Pilzticker Berlin 9:
Funde vom 06.10.2013 - 11.10.2013



Pilzticker Berlin 9




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Utas Herbststillleben mit den ersten Austernseitlingen der Saison


Uta schreibt am 11. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute war es nur ein kurzer Abstecher in den Stadtwald. Dieses Mal habe ich keinen Steinpilz gesichtet, aber dafür anderes Gepilz. Manches sieht so aus wie von der Herbst-resterampe. Dennoch: Wir hoffen noch.  

Die Schopftintlinge haben sich im Korb schon etwas gefärbt, kommen aber gleich in die Pfanne, und zwar zusammen mit den Austernseitlingen von gestern und einem kleinen Birkenpilz, den ich auf der Wiese unweit unseres Hauses schon beim ersten Spaziergang mit den Hunden entdeckte. Er fehlt allerdings auf dem Foto meines Pilzstilllebens im Herbst. Dabei war er doch das schönste Stück. Rechts oben sieht man den Dachsschädel, den ich kürzlich fand.

Nun denn, schöne Funde für alle Freunde der Pilze

Uta" (Foto © Uta)

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Erfolgreicher Pilzgang in einem fremden Wald und die Erkenntnis: "Es hört gar nicht auf"


Uta schreibt am 9. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute früh war ich mit den Hunden beim Tierarzt außerhalb von Berlin. Das Nützliche habe ich mit dem Angenehmen verbunden und bin danach mit den Hunden in den an die Praxis grenzenden Wald.

Erst sah es wenig Erfolg versprechend aus, aber dann steckten kleine Maronen ihre Köpfchen aus dem Moos. Und je weiter ich in den Wald eindrang, desto größer wurden sie. 

Leider hatte ich nur einen großen Stoffbeutel dabei und meinen Korb im Aufbruchstress vergessen. Aber in den Stoffbeutel passt ja auch so einiges rein und er war dann auch fast voll. Wäre ich länger als anderthalb Stunde durch den Wald gestapft, hätte ich sicher nicht mehr gewusst, wohin mit den vielen Pilzen.

Zum Schluss habe ich dann noch zwei kleine Steinpilze und den gebleichten Schädel eines kleinen Dachses gefunden. Passt auch perfekt in ein Herbststillleben, das ich bei Gelegenheit noch mal nachreiche. 

Ich habe dann den Inhalt des Beutels erst mal auf meinen Liegestuhl auf der Terrasse verfrachtet. Da nahmen sie nahezu die gesamte Sitzfläche ein. Man kann auch sagen, sie haben es sich gemütlich gemacht, siehe das Foto.

Und weil es so schön war, bin ich noch mal in den Berliner Stadtwald, schließlich möchten die Hunde auch am Nachmittag raus ;O)

Dort fand ich viele Birkenpilze und drei Steinpilze. Es hört gar nicht auf! Und so habe ich geputzt und geputzt und auch schon zwei Portionen eingefroren für den Winter. 

Übrigens, Grüße an Heinz, den Kollegen von der Wuhle. Ich wundere mich schon lange nicht mehr, wo Steinpilze überall wachsen. Birkengründe finde ich noch am wenigsten überraschend, denn erst neulich fand ich vier Stück, nun rate mal: unter einer Birke. 

Bevor es kalt wird, wünsche ich allen Pilzfreunden noch reiche Beute!

Gruß aus Berlin

Uta" (Foto © Uta)

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Der "Pilzgarten" lieferte Birkenpilze, der Wuhle-Wald einen Steinpilz und anderes fürs Lammgulasch


Foto: Ein sehr schönes herbstliches Stillleben mit Pilzen, Obst, Nüssen und Kräutern (Salbei) hat Heinz zusammengestellt. Das ist der Sinn vom Sammeln der Pilze: Sie mit den anderen Köstlichkeiten der Natur zu genießen. Sei es auf einem Bild, das sich in diesem Fall beinahe für die Kunstmalerei anbietet, sei es in der Küche, wo das Gefundene veredelt - und manchmal sogar geadelt wird. (Foto © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 8. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Morgen bin ich wieder einmal auf dem Weg zur Arbeit am verwilderten Areal (mein „Pilzgarten“) über den Zaun gesprungen und habe nach Birkenpilzen geschaut. Innerhalb weniger Tage lieferten mir die Birken wieder schöne Pilze.

Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher an die Wuhle, wo ich vor einigen Tagen unter Birken jede Menge Fliegenpilze sah. Dort wollte ich noch einmal nach Birkenpilzen schauen. Zwei überständige Pilze fand ich auch. Als ich schon gehen wollte, sah ich eine braune Kappe im Gras, ich dachte es wäre doch noch ein Birkenpilz.

