Pilzticker Hessen 4:
Funde vom 18.10.2012 - 06.11.2012



Pilzticker Hessen 4




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Übersicht aller bisherigen Hessen-Pilzticker




Diemelstadt, Landkreis Waldeck-Frankenberg: Immer noch Steinpilze!

Jürgen schreibt am

6. November 2012:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat mich das schöne Wetter noch mal raus in den Wald getrieben. Wir hatten heute 10 Grad plus. Bis jetzt hatten wir sowieso erst zwei Frostnächte, aber keinen Bodenfrost.

Zwei Stunden bin ich durch den Wald gelaufen und wurde noch einmal fündig. Habe ein paar Maronen, 2 Kiefernsteinpilze, Steinpilze und den Orangefarbigen Becherling gefunden.


Foto: Jürgens Wintervorrat. Er schreibt Folgendes dazu: "Im Hintergrund siehst Du eine Auswahl meiner Ernte die gerade am trocknen ist. In der hinteren Reihe sind links Maronen, Schmierröhrlinge, Champignon und Kiefernsteinpilz vermischt. Lass mich mal überraschen, wie das zusammen schmeckt. In der Mitte, das sind Mönchsköpfe.

Ganz rechts hinten in der Ecke, das sind Kiefernsteinpilze. In der mittleren Reihe befinden sich Steinpilze, nur ganz rechts einige wenige Maronen. Die untere Reihe besteht ausschließlich aus Steinpilzen. So habe ich für den Winter einen guten Vorrat. Liebe Grüße, Jürgen." (Foto © Jürgen)

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Stadtwald Wiesbaden: Anna findet Köstliches im strömenden Regen

Anna schreibt am

4. November 2012:

"Ich war gestern bei strömendem Regen im Wald bzw. auf der Wiese und fand köstliche Erdritterlinge (schmecken gebraten super), viele Totentrompeten (sehr nass), einige Maronen, einen Parasolund verwaschene Täublinge.

Viele Grüße von

Anna"

Hallo Anna,

da gebe ich Dir Recht: selbst der Gemeine Erdritterling (Tricholoma terreum), den ich dieser Tage ebenfalls fand, schmeckt mir vorzüglich!

Viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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Diemelstadt, Landkreis Waldeck-Frankenberg: Erneut Steinpilze

Jürgen schreibt am

3. Novemebr 2012:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Freue mich, dass Du das genauso siehst wie ich, dass es sich um den weißen Steinpilz handelt. Heute morgen bin ich wieder in dem erwähnten Wald gewesen und habe wieder einige Steinpilze gefunden.

Zur Zeit stehen hier sehr viele Pilze und es macht richtig Spaß zu suchen. Ich sende Dir noch einmal ein paar Bilder von dem heutigen Fund. Der größte hier gezeigte Steinpilz ist 15 cm hoch, sein Hutdurchmesser beträgt 4,5 cm.

Der erneute Fund eines Weißen Steinpilzes mach mich sehr glücklich und die Maße betragen in der Höhe 10cm und der Hutdurchmesser beträgt ca.2,5cm. Leider habe ich ein zweites Exemplar an meinen Nachbarn verschenkt. So konnte ich leider kein Bild mehr davon machen, weil er ihn sofort verarbeitet hat.

Ich wünsche allen Pilzesammler viel Glück und freue mich schon, sollte es in den nächsten Tagen vorbei sein, auf die nächste Saison.

Viele Grüße,

Jürgen"

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2 Fotos: Jürgen ist noch einmal losgegangen und hat erneut beachtliche Ernte gemacht. Das Erstaunliche ist die Größe seiner Steinpilze: fast alle sind klein - der Beginn eines Schubes! Ein weißer war auch wieder dabei (2 Fotos © Jürgen).






Diemelstadt, Landkreis Waldeck-Frankenberg: Jürgen findet tolle Steinpilz-Raritäten!

Jürgen schreibt am

2. November 2012:

"Hallo, Heinz-Wilhelm,

habe erst kürzlich Deine Nachricht gelesen und möchte mich für die Grüße bedanken.

