durchkommen." Das sieht man. Zu der Verbarrikadierung ganzer Waldflächen kommen noch die hier nicht sichtbaren teils grabentiefen Spurrillen der Bulldozzer.




Wälder um Wallenhorst: Es hat sich gelohnt - und ein wertvoller Tipp zum Einfrieren von Pilzen

Angelika schreibt am 10. Oktober 2014:

"Hallo, liebe Pilzfreunde,

am Donnerstag war ich mal wieder in den Wäldern rund um Wallenhorst und Bramsche unterwegs. Nach dem ausgiebigem Regen der vergangenen Tage hat es sich gelohnt.

Gefunden habe ich Goldröhrlinge, Butterpilze, Birkenpilze in Mengen und unterschiedlichen Wachstumsphasen. Leider kaum Maronen und nur einen einzigen Steinpilz.

Ein Tipp zum Einfrieren

Übrigens: Alles was von meiner Beute nicht gleich gegessen wird, brate ich mit Zwiebeln, würze nur mit Pfeffer und Salz und friere dann die gegarten Pilze portionsweise ein. So habe ich gleich alles fertig zur Hand für Pilzsaucen, Gulasch, Pilzpfannen, Omelett mit Pilzen etc..

Viele Grüße aus Wallenhorst, Angelika"

Hallo Angelika, 

diese Art der Pilzkonservierung in der Tiefkühltruhe halte ich für die mit Abstand beste. Ich habe sie in den vergangenen Wochen wiederholt Pilzfreunden empfohlen, die mit den Ergebnissen der üblichen Frostverfahren nicht zufrieden waren. Gemüse wie Zwiebeln würde ich persönlich erst nach dem Auftauen beigeben. Das ist aber jedem selbst überlassen, hier tut ein wenig Experimentierfreude sicher gut. 

Nach vier Monaten sollten solch eingefrorene "Fertiggerichte" aber aufgebraucht sein. 

Vielen Dank für diesen Hinweis! 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Hesel in Ostfriesland: Für einen schönen Pilzteller hat es gelangt


2 Fotos: Immerhin, für einen schönen Pilzteller hat es gereicht: Janine hat Rehbraune Dachpilze (links) und Goldröhrlinge (rechts) gefunden. (2 Fotos © Janine)


Janine schreibt am 7. Oktober 2014:

"Gemeinde Hesel Ostfriesland -

Leider war die Ausbeute auch nach einigen regenreichen Tagen und folgender Wärme nicht allzu groß.

Gefunden habe ich einige Goldröhrlinge und Rehbraune Dachpilze. Immerhin hat es für einen Teller leckerer Pilze gelangt. Außerdem standen einige Klebrige Hörnlinge, die ich aber ließ, wo ich sie fand."

Blau = Ungennießbar

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Kaum sind die Elm-Pilze verdaut, da wird auch schon wieder das Ränzlein geschnürt






Collage linksParasol, Reizker, Stockschwämmchen und Marone.




Heinz schreibt am 2. Oktober 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war letzte Woche auf Kurzurlaub in Niedersachsen, und zwar in Königslutter am Elm.

Die Artenvielfalt an Pilzen war überwältigend. Alle Arten hier aufzuführen und mit Bildern zu belegen würde den Rahmen sprengen.

Für Topf und Pfanne fand ich u.a. die auf den zwei Collagen dargestellten Pilze. 

So, nun werd ich mal wieder mein Rucksack schnüren. Bin schon wieder in Sachen Pilze für ein paar Tage unterwegs. Werde berichten. 

Liebe Grüße aus Berlin, Heinz"

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Collage rechtsHallimasch, Birkenpilz, Semmelstoppelpilz und Birkenrotkappe. 

(2 Collagen/Fotos © Heinz Karp)











Wälder um Hildesheim: Bernersennen-Hund Ben wird gesucht

Paul schreibt am 23. September 2014:

"Hallo liebe Pilzfreunde,

ich wende mich mit einem Anliegen an Euch das nicht ganz zum Thema gehört.

Ich möchte Euch auf eine Facebook Gruppe aufmerksam machen, die sich "Suche nach Ben" nennt.

Am 11.9. ist aus Rössing ein 3jähriger Bernersennen-Hund abgehauen. Er trägt kein Halsband und hat Angst vor Männern. Er versteckt sich vermutlich in den Wäldern rund um Hildesheim. Bisher wurde er in Nordstemmen, Sarstedt, Schloss Marienburg und sogar bei Sehnde gesichtet.

Da ihr naturgemäß in den Wäldern unterwegs seit, möchte ich Euch bitten, die Augen aufzuhalten und Sichtungen von Ben an die Gruppe "Suche nach Ben" bei Facebook zu melden oder aber direkt den Besitzer zu informieren.

