Pilzticker Hessen 44:
Funde vom 25.09.2015 - 29.09.2015



Pilzticker Hessen 44




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Übersicht aller bisherigen Hessen-Pilzticker





Wetzlar: Es blieb erwartungsgemäß nicht bei Peters Vorsatz, die Pilze nur zu fotografieren


Foto: Eigentlich wollte Peter Pilze nur fotografieren, so schön wie im Fall dieser Parasole. Aber dann brach doch der uralte Sammlertrieb aus.

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Peter schreibt am 29. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute mit dem Fahrrad auf dem Stoppelberg bei Wetzlar unterwegs, um nach meinen Pilzstellen zu sehen. Ich wollte keine sammeln, nur fotografieren. Meine Frau rief mir beim Abschied noch nach: "Bring bloß keine Pilze mit!"

Es gab jetzt fast jeden Tag Pilzgerichte, und in der Gefriertruhe ist auch kein Platz mehr. Anfangs fotografierte ich auch nur brav. Als ich aber dann an meine neue Maronenstelle kam, zog ich das Messer. Um ehrlich zu sein, ich hatte das schon vorher befürchtet - und meine Frau natürlich auch. Also gab's heute Eierkuchen mit Mischpilzen und Parmesan.



Foto: Schön hat Peter diese essbaren Flaschenstäublinge mit ihren körnigen Stachen in Szene gesetzt.


Allein mit jungen Parasolen hätte ich heute eine Mahlzeit zusammenbekommen. Ich fand außerdem junge Maronen, Rotfußröhrlinge, Schafegerlinge und Waldchampignons. Letztere nahm ich nicht mit, weil sie mir schon zu reif waren. Immerhin brachte mein Fund 400 Gramm auf die Waage, ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass ich doch nur fotografieren wollte.

Das war's für heute. 

Viele Grüße aus dem schönen Wetzlar von Peter"


Foto: Bei den Maronen konnte Peter schließlich nicht widerstehen - und begann zu schneiden. Seine Frau hatte das schon geahnt (er sowieso). Also gab es wieder ein gewiss wohlschmeckendes Pilzgericht. (3 Fotos © Peter-J. A.)

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Rheingau-Taunus-Kreis: War's der Vollmond, der Markus' Korb mit Steinpilzen vollzauberte?


Markus schreibt am 29. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich schon zwei Jahre den Pilzticker verfolge, nun auch von mir einmal ein Bericht zur Lage der Pilzsaison im Rheingau. Genauer gesagt handelt es sich um ein Waldstück in der Nähe des "Basalter Bruchs" bei Oestrich-Winkel.

Nach extremer Trockenheit im Juli und August hat es vor zehn Tagen einen Tag lang endlich geregnet. Bei mehreren Waldgängen kam jedoch folgendes Resultat heraus: Nichts!

Ich erinnerte mich jedoch daran, dass ich speziell um die Vollmondzeit grundsätzlich gut Pilze gefunden habe. Ich weiß, dies ist umstritten und soll hier auch nicht das Thema sein.

Tatsache ist, dass ich am Vollmondtag, also am 28. September, mein bestes Waldstück erkundete. Nicht einmal eine Minute nach Betreten lagen bereits die ersten Steinpilze im Korb. Dann folgte eine Steinpilz-"Dürre", die ich mit zehn Birkenpilzen und zwei kleinen festen Maronen überbrückte.







2 Fotos: Über solch kernige Steinpilze konnte sich Markus beim Gang in seinem besten Pilzwald freuen. Ob's der Vollmond war? (3 Fotos © Markus W.)

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Beim Aufstieg zurück zum Auto - ein steiler Hang, den ich stets zum Schluss nehme, - kam ich an einer Lichtung mit herrlichem Sonneneinfall vorbei. Ich hoffte, dass der Waldboden das Regenwasser hier vielleicht besser aufnehmen und die Sonnenwärme den guten Rest besorgt haben könnte.

So war es! Ein riesiger Steinpilz, den ich stehen ließ, wies mir den Weg zu einer ganzen Gesellschaft. In nur fünf Minuten erntete ich 1,5 Kilo absolut madenfreier, wunderschöner Steinpilze - und konnte endlich zufrieden nach Hause fahren. :-)

Noch drei Tage zuvor hatte hier nicht ein Steinpilz gestanden. Den damals noch kleinen Riesen hatte ich wohl übersehen. Oder war's der Vollmond, der ihn förmlich hervorschießen ließ? ;-)

Viele Grüße aus dem Rheingau, Markus"

Hallo Markus,

ich bin von der Kraft des Vollmondes, die Pilzwachstum begünstigt, überzeugt, weil ich es schon oft erlebt habe. Allerdings müssen auch die Wetterverhältnisse stimmen.

