Pilzticker Hessen 43:
Funde vom 03.09.2015 - 25.09.2015



Pilzticker Hessen 43




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Übersicht aller bisherigen Hessen-Pilzticker





Jens freut sich: Im Taunus hat endlich die Pilzsaison begonnen!


Jens schreibt am 25. September 2015:

"Tolle Pilzfunde bei Wehrheim im Taunus!

Gestern sammelte ich drei Kilo riesiger Wiesenchampignons auf einer Äsungfläche für Rotwild mitten im Wald. Dazu mein Foto rechts.

Heute kamen tolle Parasolpilze von ausgezeichneter Qualität sowie vier Steinpilze in der Nähe von Riedelbach hinzu.

Die Pilzsaison geht los im Taunus, und wenn heute noch die Sonne scheint, so scheint sie morgen früh für jeden Pilzsammler.

Jens freut sich besonders, dass er ganz nebenbei einer Wildschweinrotte von ca. 20 Tieren begegnete und ein Rudel Rotwild mit Hirsch in der Brunft lange beobachten konnte. Und das um 16 Uhr!"

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2 Fotos: Der riesige Wiesenchampignon scheint beinahe Jens' Küche erdrücken zu wollen, die Parasolen vereinen sich mit Tomaten, Zwiebeln und Messer zu einem Küchenstillleben. (3 Fotos © Jens)

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"Im Taunus beginnt die Pilzsaison immer zuletzt und ist sehr kurz"

Jürgen W. schreibt am 24. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

ich habe kürzlich im hessischen Taunus außer einer Krausen Glucke und einigen wenigen Goldröhrlingen und Rotfüßen nichts gefunden. Normalerweise suche ich meine Glucken im Stadtwald zwischen Frankfurt/Main und Darmstadt.

Ich musste feststellen, dass es im Taunus (Hessen und Rheinland-Pfalz) erst jetzt mit den Pilzen losgeht.

Im Saisonverlauf wachsen die Pilze zuerst immer im Spessart (Hessen und Bayern), weil es dort feucht ist. Dort habe ich dieses Jahr meine ersten Steinpilze, Hexenröhrlinge und Goldröhrlinge gefunden. 

Auf den Spessart folgt das Pilzwachstum im Hunsrück (Rheinland-Pfalz). Wie jedes Jahr, hat mir auch in diesem der Hunsrück die meisten Pilze eingetragen.

Zuletzt kommt, wie gesagt, die Reihe an den Taunus. Weil dort das Wachstum nicht selten spät einsetzt, ist die Taunussaison immer sehr kurz.

Im Kellerwald (Hessen) war ich dieses Jahr noch nicht. Das werde ich aber noch nachholen, weil ich dort Mönchsköpfe finde, die ich sehr schätze, die aber in meiner näheren Umgebung leider fehlen.

Viele Grüße Jürgen"

Hallo Jürgen,

ein informativer Überblick, der sicher manchen Pilzfreund interessieren wird. Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Gelnhausen/Büdingen: Herrliche Maronenröhrlinge für Gerhard


Gerhard schreibt am 20. September 2015:

"Im Wald zwischen Gelnhausen und Büdingen wachsen zur Zeit schöne Maronenröhrlinge. Dazu mein Foto."

(Foto © Gerhard)

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Freude! Nach drei trockenen Wochen hat Manni im Habichtswald endlich schöne Pilze gefunden

Manni schreibt am 19. September 2015:

"Hallo Pilzfreunde,

endlich gibt es auch in Nordhessen Pilze. Ich war heute im Habichtswald unterwegs und habe einige Steinpilze, Rotkappen, Maronen, Butterpilze und einen Birkenpilz gefunden.

Nachdem ich die letzten drei Wochenenden ohne einen Pilz aus dem Wald gekommen bin, war das heute mal eine richtige Freude. War wohl die letzten Wochen noch zu trocken im Wald. Nächstes Wochenende geht es gleich nochmal los." 

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Rhein-Main-Dreieck: Nach dem enttäuschenden Waldgang versöhnten die Wiesenchampignons


Foto: Dem geschulten Auge vom alten Fuchs entgeht so schnell nichts. Während der Autofahrt hatte Olivers Vater diese Wiesenchampignons entdeckt. (2 Fotos © Oliver H.)

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Oliver schreibt am 19. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

heute melde ich unseren ersten Fund aus dem Rhein-Neckar-Dreieck, dieses Mal von der südhessischen Seite.

Nachdem unser Waldgang mangels Pilzen totalen Frust verursacht hatte, brachte die Heimfahrt ein unerwartet erfreuliches Ergebnis.

Mein Vater rief bei voller Fahrt auf der Landstraße plötzlich den großen Pilzalarm aus. Hatte der alte Fuchs doch während der Fahrt Wiesenchampignons entdeckt. Gebremst, umgedreht - und tatsächlich. Ein Feld voller Riesenchampignons. Da haben wir schnell ein paar Fotos gemacht und anschließend hat jeder von uns einen schönen Korb voll geerntet.