Zu meiner Verwunderung stellte ich fest, dass es ein Steinpilz war. Allerdings schon ein älterer Geselle. Ein Steinpilz unter Birken und in Abwesenheit von Eichen, Fichten und Buchen. Ich war etwas erstaunt. Der weitere Weg an der Wuhle brachte mir noch schöne Birnen, Quitten und zu meinem Erstaunen eine Menge an Salbei ein. Begreife einer die Natur. Also ran ans Werk und alles verarbeiten.

Lammgulasch ist fast fertig, kurz die Pilze reingeschnitten und der Tag endet wieder einmal zum Wohlgefallen.

In diesem Sinne liebe Grüße von der Wuhle

Heinz"

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Utas Steinpilze waren blickdicht für die Dame mit dem Hund verstaut

Uta schreibt am 8. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute war ein guter Pilztag. 

Ich fand gleich wieder acht Steinpilze unterschiedlicher Größe. Mittlerweile habe ich den Blick für sie. Es ist ja kein Kunststück, sie zu sehen, wenn sie mitten in der Landschaft stehen, wo man gar nicht anders kann, als über sie zu stolpern. Sie aber in ihren unterschiedlichen Verstecken aufzustöbern, dazu gehört schon ein wenig Fantasie.

Mir kam eine Frau mit Hund entgegen und ich wollte sie auf einen schönen Fliegenpilz aufmerksam machen, sagte aber versehentlich: "Was für ein schöner Steinpilz!". Mein Fehler rührte daher, dass mir meine eben gefundenen fünf, sechs Exemplare noch im Kopf rumspukten.

Da rief sie: "Wenn es ein Steinpilz wäre, hätte ich ihn schon abgeschnitten. Aber es wachsen im Moment keine, dazu ist es zu trocken." "Das ist gut möglich", entgegnete ich - und lachte in mich hinein. Sie konnte schließlich nicht in meinen Korb voller Steinpilze, Birkenpilze und kleiner Maronen sehen - da saß nämlich der Deckel drauf.

Außerdem fand ich noch eine schöne Ziegenlippe und ein paar Pfifferlinge, die dieses Jahr in "meinem" Gebiet ziemlich rar sind.

(Pilzticker Berlin 9)

Beim Verlassen des Waldes stolperte ich geradezu über die Reste einer Krausen Glucke. Ein wenig enttäuscht war ich schon, denn an der Stelle bin ich oft vorbeigekommen. Das gute Stück war wohl unter Laub versteckt und von einer Wildschweinhorde ausgebuddelt worden. Ich sammelte ein paar winzige Reste vom Waldboden. 

Dann machte ich noch an einer Wiese halt, auf der Kiefern standen. Und da entdeckte ich viele junge und halbwüchsige Heringstäublinge. Welch ein Geruch! Aber ich weiß ja, wie herrlich sie schmecken, wenn man sie brät. Und dann, endlich, fand ich am Stamm eines Nadelbaumes doch noch eine Glucke. Sie begann bereits, an den Rändern zu trocknen, aber wenn man so sehr auf einen bestimmten Pilz hofft, nimmt man schon mal, was man kriegt und bedankt sich höflich.

Hier noch ein kleiner Rezepttipp für die Krause Glucke:

Ich trockne die Krause Glucke sehr gerne. Bei Bedarf lege ich sie später in heiße Brühe oder überbrühe sie mit heißem Wasser. Sie wird dann sofort weich und ich kann sie Suppen als Einlage beigeben. So ist die Krause Glucke im Frühling eine wunderbare Ergänzung für eine Kerbel-Cremesuppe. Dazu empfehlen sich geröstete Weißbrot-Stücke (Croutons). 

Ich hoffe, auch die anderen Passionierten hatten ähnliches Glück wie ich. 

Lieben Gruß aus Berlin

Uta"

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Die Rotkappen verweigern sich - dafür mussten zwei Perlpilze mit, obwohl sie Problemkinder sind

Uta schreibt am 6. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

es ist wirklich was ganz anderes, wenn man seine Pilzgründe kennt.

Ich bin heute eineinhalb Stunden durch den Stadtwald gegangen und habe gleich drei schöne große Steinpilze gefunden. Plus zwei ordentliche Steinpilzstiele mit Kappenrest, den sich wohl die Wildschweine oder anderes Getier vorgenommen hatten. Auch einen knubbeligen kleinen Steinpilz gab es.

Ich fand auch viele Birkenpilze - nur dieses Jahr einfach keine Rotkappen. Einige Maronen und viele Rotfußröhrlinge konnte ich aufspüren. Außerdem habe ich noch zwei schöne Perlpilze mitgenommen, obwohl die einen wegen ihrer Brüchigkeit beim Transport immer ärgern. 

Viele Pilzsammerlergrüße von Uta"

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