Bei vorhergehender Dürre kann der Mond noch so "voll" sein, es wird keinen Steinpilz geben. Kam aber der Regen zum richtigen Zeitpunkt, wird der Vollmond das Wachstum - deutlich - verstärken. Aber auch mit dem Neumond habe ich viele gute Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm







Dietzenbach: Ein sehr großer Wald - ganz ohne Pilze

Robin schreibt am 28. September 2015:

"Ich war heute zum dritten Mal im Monat im Wald. Aber es gibt in unserer Gegend noch gar nichts zu finden. In eineinhalb Stunden findet man durchschnittlich zwei Pilze. Ich war im Raum Frankfurt/Dietzenbach unterwegs. In einem sehr großen Waldgebiet - leider ganz  ohne Pilze :-("


Diemelstadt: Der Wald ist auf einmal leer von Pilzsammlern, zu Jürgens Freude und Nutzen


Jürgen schreibt am 28. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich Dir mal andere Bilder senden. Ich bin heute Nachmittag erst gegen 17 Uhr in den Wald und konnte noch mal schöne Steinpilze finden. Im Moment habe ich das Gefühl, dass kaum ein anderer Sammler draußen ist. Es waren knapp drei Kilo an Steinpilzen.

Zu den Bildern: Da siehst Du in den Schüsseln hauptsächlich Steinpilze vor dem Trockengang. Dazu ein Bild mit meinem Steinpilzfund von heute auf der Waldbank, die Du ja von anderen Fotos bereits kennst. 

Noch einen schönen Abend!

Liebe Grüße Jürgen"




Foto links: Ein Motiv, das ich immer wieder gerne zeige, sind Pilze, die für den Wintervorrat bestimmt sind. Besonders Trockenpilze, weil sie an die (lebensnotwendige) Vorratsanlegung unserer vorigen Generationen erinnern und somit von traditionellem und zu bewahrendem Wert sind. Hier hat Jürgen vor allem Steinpilze für die Trocknung, das heißt für die Wintermonate, zubereitet. KLASSE!

(2 Fotos © Jürgen S.)




Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis: Endlich gibt es die ersehnten Pilze!

Wieland schreibt am 27. September 2015:

"Auch im Untertaunus, Gebiet Heidenrod im Rheingau-Taunus-Kreis, gibt es nun die lang ersehnten Pilze.

Neben Rotkappen fand ich heute drei Steinpilze, einige Birkenpilze, Echte Reizker, Lärchenröhrlinge, Parasol und zwei kleine Körbe voll Stockschwämmchen. Aus letzteren wird eine tolle Suppe zubereitet."


Taunus: Im Bereich Jagdhaus/Platte geht das Warten auf den Saisonbeginn weiter

Sebastian schreibt am 27. September 2015:

"Weiterhin Ebbe im Taunus. Ich war am heutigen Sonntag im Bereich Jagdhaus/Platte bei Wiesbaden unterwegs, habe mehrere Kilometer den Kamm abgesucht und nicht einen brauchbaren Röhrenpilz gefunden. Lediglich eine kleine Gruppe Butterpilze war zu sehen. Nicht einmal Giftpilze.

Dennoch war es ein schöner Spaziergang. Das Warten auf den Saisonbeginn geht also weiter."

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Diemelstadt/Delbrück: Wie aus Steinpilzkönig Jürgen ein Parasolkönig wurde


Jürgen schreibt am 27. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Freitag konnte ich mir mal wieder Zeit nehmen und bin mit meinem Sohn und Anhang in den Tierpark nach Delbrück gefahren.

Auf dem Hinweg haben wir auf einer Wiese Pilze gesehen. Die ganze Zeit im Zoo war ich deswegen unruhig. Auf dem Rückweg haben wir dort angehalten - und ich sage dir, wir haben nicht schlecht gestaunt.


Parasolen, wo das Auge hinreichte! Ich habe bestimmt schon viele Parasolen auf einem Platz zusammen stehen sehen, aber sowas noch nicht. Es waren bestimmt 130 Stück, in allen Größen! Das Foto mit der Wiese gibt nur einen kleinen Ausschnitt wieder.


Am Wochenende bin ich dann mal wieder mit meinem Bruder im Wald gewesen. Eigentlich wollten wir nur ein paar Pilze für das Abendessen sammeln. Ich bin nun aber schlauer geworden und habe vorsichtshalber zwei Körbe mitgenommen, damit ich nicht wieder nur Bilder habe.

Und wir haben tatsächlich wunderschöne Steinpilze, Maronen, Parasolen, Saitenstielige Knoblauchschwindlinge und Fichtenreizker gefunden. Beide Körbe waren voll!

Liebe Grüße Jürgen"

(2 Fotos © Jürgen S.)