Im Wald also Fehlanzeige mit nicht mal einem Giftpilz, auf dem Feld dann ein unverhoffter Fund.

Ich melde mich mit meinen nächsten Funden erneut.

Viele Grüße Oliver H."

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Butzbach/Ziegenberg: Nach langem Warten sind die Röhrlinge mit einem Schlag da


Foto: Die Durststrecke ist beendet, endlich sind die Röhrlinge da! Mit Macht sind sie gekommen am Rande des Taunus bei Butzbach/Ziegenberg. (Foto © Oliver F.)


Oliver schreibt am 18. September 2015:

"Hallo Herr Bertram,

wir waren heute in der Nähe von Ziegenberg/Langenhain am Rande des Taunus auf einem alten Truppenübungsgelände unterwegs. Nach vielen Wochen extremer Trockenheit mit  praktisch keinem einzigen Pilz in den Wäldern wurden wir endlich fündig.

Auf einem Hochplateau fanden wir vor allem an den lichten Rändern von dichtem Baumbestand an Birke, Pappel und Kiefer die ersten Pilze. In fast allen Größen lachten sie uns aus dem mittelhohen Gras und teilweisem Buschwerk mit Dornenhecken an, meist in kleineren Gruppen von zwei bis acht Exemplaren.

Den Hauptanteil bildeten diverse Birkenpilze, Pappelröhrlinge (Pappelraufüße) und Rotkappen. Dazu kamen noch eine Gruppe Goldröhrlinge (Suillus grevillei) um eine Lärche herum und einige sehr schöne madenfreie Butterpilze (Suillus luteus) zumeist in den Nähe von Kiefern im noch leicht nassen Gras.

Damit ist die Pilzsaison 2015 endlich eröffnet und wir hoffen auf noch viele Funde in den kommenden Wochen.

Mit den besten Grüßen Oliver F. aus Butzbach"







Diemelstadt: Trotz der Arbeit gab es für Jürgen kein Halten mehr. Und der Pilzgang lohnte sich! 


Foto: Welch ein Oschi ist doch der Riesenegerling! Er zieht die Aufmerksamkeit mehr auf sich als die Fichtenreizker, Steinpilze, Flockis, Maronen und die Lila Lacktrichterlinge, die ganz unten links zu sehen sind.


Jürgen schreibt am 15. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich zur Zeit wegen der Renovierung bei meiner Schwester sehr wenig Zeit habe, komme ich kaum einmal in den Wald.

Aber heute gab es kein Halten mehr. Ich sende Dir Bilder von meinem Korb, der hauptsächlich mit Fichtenreizkern gefüllt ist. Ferner gehören der Ernte eine große Marone, die man kaum sieht, zwei Flockenstielige Hexen und Steinpilze an. Die kleinen lila Pilze sind Lila Lacktrichterlinge.

Der große Lulatsch ist meiner Meinung nach, wie neulich schon einmal, ein Riesenschampingon. Sie schmecken ganz vorzüglich!

Nun ist Schluss für heute, die Arbeit ruft schon wieder. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße Jürgen"


Foto: Der Riesenegerling im ganzen und im Querschnitt. Sie schmecken nussartig mild mit einem Hauch von Anis und sind damit hervorragende Speisepilze. (3 Fotos © Jürgen)


Landkreis Waldeck-Frankenberg: Annika hat vor Pilzaufregung ihr Handy vergessen

Annika schreibt am 12. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da bin ich wieder. Nach längerer schwangerschaftsbedingter Pause war ich nun endlich wieder im Wald unterwegs auf der Suche nach Pilzen.

Leider habe ich keine Fotos machen können, weil ich in der Aufregung mein Handy vergessen hatte. Jedenfalls fand ich außer Parasolpilzen nichts Nennenswertes. Ich bin allerdings auch nur auf dem Weg gelaufen, wegen des Kinderwagens.

Immerhin hatte ich noch das Glück, einen Hexenkreis aus Riesenbovisten zu finden. Einer davon ließ sich noch verarbeiten und hat gleich Abends den Weg auf die Teller gefunden.

Ganz liebe Grüße aus Vöhl Annika"

Hallo Annika,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Babyglück! Und viel Glück bei Deinen weiteren Pilzgängen!

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Wieland aus dem Rhein-Taunus-Kreis fragt nach magerer Ausbeute: Wo bleibt nur der Regen?

Wieland schreibt am 12. September 2015:

"Im Wald bei Heidenrod im Rheingau-Taunus-Kreis sieht es trübe aus.

Lediglich zwei Birkenpilze und einen Riesenschirmpilz konnte ich finden. Ohne ergiebigen Regen und der erforderlichen Wärme ist wohl in diesem Jahr kaum noch mit Pilzen zu rechnen."