Ich möchte noch einmal erwähnen, dass ich am 3. August 2012 im Landkreis Diemelstadt den Schwarzhütigen Steinpilz, Boletus aereus, gefunden habe, den ich aber stehen ließ, weil er nach dem Bundesartenschutzgesetz zu den "streng geschützten" Pilzen zählt. Diese Pilze darf man im Gegensatz zu den "besonders geschützten" ja nicht ernten.

Heute habe ich in zwei Stunden, ebenfalls im Kreis Diemelstadt, die abgebildeten Steinpilze gefunden. Der schönste davon ist gewiss der weiße, der wohl ebenfalls eine Rarität darstellt.

Viele Grüße

Jürgen"

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Hallo Jürgen,

vielen Dank für diese spannende Nachricht! Zum einen der Schwarzhütige Steinpilz: Er ist ein Wärmeliebhaber, der viel eher in den südlichen Gegenden zuhause ist. Er liebt kalk- und ernährungsreiche Böden, vor allem Lehmböden. Er kommt viel häufiger in den Wäldern Kroatiens oder überhaupt auf dem Balkan vor. In der Region Diemelstadt ganz gewiss eine Rarität!

Aber auch Dein heutiger Fund (2 Fotos © Jürgen) ist bemerkenswert. Er bestätigt, was ich vage vermutet hatte: in den mittel- und norddeutschen Regionen kamen die Röhrlinge dieses Jahr sehr spät. Und da genau diese Regionen viel weniger von dem frühen Wintereinbruch vergangenes Wochenende heimgesucht wurden, gibt es genau hier jetzt noch die Chance auf Steinpilze!

Ist das nicht herrlich, im November auf Steinpilze zu gehen?!

Zu Deinem weißen Fang, also dem ersten Foto: das ist ebenfalls eine Rarität!

Ich habe einmal auf der Schwäbischen Alb zwei hinreißend schöne dieser Pilze zusammengewachsen gefunden, etwa 18, 20 Zentimeter(!) hoch; kein Schimmel, sie waren knüppelhart und schmeckten bestens; nur habe ich sie leider nicht fotografiert. Obwohl ich die Kamera dabei hatte. Ein unverzeihliches Versäumnis!

Konkret zu Deinem Weißen Steinpilz: Ich vermute, dass es sich nicht um einen "erfrorenen Weißen" handelt, sondern tatsächlich um die Varietät Boletus persoonii. Dafür spricht, dass Deine anderen Steinpilze sich allesamt in der uns bekannten Edulis-Form präsentierten. Man weiß bis heute nicht genau, ob die weiße Art aufgrund eines Mineralienmangels oder -überangebots entsteht oder ob es eine eigene erbliche Art ist. Auf jeden Fall ist sie selten!

Also noch einmal herzlichen Dank für die Einsendung dieser interessanten Pilze!

Weiterhin solche Glücksgriffe! Viele Grüße

Heinz-Wilhelm

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Südhessen: "Schönste Steinpilze"

Silke schreibt am

24. Oktober 2012:

"Gestern haben wir in einer jungen Eichenschonung in Südhessen in kurzer Zeit über ein Kilo schönste Steinpilze gefunden, wie gemalt!

Vorder- und Hintertaunus: Maronen zum Einlegen - hmmm...

Evy schreibt am

23. Oktober 2012:

"Vorder- und Hinter-Taunus voller Pilze, Samstag nach einer Reihe von warmen Herbsttagen im Mischwald des Hintertaunus ca. 2,5 Kg Steinpilze. Montag dann im Tannenwald des Vortaunus fette Beute unter den Maronen und Schusterpilzen (Flockenstielige Hexenröhrlinge). Die Maronen werden jetzt eingelegt. Hmmm lecker..."

Hallo Evy,

schön, dass es bei Euch noch die Einlegeküche für Pilze gibt! Das praktizieren leider immer weniger Pilzsammler.

Ein glückliches Händchen beim Würzen und ebenso guten Appetit wünscht Euch

Heinz-Wilhelm

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Hochtaunus: Seit einer Woche viele verwertbare Maronenröhrlinge

Waldi schreibt am

22. Oktober 2012:

"War heute im sonnigen Hochtaunus im hohen Mischwald unterwegs. Finde dort seit etwa einer Woche viele verwertbare Maronen und gelegentlich einen Steini.

