Pilzticker Berlin 8:
Funde vom 03.10.2013 - 05.10.2013



Pilzticker Berlin 8




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Heinz meldet aus dem Köpenicker Dickicht: "Bei Parasolen winken die Pilzsammler nur noch ab"


Foto: Heinz' Fund vom 4. Oktober. Rechts ein Violetter Lacktrichterling. Je nach Wetter ändern sie ihre Farbe. Bei Regen werden sie tiefviolett, bei Trockenheit können sie fast reinweiß sein. Oben ganz links sind Birkenporlinge, darüber Schmetterlingstrameten (Collage/Fotos © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 5. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

trotz des vorausgegangenen Feiertages ging ich am Freitag auf Pilzsuche in Köpenick.

Es war so ziemlich alles abgegrast. Hier und dort vereinzelte Maronen, ein paar Rotfußröhrlinge und jede Menge (ca. 60-80) Babyparasolen. Sie standen jeweils in Ringen von 8-12 Stück, aber noch zu klein. So viele Riesenschirmpilze wie dieses Jahr habe ich noch nie gesehen. Selbst Sammler, die ich unterwegs traf und die ich auf die Parasolen hin ansprach, winkten nur noch ab.

Meine einzige Chance das Unterholz. Also Kampfanzug angezogen und reingekrochen in das Dickicht. Es war die richtige Entscheidung. Ich fand zwei sehr ergiebige Stellen mit Maronen und Ziegenlippen. Birkenporlinge und Schmetterlingstramete waren ebenfalls meine Funde. Bei mir zu Hause an der Wuhle holte ich mir noch ein wenig Dost für die Pilze und fand dabei noch drei Stadtegerlinge, Wildapfel und Hundsrose. Ein anstrengender, aber schöner Pilztag. Den Tag beendete ich mit einem schönen Glas Berliner Pils in angenehmer Runde.

Ich nahm noch zwei Pilze zur Bestimmung mit. Ich vermute mal, dass es sich um den „Violetten Lacktrichterling“ und um das „Kuhmaul“ handelt.

Mit lieben Grüßen von der Wuhle

Heinz"

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Fünf Steinpilze sind da, aber der Fund einer Krausen Glucke steht noch aus


Foto: Butterpilze, Rotfußröhrlinge, Birken- und Steinpilze versammeln sich in Utas Emailleschüssel. (2 Fotos © Uta)








Uta schreibt am 5. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

auch ohne Sonne wachsen sie!

Heute ging ich los ohne Anspruch, etwas zu finden. Ich dachte so bei mir, gestern war ja schon ein "Kollege" unterwegs, auf Maronen-Jagd. Eigentlich brauchte ich nur noch eine Krause Glucke in diesem Jahr zu meinem Pilz-Glück. Doch da waren die Waldgötter anderer Meinung. Ausgleichshalber bescherten sie mir fünf Steinpilze. Und einen schönen Rest dazu.

Das kleine 50-Gramm-Exemplar - siehe kleines Foto - ist mein Liebling. Er wuchs in der Nähe von Fliegenpilzen. Also, der Fund einer Glucke steht noch aus. Morgen geht es wieder in den Wald. 

Lieben Gruß und ein schönes Wochenende, Uta"

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Der Stoßseufzer für eine Parasole fruchtete: Am Waldausgang stand sie da

Uta schreibt am 4. Oktober 2013:

Hallo Heinz-Wilhelm, 

heute Nachmittag war ich im Umland, da die Ausbeute, zumindest für mich, in meinem bevorzugten Stadtwald-Gebiet recht dürftig ausfiel. Diesmal war ein anderer schneller, aber man soll ja auch anderen Pilzfreunden mal was gönnen. 

