Pilzticker Hessen 23:
Funde vom 05.01.2014 - 11.05.2014



Pilzticker Hessen 23




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Die Muttertagsmorcheln für Mama erntete Massimo mit der Taschenlampe


Massimo schreibt am 11. Mai 2014:

"Hallo, 

gestern gab's bei mir Muttertagsmorcheln für Mama. Und zwar von Rindenmulch-morcheln.

Da ich tagsüber keine Zeit hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als in der Dunkelheit, bewaffnet mit einer LED-Taschenlampe und Regenschirm, die S-Bahn zu entern - und ab ging's zum Rindenmulch. Und obwohl es schon tief im Mai ist, standen sie überaus prächtig da, die schönsten Rindenmulchmorcheln, ganz frisch, im besten Alter.


Ob das wohl vor mir schon mal einer gemacht hat, in tiefer Dunkelheit so herrliche Morcheln zu ernten? Alles Gute zum Muttertag, liebe Mama! 

Viele Grüße, Massimo."

(Foto © Massimo Artale)

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Nichts für schwache Nerven: Die Trockenheit im Rhein-Main-Gebiet setzt nicht nur den Pilzen zu


Foto: Endlich mal eine Spitzmorchel, die sich sehen lassen kann. Die hartnäckige Trockenheit im Rhein-Main-Gebiet hat nicht nur den Pilzen erheblich zugesetzt. (Foto © Massimo Artale)


Massimo schreibt am 6. Mai 2014:

"Hallo Heinz Wilhelm,

endlich habe ich mal wieder was zu melden. Als ich es gar nicht mehr erwartet hatte, fand ich doch noch ein paar ansehnliche Morcheln. Ich hatte auch in den vergangenen zwei Wochen ab und zu welche gefunden. Darunter auch zwei sehr schöne, doch ich hatte leider keine Zeit, Bilder zu machen.  

Den Maipilzen - und somit auch mir - ging es dieses Jahr schlecht. Wer hätte gedacht, dass die ersten, die ich laut meiner Meldung vom 6. April gefunden hatte, auch schon die letzten sein würden. Die hartnäckige Dürre ließ keine Maipilze wie auch keine Morcheln wachsen. 

Als dann ab dem 27. April endlich der ersehnte Regen einsetzte und sich mit mildem sonnigem Wetter abwechselte, gab es dann doch noch schöne Morcheln, von denen Du auf dem Foto eine siehst.

Ob das meine Nerven in diesem offenbar spannenden Pilzjahr aushalten? 

Viele Grüße an alle! Euer Massimo"

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Norbert gratuliert Massimo zu seinen Maipilzen


Norbert schreibt am 13. April 2014:

"Herzlichen Glückwunsch an Massimo! Der Mairitterling ist für mich der sagenumwobenste Pilz schlechthin. Habe selbst in Frankfurt über 20 Jahre Pilze gesammelt und nicht mal einen einzigen gefunden, jedenfalls nicht in Frankfurt.

Viele Grüße, Norbert aus Wiesbaden"


Rhein-Main-Gebiet: Die Trockenheit setzt den frühen Maipilzen gehörig zu 


Pilzberater Dietmar Krüger schreibt am 11. April 2014:

"Auch wenn es vielerorts viel zu trocken ist, die Maipilze sind da - und scheren sich kein bisschen darum, dass sie angeblich erst ab dem Georgstag am 23. April erscheinen.

Bei der Ernte sollte man allerdings darauf achten, dass auch viele junge Fruchtkörper bereits von Pilzmaden verwurmt und nicht mehr zu gebrauchen sind. Was gewiss auch an der allgemeinen Trockenheit im Rhein-Main-Gebiet liegt. Das Myzel von Massimos Maipilzen scheint sich bis nach Offenbach ausgedehnt zu haben ;O)

Gruß Dietmar Krüger www.derpilzberater.de"

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Frankfurt: Massimos erste Maipilze landeten in einer Restaurantpfanne


Foto: Noch so früh im Jahr - und schon sind sie da: Maipilze. Gewöhnlich erscheinen sie erst in der letzten Aprilwoche. 


Massimo schreibt am 6. April 2014:

"Hallo alle miteinander,

im Raum Frankfurt sind sie bereits da, die ersten Maipilze! Sie landeten in der Pfanne in einem Resraurant (siehe Foto rechts), in dem ich abends manchmal aushelfe. Was nun aber meine geliebten Morcheln betrifft: Wenn's nicht beizeiten regnet, dann morchelt hier im Rhein-Main-Gebiet dieses Jahr nichts mehr, denn es ist schon wieder viel zu trocken.

Aber mal abwarten und lieber suchen als schon jetzt den Kopf in den Sand zu stecken.