Tel: 0170-2974589

Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Mithilfe.

Stefan Paulus"


Oldenburger Land: Wenn da mal nicht der Fuchs dem Hannes die vielen Steinpilze weggeschnappt hat

Hannes schreibt am 23. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,

nachdem es im Oldenburger Land in den letzten zwei Tagen endlich etwas Regen gegeben hat und der heutige astronomische Herbstanfang eigentlich gute Beute verspricht, gab es trotzdem eine herbe Pleite.

Ich fand nicht einen einzigen brauchbaren Pilz! Ich war immerhin fast vier Stunden unterwegs und hatte zwischendurch den Standort gewechselt und war ein paar Kilometer weiter gefahren, aber alle Mühe war umsonst.

Das einzige Interessante, was ich zu sehen bekam, war ein Fuchs, den ich aufgescheucht hatte, wobei ich mich wohl genau so erschrocken hatte wie er.

Also heute Tiefkühlkost statt Pilze, und Warten auf bessere Zeiten!

Gruß, Euer Hannes"

Lieber Hannes

es wird doch wohl nicht der Fuchs gewesen sei, der Dir die unzähligen Steinpilze vor der Nase weggefressen hat?

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm


Helmstedt-Emmerstedt: Typische Sandliebhaberpilze erfreuen Merle

Merle schreibt am 14. September 2014:

"Butterpilze, Sandröhrlinge, Stadtchampignons auf Wiesen mit angrenzendem Kiefernwald am 13. September in Emmerstedt." 








Hahnenklee: Die Hallimasch an der alten Birke wollten ganz hoch hinaus


Klaus schreibt am 14. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

heute haben wir mit dem Kneippverein Salzgitter-Bad die Monatswanderung über 14 Kilometer rund um Hahnenklee gemacht. Am Wegesrand fanden wir auch einige Pfifferlinge, die eine Mitwanderin zum Abendbrot erhalten hat.

Besonders beeindruckend war ein mit Hallimasch bevölkerter abgestorbener Birkenstamm. 
Der Bewuchs war mehr als drei Meter hoch. 

Klaus Blumenberg"

(Foto © Klaus B.)





Oldenburger Land: Warten auf den Regen und den Herbst

Martina schreibt am 14. September 2014:

"Wir waren gestern im Oldenburger Land unterwegs, in dem uns bekannten Wald - und es war frustrierend.

Es wächst so gut wie nichts. Gefunden haben wir einen Steinpilz (verwurmt), einige schicke Birkenpilze, zwei Hexenröhrlinge (waren schon umgekippt), ab und an einen Täubling, ca. sechs Fliegenpilze und Mengen an Butterpilzen, die wir allerdings nicht nehmen.

Hier ist es wohl definitiv zu trocken und insgesamt noch nicht soweit. Auch wir warten auf Regen - und den Herbst."


Landkreis Hildesheim: Hoffentlich nicht ganz so wüst zugerichtete Wälder kommendes Jahr


Jens schreibt am 13. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

da ich mich gestern im Pilz-Ticker Hessen für dieses Pilzjahr quasi verabschiedet habe, möchte ich hiermit kurz auf meine Abschlussbilanz des Jahres 2014 aufmerksam machen. 

Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Pilzfreunden bedanken, die meine Beiträge zur "ökologischen" Forstwirtschaft aktiv unterstützt haben.



Heinz-Wilhelm hat ja angekündigt, dieses für uns Pilzfreunde leidige Thema zum Saisonende aufzugreifen und zu vertiefen. Das begrüße ich ausdrücklich. 

Ich verabschiede mich mit dem Foto "Aussicht auf 2015".

Allen Pilzfreunden, die noch unterwegs sind, wünsche ich einen guten Verlauf der Restsaison. Ansonsten ein erfolgreiches 2015 in den dann hoffentlich nicht ganz so wüst zugerichteten Wäldern.

Herzliche Grüße, Euer Jens"

(Foto © Jens)

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Lichtenberge/Salzgitter: Nur die Butterpilze wachsen unverdrossen weiter


Michael schreibt am 12. September 2014:

"Hallo,

gestern war ich mal wieder in den Lichtenbergen bei Salzgitter. Die Ausbeute nach zwei Stunden waren cirka zwei Kilo, und zwar fast nur Butterpilze. Als einzige wachsen sie derzeit kräftig nach. Dagegen waren die Maronen, Parasolpilze und ein paar Anisegerlinge nur von geringer Stückzahl. Steinpilze, Pfifferlinge und Birkenpilze: Fehlanzeige!


Es sind auch bereits die ersten Hallimasch (Foto links oben) und Anischampignons* (Foto rechts) da, die eigentlich erst Ende September, Anfang Oktober wachsen.