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Hanna freut sich über viele beste Röhrlinge im Meißner-Kaufunger Wald


Hanna schreibt am 26. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald unterwegs. Pilze, und zwar Röhrlinge, so weit das Auge reicht! 

Leider fehlt mir mein Vater als Pilzexperte, der im Kraichgau bis jetzt noch keine Pilze gefunden hat.

Soweit ich es beurteilen kann, habe ich Steinpilze, Birkenpilze, Maronenröhrlinge, Filzröhrlinge, Rotfußröhrlinge und Saitenstielige Knoblauchschwindlinge gefunden. Ein Teil meines Fundes ist auf dem Foto zu sehen.

Liebe Grüße aus Kassel Hanna"

(Foto © Hanna)

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Wetzlar: Die herrlichen Fliegenpilze beeindruckten Peter fast mehr als die stattliche Pilzernte


Foto: Bei dieser herrlichen Waldimpression mit knallroten Fliegenpilzen gönnen wir uns mal, auf das übliche Speisepilzfoto als Aufmacherbild zu verzichten. Peter hat die Kolonie der Rotkäppchen wunderbar in Szene gesetzt.

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Peter schreibt am 26. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich komme gerade mit einem Korb voller Pilze aus dem Wald. Ich fand am Stoppelberg bei Wetzlar wieder einige große Steinpilze, kleine und große Maronen, Rotfußröhrlinge, Schafegerlinge und Parasole.

Mein schönster Fund aber war eine Gruppe junger Fliegenpilze im dick bemoosten Hang im Fichtenwald. Glücklicherweise hatte ich mich heute dazu durchgerungen, meine schwere Kamera mitzunehmen. Vielleicht versteht der eine oder andere Ticker-Leser das Foto als Einladung, auch mal wieder in den Wald zu gehen. In der Nachbarschaft der Fliegenpilze fand ich etliche Maronen, die sich in dem saftigen Moos ebenfalls äußerst wohlfühlten. 

Außerdem fand ich an einem zerfallenden Birkenstamm Birkenporlinge im Top-Zustand, die ich aber auch nur fotografierte. 

Viele Grüße aus dem schönen Wetzlar von Peter"

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Foto: Dies sind Birkenporlinge im 1A-Zustand. Jetzt ist die beste Zeit, sie zu ernten. Die Unterseite ist sahnefarben-hell, es ist kein einziger der unerwünschten schwarzen Flecken zu sehen, die die Pilze bald annehmen. Dann sind sie nicht mehr brauchbar. Über ihren kraftvollen Heilwert berichte ich ausführlich auf den Seiten Heilerfolge 1 und Heilerfolge 2 vom Birkenporling. (2 Fotos © Peter)

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Peter: Es lohnt sich, jetzt in Mittelhessen Pilze zu suchen


Foto: Eine sehr schöne Ernte an besten Mischpilzen zeigt uns hier Peter, und zwar inklusive eines Waldmotivs, einer Abwurfstange. (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 25. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

angeregt durch die Pilzticker-Informationen der letzten Tage musste ich heute unbedingt in meinem Maronengebiet auf dem Wetzlarer Hausberg, dem Stoppelberg, nachschauen. Und ich hatte Erfolg!

Gleich am Anfang fand ich kleine Rotfußröhrlinge und kleine, knackige Maronen. Dann grüßte mich ein stämmiger Steinpilz direkt am Weg vor meinem Hauptgebiet, wo ich anschließend noch etliche mittlere Maronen und Steinpilze fand.

Die Steinpilze haben einen auffallend trockenen Stiel. Sie sind ganz ohne Maden! Außerdem fand ich einige Parasole, Blutreizker,  Schafegerlinge und - eine Abwurfstange von einem Rehbock. Eine saftige Keule wäre mir lieber gewesen!

Also: Es kann wirklich sehr lohnend sein, einmal drei Stunden lang mit gesenktem Haupt und wachen Augen durch den Wald zu gehen. Hinterher ist man zwar fix und foxi, aber auch glücklich über die reichliche Beute. 

In meinen Birkenpilzgebieten wurde ich übrigens noch nicht fündig. Dafür sah ich aber immer wieder herrliche Hallimaschgruppen.

Vor zwei Tagen fand ich in einem anderen Wald bei Wetzlar einige junge Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und Semmelporlinge sowie Schafegerlinge und eine mittelgroße  Krause Glucke.

Es dürfte sich auf jeden Fall in Mittelhessen lohnen, in den nächsten Tagen regelmäßig nach Pilzen Ausschau zu halten, zumal es jetzt auch wieder etwas wärmer wird und es in den vergangenen Tagen ausreichend geregnet hat. 

Viele Grüße Peter"

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