Viele Grüße, Euer Massimo"

(2 Fotos © Massimo Artale)

Hallo Massimo,

das ist schon fast der Hammer, bereits am 6. April Maipilze zu finden, die üblicherweise erst um den 23. April erscheinen. Dass gute Morchelfunde ausbleiben, war nach dem ausgezeichneten Morcheljahr 2013 in Eurer Region fast zu erwarten. Derart üppige Funde in zwei aufeinander folgenden Jahren gibt es so gut wie nie. Die Trockenheit gibt ihnen den Rest.

Viele Grüße, Heinz-Wilhelm

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Frankfurt: Die Morcheln wollen für Massimo vorerst nur in der Stadt wachsen


Foto: Da wachsen sie, zur Freude von Massimo. Es sind Hohe Morcheln (Morchella elata), die sich durch ihre spitzkegelige Hutform auszeichnen. Sie sind hervorragende Speisepilze. (Foto © Massimo Artale)


Massimo schreibt am 2. April 2014:

"Hallo,

gestern und vorgestern fand ich endlich mal einige schöne Morcheln. Es kommt mir jedoch vor, dass sie außerhalb der Stadt noch nicht so recht wachsen wollen.

Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, wuchsen sie mitten in der Stadt, und zwar auf einem Hinterhofspielplatz, wo nur ein paar Birken auf einer Grünfläche stehen. Ich vermute, dass sie die Stadtwärme aus dem Boden gelockt hat. 

Gestern fand ich ebenfalls drei ansehnliche Morcheln unter einem Busch am Main entlang. Dazu noch zwei Käppchenmorcheln, die allerdings etwas "ramponiert" waren. 

Wenn es nicht allmählich los geht mit den Morcheln, weiß ich auch nicht weiter. 

Liebe Grüße, Euer Massimo aus Frankfurt, wie immer THE TRUE SEEKER (Der wahre Sucher)"

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Aus Massimos Pilzküche: So einfach lege ich Pilze auf italienische Art ein


Massimo schreibt am 5. Januar 2014:


"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

das Einlegen nach italienischer Art ist einfach und wirklich empfehlenswert.

Ich wasche die Pilze und lasse sie dann im Topf je nach Größe 5 bis 10 Minuten kochen (nur Hallimasch und Schwefelporlinge koche ich gut 15 Minuten).

Danach im Sieb abtropfen lassen. Dann wandern sie erneut in den Kochtopf. Nun gieße ich sie mit Weinessig auf, der sie nur knapp bedeckt. Dieses Mal lasse ich die Pilze jedoch nur kurz ankochen, d. h. sie kochen höchstens 1 Minute. Im Sieb abtropfen lassen.

Frischen Knoblauch draufschneiden, Salz (nicht zu wenig) und Pfeffer sowie Oregano dazugeben. Zur Deko machen sich ganze Knoblauchzehen sowie Chilischoten gut. Man kann natürlich auch ein Lorbeerblatt, einige Wacholderbeeren oder ein paar Körner Piment dazugeben.

Dieser Mix kommt dann in Gläser und wird mit Sonnenblumenöl übergossen. Man kann auch einen Schuss Olivenöl dazugeben, aber nicht mehr, sonst schmeckt das Ganze zu streng. Ich persönlich nehme übrigens gerne Gläser mit Verschluss, wie man es auf dem Foto sieht.

Die nächste Nacht lasse ich die Gläser noch offen stehen, damit das Öl gut einsackt. Darauf achten, dass keine oder nur ganz wenige Luftbläschen drin sind.

Am nächsten Morgen gieße ich ein wenig Öl nach, so dass alles bedeckt ist (wichtig!). Dann verschließe ich die Gläser. Die Pilze brauchen mindestens zwei Wochen, um Aroma zu ziehen und richtig gut zu schmecken. Je länger sie im Glas verweilen, desto leckerer sind sie.

Solche Pilze haben eine Haltbarkeit von locker ein bis zwei Jahren, vermutlich noch länger; das habe ich aber noch nicht ausprobiert. 

Ich wünsche allen Pilzfreunden viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

P. S. Das Rezept stammt aus der Zeit, als ich noch mit meinem Vater nach nur einer einzigen Pilzsorte in Deutschland gesucht habe, weil wir dachten, dass es im deutschen Flachland keine Steinpilze, Pfifferlinge und andere Köstlichkeiten gäbe. So haben wir nur Nebelkappen gesucht, Nebelgraue Trichterlinge also, oder, wie die Bayern sagen: Herbstbladl. Sie stehen ja heute nicht mehr so hoch im Kurs.

(Foto © Massimo Artale)

Hallo Massimo,

vielen Dank für diese Rezeptur mit ebenso vielen Grüßen!

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