Gruß Michael"

(2 Fotos © Michael)

* Die Anischampignons sind nicht selten schon im Juni, gelegentlich - wie dieses Jahr - sogar schon Ende Mai da. 

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Die Pasta mit Pilz-Sahne-Sauce entschädigte Hannes für Aufwand und Quad-Ärger

Hannes schreibt am 11. September 2014:

"Hallo liebe Pilzfreunde,

heute bekam ich ca. 1 kg Maronen und Birkenpilze zusammen. Auch liefen mir die ersten jungen Birkenporlinge über den Weg. Aber dafür war ich auch ca. 4 Std. unterwegs. Ich will ja nicht nur meckern; die leckere Pasta mit Pilz-Sahne-Sauce heute abend war eine schöne Entschädigung. Aber der ganz große Wurf war das irgendwie noch nicht.

Zudem ärgerte mich, dass irgendwelche Wilden kreuz und quer durch den Wald gebrettert waren, vermutlich mit einem Quad. Na gut, ich war auch schon mal 18 und habe verrückte Sachen gemacht, aber besser wird es dadurch auch nicht. Und bei den Pilzen gibt es noch viel Luft nach oben!

Bis neulich, Euer Hannes"

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Salzgitter-Lichtenberg: Die Reizker waren deutlich in der Überzahl

Michael schreibt am 7. September 2014:

"Salzgitter Lichtenberg -

Eine Hand voll Pfifferlinge, sehr viele Fichtenreizker, einige Butterpilze und Parasolpilze, jedoch nur zwei Maronen sowie zwei Sommersteinpilze sind der Fund meines zweistündigen Pilzesuchens."


Osterwald/Deister: Total überlaufen - und kommerzieller Pilzraub? 

Jobst schreibt am 7. September 2014:

"Hallo,

ich habe mir mal erlaubt, heute in den Osterwald/Deister zu fahren, um dort nach Pilzen zuschauen. Es gab zwar reichlich Maronen, die aber teils sehr von Maden befallen sind. Fünf Steinpilze habe ich gefunden, die fast einwandfrei waren.

Ein Tipp für alle, die auch mal in den Osterwald fahren wollen: nicht am Wochenende, es ist dort schon überlaufen. Ich habe ca. 20 Fahrzeuge dort gezählt, plus einer Sammelkorona von Asiatinnen, die dort ausgesetzt wurden, um nach ca. 4 Stunden wieder abgeholt zuwerden. Ich vermute sie wurden gewerblich eingesetzt."

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Auch im Bremer Umland kommen nun die Maronen - und ein Steinpilz

Andreas schreibt am 5. September 2014:

"Auch im Norden geht es jetzt los. Mein erster Fund in Syke (nähe Bremen): ca. 1,5 Kilo Maronen und ein Steinpilz."


Kreis Oldenburg: Der Kaiser weiß, was angesagt ist in diesen Tagen

Johannes F. schreibt am 4. September 2014:

"Hallo zusammen,

wie gestern berichtet, dachte ich, jetzt geht die Saison richtig los, doch heute kam nur eine ganz bescheidene Diät-Mahlzeit zusammen, bestehend aus Maronen und Birkenpilzen. So ist das Leben: gerade denkst du noch, du bist Weltmeister, da gibt es auch schon einen ordentlichen Dämpfer :-)

Aber was soll's, Mund abwischen und weitermachen; wie würde der Kaiser sagen: Geht's raus und sucht's Pilze!

Euer Hannes"

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Gifhorn: Wunderbare Röhrlinge und eine Krause Glucke für Steffi

Steffi schreibt am 3. September:

"Ich war heute in Wilsche bei Gifhorn und habe dort wunderbare Maronen, Steinpilze und Birkenpilze gefunden. Eine Krause Glucke war auch dabei."

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Oldenburg: Die Maronen starten zehn Tage früher durch als vergangenes Jahr

Johannes F. schreibt am 3. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,

jetzt sind auch hier im Oldenburger Land die Maronen durchgestartet, übrigens früher als im vorigen Jahr, als ich bis zum 13. September warten musste.

Drei Kilogramm sind heute zusammen gekommen, dazu zwei Fichtensteinpilze; es hätte gerne etwas mehr sein dürfen, aber zusammen mit den vier Maronen von Jens sollte es für eine gute Mahlzeit reichen ;)

Außerdem habe ich zahlreiche Kampfermilchlinge* gesehen, die in den vergangenen 2-3 Jahren gar nicht zum Vorschein kamen; vielleicht hatten sie sich eine Auszeit genommen?Morgen geht's wieder los; die Arbeit bleibt mal etwas liegen.

Grüße, Euer Hannes"

*Verzehr nicht empfohlen

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