Im Frühsommer konnte ich dort schon größere Portionen Pfifferlinge in den Korb legen. Habe dort offensichtlich nach langen Jahren der Suche einen Platz fürs ganze Jahr gefunden."

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Rüsselsheimer Wald: Reiche Ausbeute trotz großen Andranges der Pilzsammler

Rafael schreibt am

21. Oktober 2012:

"Heute morgen im Rüsselsheimer Wald. Mischwald, gut bekannt und besucht.

Ich sammel prinzipiell nur Pilze, die ich kenne, z.B. verschiedene "Schwämmlinge". Dort wurden wir heute gut fündig. Steinpilze, Maronen, Parasolpilze. Auch andere Arten, die andere Leute sammelten, waren reichlich da. Ausbeute in drei Stunden zu viert: Ein großer Korb. Gestern hatten wir dort auch schon Pilze gefunden."




Foto: Auch Parasolen, wie hier im Pilzkorb, gehörten zur willkommenen Beute von Rafael und Mitsammlern. Im Hintergrund sehen wir Fichtenreizker und Herbstlorcheln.




Hallo Rafael,

vielen Dank für die Meldung. Interessant ist immer wieder, wie nahe die Steinpilze, also mit die edelsten Pilze überhaupt, doch den Städten sind. Ja, mitunter sogar in den Städten wachsen. Und, wie Du schilderst, dass im Grunde alle Pilzsammler etwas abbekommen. Schätze, kommendes Wochenende bist Du bzw. seid Ihr wieder draußen. Ich habe vorsorglich mal Deinen genauen Standort, den Du beschrieben hattest, weggelassen... Dann erneut guten Erfolg!

Viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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Bad Homburger Hardtwald: Steinpilzalarm - und vieles mehr an köstlichen Herbstpilzen!

Lenka schreibt am

20. Oktober 2012:

"Hallo liebe Pilzler,

Steinpilzalarm im Bad Homburger Hardtwald, einem Taunus-Ausläufer! Das größte Exemplar wog 850 Gramm und war noch gut! Im Moment bewege ich mich nur noch in gebückter Haltung durchs Gesträuch, meistens stellen sich die Hutkumpels direkt in meinen Weg. Meine geliebten Violetten Lacktrichterlinge "mähe ich mit der Sense".

Totentrompeten blasen jetzt auch - endlich, endlich! - zum Marsch, allerdings an anderen Stellen als bisher. Violette Rötelritterlinge, Hexen- und Goldröhrlinge machen das ganze Pilzleben noch etwas bunter.

Nur die Maronen führen dieses Jahr ein Eigenleben: im Nadelwald machen sie sich rar, dafür besiedeln sie zunehmend den Rotbuchenbestand. Ach ja, und nicht zu vergessen: Bereifte Filzröhrlinge, Rotfüße... ich ernte und trockne sie in Massen. In einer Pilzsahnesoße mit böhmischen Knödeln machen sie sich sehr gut.

Möge dieser goldene Oktober noch mindestens bis in den Dezember dauern!

Liebe Grüße Lenka"

Prima wieder, Lenka!

Ein schönes pilzliches Herbstbild. Die Pilzsahnesoße mit böhmischen Knödeln kenne ich übrigens, die hat Schwiegermama Ludmila gerne in Praha 7, direkt am Stromovka-Park, gekocht... In diesem Sinne:

Dobrou chut'! von

Heinz-Wilhelm

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Foto: Zwar nicht 850 Gramm, wie bei Lenka, ab um 500 Gramm dürfte dieser Prachtbengel von Steinpilz auf die Waage gebracht haben.


Taunus, unterhalb des Römerkastells Saalburg

Christian schreibt am

18. Oktober 2012:

"Taunus unterhalb der Saalburg: massenweise Bovisten, die haben wir stehen lassen, acht schöne Steinpilze, drei Maronen. Wir gehen am Wochenende nochmals..."

Hallo Christian,

ähnlich wie bei Euch kommen die Steinpilze dieses Jahr in Sachsen sehr spät. Viele Pilzsammler hatten schon gar nicht mehr mit ihnen gerechnet, doch ich höre und lese hier und da, dass sie jetzt recht stark wachsen.

Hoffentlich bleibt das schöne Wetter bis zum Wochenende so stabil!

Viele Grüße und viel Erfolg von

Heinz-Wilhelm

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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