Pilzticker Hessen 59:
Funde vom 24.10.2016 - 28.10.2016



Pilzticker Hessen 59



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Übersicht aller bisherigen Hessen-Pilzticker





Wetzlar: Peter findet allmählich den Glauben an die Pilze wieder


Foto: Schöne Steinpilze, Parasole, Rotfüße, ein falscher Pfifferling und zwei Knoblauchschwindlinge ergaben für Peter eine willkommene Pilzernte. Langsam findet er den Glauben an die Pilze wieder.

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Peter schreibt am 28. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich hatte schon in Erwägung gezogen, das Pilze sammeln ganz aufzugeben, weil mich die Pilze seit dem Spätsommer durch unentschuldigtes Fehlen so geärgert haben. Kam ich in den Wald an meine sonst so ergiebigen Stellen, versteckten sie sich so gut, dass ich etliche Male nur ein oder zwei kleine und von Schnecken angefressene Steinpilze mit nach Hause brachte. Nichts da mit einem prall gefüllten Pilzkorb für eine leckeres Gericht.

Doch als ich heute in den Garten kam, traute ich meinen Augen nicht. Die Pilze hatten sich doch tatsächlich zu einem gemeinschaftlichen Gegenbesuch bei mir entschlossen, als hätten sie meinen Frust gespürt. Vielleicht hatten sie auch ein schlechtes Gewissen.


Foto: Dies ist ein Gartensafranschirmling, gewissermaßen die Kulturform seines naturnahen Vetters. Der ungenatterte Stiel ist ein sicheres Trennmerkmal vom Parasol. (2 Fotos © Peter)

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Jedenfalls standen doch tatsächlich drei Anisegerlinge zu Füßen meiner absterbenden Tomatenpflanzen am Zaun, ein Gartensafranschirmling, der mir noch nie die Ehre erwiesen hat, stand am Fuße der alten Thujahecke, und drei stattliche Rotfußröhrlinge kuschelten sich an die Hecke aus Serbischen Fichten. Genau da, wo sich sonst immer die Echten Reizker einfinden.

Man kann sich vorstellen, dass meine Pilzwelt wieder in Ordnung war, zumal ich während der letzten Woche sogar mehrmals mittlere Funde mit nach Hause brachte.

Erst gestern fand ich mit meiner Frau feste Rotfußröhrlinge und schöne mittlere Parasole, die zusammen ein herrliches Pilzgericht ergaben. Davor brachte ich aus meinem größeren Maronengebiet einige Exemplare mit und in meinem anderen Gebiet fand ich eine Handvoll Steinpilze und ebenfalls kleine, feste Rotfußröhrlinge.

Herzliche Grüße aus dem schönen Wetzlar, Peter«





Hochtaunuskreis: Auf einer Waldwiese wartete die üppig ausfallende Rettung auf Mario


Foto: Die besten der über 50 Parasole, die auf einer Wiese am Waldrand wuchsen, hat Mario eingesackt. Er hat sie auf dreierlei Art verwertet. (Foto © Mario)

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Mario schreibt am 28. Oktober 2016:

»Hallo,

nachdem meine Frau gestern im Hochtaunuskreis im Wald war und Maronen bzw. Steinpilze für eine schöne Portion »verhaften« konnte, juckte es mich heute in den Füßen.

Doch leider fiel die Suche nach den oben Genannten sehr spärlich aus. Rettung an diesem Tag sollte aber nicht fern sein. Auf einer Wiese neben dem durchforsteten Wald, auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern, standen sie, meine geliebten Parasolpilze. Es waren insgesamt bestimmt 50 Stück.

Einige Exemplare in verschiedenen Größen habe ich stehen lassen, den Rest geerntet. Das gibt schöne panierte Parasolpilze und eine Pilzpfanne. Der Rest wird getrocknet!

Viele Grüße Mario»«


Frankfurter Stadtwald: Ein malerischer Parasol und ein Pilzkorb, der nicht ganz dicht ist

Foto: Ein »malerisch ausgewachsener Parasol«, wie Patrick schreibt, stand verlockend für die Kamera da.

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Patrick und Kim schreiben am 28. Oktober 2016:

»Hallo Herr Bertram,

nach dem ergiebigen Regen am Montag probierten wir es gestern erneut im Frankfurter Raum.

An unseren bekannten Fundorten von letztem Sonntag wurde für reichlich Nachschub gesorgt, sodass wir nach zwei Stunden Sammeln wieder ein halbes Körbchen, gefüllt mit Maronen, vielen Birkenpilzen und einem malerisch ausgewachsenen Parasol, mit nach Hause nehmen durften.

Steinpilze waren bei diesem Waldgang nicht anzutreffen, dafür aber wieder sehr vielfältige Anordnungen junger Fliegenpilze, die teils sehr schöne Motive hergaben.

Mit lieben Grüßen, Patrick und Kim

PS: Auch wir konnten die Schnittstellen von Jürgen W. begutachten und es scheint, als ob der Korb »undicht« sei, denn wir fanden einige Maronen, geschnitten und in einem Topzustand, abseits der Wege. :)

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Foto: Auch dieser Birkenpilz, einer von vielen, stand da wie eine Eins. (2 Fotos © Patrick)







Der Frankfurter Stadtwald versorgt Jürgens Frau immer noch mit den geliebten Krausen Glucken

Jürgen W. schreibt am 27. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am 25. Oktober war ich im Taunus an meinen Pilzplätzen. Das Ergebnis ging gegen Null. So beschloss ich, am 26. Oktober in den Frankfurter Stadtwald zu fahren.