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Fest gesessen, Sprung in den Wald, genau zum schönen Steinpilz

Jürgen schreibt am 11. September 2015:

"Guten Tag Heinz-Wilhelm,

ich sitze mal wieder in Bad Arolsen fest und muss warten. Deshalb bin ich mal kurz in den nahe gelegenen Wald gesprungen. Genau dahin, wo ich auch gleich den schönen Steinpilz gefunden habe. Dann bin ich über den gezeigten Erdstern gestolpert, der erste, den ich überhaupt zu Gesicht bekam. Er ist grün. Auf Fotos habe ich diese seltsamen Pilze bisher nur in Brauntönen gesehen.

So, jetzt ist Schluss, ich muss nach Hause, "mein" Wald wartet.

Liebe Grüße Jürgen"

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2 Fotos: Mal eben in den Wald gesprungen, und schon stand der Steinpilz da. Ihm folgte rasch eine eher seltene ungenießbare Erdsteinart. (2 Fotos © Jürgen)


Diemelstadt: Bus verpasst, zu Fuß gegangen, Pilze gefunden


2 Fotos: Der Schopftintling links ist noch verwertbar, der auf dem rechten Foto nicht. Der Hutrand ist bereits schwarz angelaufen. Schopftintlinge schmecken hervorragend, zählen zu den besten Speisepilzen. Sobald man einen geerntet hat, sollte man den Stiel herausdrehen, was den Pilz für den Transport frischer hält. Die Stiele eignen sich ausgezeichnet, um ein Würzpulver herzustellen. Mehr über diesen oft unterschätzten Pilz findet Ihr hier.


Jürgen schreibt am 8. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

habe leider nicht viel Zeit, deshalb nur eine kurze Mitteilung. War in Bad Arolsen, musste etwas erledigen - und habe mal wieder den Bus verpasst. Da ich nur zwei Kilometer Weg hatte, bin ich zu Fuß gegangen. So konnte ich schöne Flockenstielige Hexen (Foto rechts) einfangen.


Auch habe ich einen prima Schopftintling gefunden und einen anderen, der nicht mehr verwertbar war. Zum Schluss gab's noch einen Riesenbovist, mein erster in diesem Jahr.

Liebe Grüße Jürgen"

(3 Fotos © Jürgen)

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Auch im Odenwald geht's jetzt los

Alex schreibt am 6. September 2015:

"Ich habe Hexenröhrlinge im südlichen Odenwald gefunden."


Gibt's sowas? Sogar in Diemelstadt machen die Steinpilze jetzt mal eine Pause


2 Fotos: Die Steinpilze machen sogar in den steinpilzfesten Diemelstädter Wäldern mal eine Pause. Dafür ist auf die Hexenröhrlinge und auf die Krausen Glucken Verlass. (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 6. September 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in der vergangenen Woche hatte ich wenig Zeit, rauszugehen. Dafür bin ich heute Morgen schon frühzeitig los. Aber scheinbar machen die Steinpilze Pause.

In zwei Stunden fand ich lediglich zwei kleine Steinpilze und eine Marone. Um 9.30 Uhr kam dann mein Bruder dazu und wir sind zusammen noch bis 13.30 Uhr im Wald gewesen.

Ein paar Pilze haben wir noch gefunden. Und zwar zwei große Steinpilze, kleine Maronen, eine Parasole und jede Menge an Anisegerlingen. Dazu kam noch eine Krause Glucke.

Da mein Bruder und Familie heute eine Pilzpfanne machen wollten, habe ich ihm noch eingefrorene Steinpilze mitgegeben.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Nachmittag. 

Liebe Grüße Jürgen"

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Wanfried: Es geht in vollem Zuge los mit den Steinpilzen

Melle schreibt am 4. September 2015:

"Ja, auch hier in Wanfried an der Grenze zu Thüringen geht's endlich los mit Steinpilzen, im vollen Zuge." 




Marcs Begeisterung für die Pilzsuche

"Dieses bestimmte Kribbeln, wenn es endlich wieder losgeht"


"Hallo Heinz-Wilhelm,

Du machst echt einen guten Job. Danke für Deine tollen Infos!

Ich liebe es, die kleinen Scheißerchen im Wald endlich wieder fangen zu können. Es hat auch viel mit Kindheitserinnerungen zu tun.

Meine Eltern sind mit mir und meinem Bruder stets in die Pilze gegangen und freuen sich heute, wenn ich Ihnen ein paar von meinen Ausflügen mitbringe. Unsere ganze Familie hat immer dieses bestimmte Kribbeln im Bauch gehabt und alle haben sich gefreut, wenn es endlich wieder losgeht im Wald.

Mit heute fast 50 muss ich die Eltern mit schönen Steinpilzen versorgen, weil Sie nicht mehr so im Wald rumstiefeln können. Es macht einfach Spaß!

Beste Grüße Marc"

(Kassel, 3. September 2015)

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