Wie ich gerade las, waren Patrick und Kim am 23. auch dort gewesen. Wie ich an ihrem Schreiben, den Pilzen und den Schnittflächen erkennen konnte, musste es dasselbe Gebiet gewesen sein.

Sie waren aber nicht an allen mir bekannten Plätzen, sodass ich meinen Korb mehr als gut füllen konnte. Zumal ich auch noch meine Krausen Glucken schneiden konnte, die meine Frau so gerne isst. Violette Ritterlinge und Steinpilze konnte ich nicht  finden. Davon abgesehen, war meine Ausbeute aber sehr vielfältig.

Gruß Jürgen W.«


So macht das Pilze sammeln im Kelkheimer Stadtwald Spaß!

Anja schreibt am 26. Oktober 2016:

»Hallo,

heute war ich im Kelkheimer Stadtwald im Main-Taunus-Kreis unterwegs. Dort fand ich zwei Steinpilze und jede Menge Maronen. So macht Pilze sammeln Spaß!

Viele Grüße Anja«



Herrliche Fotos der späten Pilzsaison 2016 von Monika


Collage: In dieser stimmungsvollen Collage zeigt Monika die neun schönsten Fotos ihrer Pilzsaison 2016. Die fand wegen der langen Trockenheit im Oktober statt. Alle Bilder haben eine bemerkenswerte Schärfe und Tiefenschärfe. Vor allem aber duftet es hier förmlich nach Wald und Pilzen. Wir sind beinahe dabei, wenn sie ihre Pilze fotografiert. (Collage/9 Fotos © Monika W.)


Monika schreibt am 25. Oktober 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich gerne ein paar Impressionen über meine diesjährigen Pilzfunde zeigen.

Die Aufnahmen sind an verschiedenen Tagen im Oktober entstanden. Auf dem Bild in der Mitte der Collage sieht man einen stattlichen »Steini« mit fast 600 Gramm Gewicht, der  mir heute begegnete.

Ich habe jedesmal ein Glücksgefühl, wenn plötzlich so ein Prachtkerl dasteht und darauf wartet, geerntet zu werden.

Die Maronen haben jetzt einen zweiten Schub. Die ersten konnte ich schon im September ernten.

Ich wünsche allen Pilzsammlern für die noch verbleibende Saison viel Erfolg.

Herzliche Grüße Monika Weber«







Diemelstadt: Zwei Zeckenbisse und eine Ritterlings-Räuberleiter


Jürgen schreibt am 25. Oktober 2016:

«Hallo Heinz-Wilhelm, 

nachdem auch Lilly den Pilz-Ticker erobert hat, kann ich nur sagen, sie ist für mich eine liebe Freundin geworden und wir gehen oft miteinander in die Pilze. Es macht immer Spaß, wenn wir unterwegs sind. Das Schöne dabei ist, wir sind draußen an der Luft, was gut für Geist und Körper ist.

Heute Morgen musste ich allerdings erst einmal zum Arzt, zwei Zecken beseitigen lassen. Das hat ganz schön gezwickt, ist aber wohl das Schicksal vieler Pilz- und Waldfreunde.

Bei meinem obligatorischen Waldgang habe ich anschließend dennoch was gefunden. Schöne Violette Rötelritterlinge und noch eine Handvoll Hallimasch. Sind sind gesäubert auf dem Foto rechts zu sehen.


Putzig finde ich das zweite Bild, auf dem zwei Rötelritterlinge Räuberleiter machen: Der Eine steht auf dem anderen. Das habe ich so noch nicht gesehen.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße Jürgen«

(2 Fotos © Jürgen)

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Groß-Gerau: Da hätte Julius doch beinahe den schönen Steinpilz übersehen


Julius und Andrea schreiben am 24. Oktober 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute bei Nieselregen hat Julius seine Mama solange bearbeitet, bis sie einem kleinen Pilzgang in den zu Fuß in fünf Minuten erreichbaren Wald zugestimmt hat. Regen in den Herbstferien ist einfach doof.

Bewaffnet mit Regenjacke und Regenschirm ging es los. Wir mussten gar nicht weit laufen, um einige schöne Maronen, leider teilweise angefressen und verwurmt, zu finden.

Auf dem Rückweg entdeckten wir noch den tollen Steinpilz (Foto rechts), den wir auf dem Hinweg übersehen hatten.

Nach dem Putzen blieb doch noch eine schöne Portion übrig, die ins Tiefkühlfach gewandert ist.

Sollte es morgen nicht mehr regnen, geht es mit dem Fahrrad wieder tiefer in den Wald. :-)

Anbei ein paar Fotos, auch von Julius »bei der Arbeit«

Liebe Grüße aus Hessen von Julius und Andrea«

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2 Fotos: Die Maronen (Foto links) waren leider zum Teil schon verwurmt oder angeknabbert. Julius (rechts) schaute genau hin, ob sie noch für den Pilzkorb taugten. (2 Fotos © Julius, 1 Andrea)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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