Der mir überlassene Rest bestand aus vielen schönen kleinen Rotfußröhrlingen, drei Mini-Maronen und einem kleinen Steinpilz. Außerdem fand ich noch vier Pfifferlinge und einen Birkenpilz-Zwilling. Alles ein wenig mager, aber das ist ja kein Herbst, wenn man als Berliner nicht wenigstens einmal rausfährt und schaut, was so im richtigen Wald los ist. 

Gleich am Anfang habe ich an einer Stelle nachgeschaut, an der ich im letzten Jahr einen schönen Steinpilz gefunden hatte. Und siehe da, auch diesmal hatten sie auf mich geartet. Drei waren schon überreif, so dass ich sie lieber stehen ließ, aber sieben andere Steinpilze sahen richtig appetitlich aus. 

In einem Gebiet, wo wir vor ein paar Jahren einen großen Weidenkorb voller schöner Maronen rausgeholt hatten, war diesmal ziemlich Ebbe, so dass ich mich fragte, ob es dort mit den Maronen erst anfängt oder schon vorbei ist? 

Es war sehr viel abgeholzt worden, woraufhin das Gras stark ins Kraut geschossen war. Da wächst nicht mehr allzuviel, was einen Hut trägt. Vielleicht fühlen sich die Maronen in so einem Wirtschaftswald einfach nicht mehr wohl.

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An einer Stelle waren die Pilze vertrocknet, an einer anderen, am Feldrand z.B., waren die Butterpilze schon matschig, ganz so, als hätten sie schon Frost abbekommen. 

Trotzdem, so an den Waldrändern und zwischendrin gab es im Moos die eine oder andere kleine Marone, so dass dann am Ende, nach zwei Stunden, der halbe Korb doch voll war. 

Eigentlich ging ich in diesen Wald auch mit dem Wunsch nach einem großen Parasol-Pilz, da ich mir heute ein vegetarisches Schnitzel braten wollte. Auch die Parasolen waren schon vertrocknet und zerfallen. Ich sah nicht mal einen kleinen, also schickte ich einen Stoßseufzer an den Gott der Pilze. Und was soll ich sagen: Unmittelbar vor dem Waldausgang sie dann, auf einem Grünstreifen mitten auf dem Waldweg, eine der schönsten Parasolen, die man sich vorstellen kann. 

Das gab ein sehr schönes "Schnitzel"!

Nun denn, nächste Woche soll es noch mal wärmer werden. Ich freue mich schon drauf. 

Heute gibt es mal kein Foto.

Einen herzlichen Gruß an meinen Pilzsammler-Kollegen von der Wuhle - die Geschichte vom Rehbock hat mich sehr ergriffen.  

Grüße selbstverständlich auch an dich und alle anderen "Passionierten"

Uta"

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An der Wuhle: Gute Birkenpilzernte und der Abschied von einem Gefährten


Foto: Was so alles unter vier Birken stehen kann, die zwei Goldröhrlinge freilich nicht eingerechnet. Heinz machte quasi im Vorbeigehen wieder einmal gute Ernte. (Foto © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 3. Oktober 2013:

"Seid gegrüßt, liebe Pilzgänger/innen!

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit am verwilderten Areal vorbei bekam ich wieder diesen Pilzgeruch in die Nase. Über den Zaun gesprungen und siehe da, innerhalb weniger Tage standen wieder jede Menge Birkenpilze um die vier Birken.

Zwei Goldröhrlinge kamen mir auch zupass. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich die Pilze dieses Jahr umzingeln bzw. einkreisen. Oder habe ich vielleicht einen verkehrten Pilz gegessen und Halluzinationen? Mittlerweile stehen die Spitzkegeligen Kahlköpfe vor meinem Wohnzimmerfenster, ebenso die Feldhasen, die genüsslich den Löwenzahn wegmümmeln (ohne Abb.).

Ein wenig Trauer empfand ich über den Tod „meines“ Rehbocks. Mit ihm war ich sehr vertraut, uns trennten meistens nur wenige Meter bei meinen zahlreichen Gängen an der Wuhle. Vor vier Wochen bemerkte ich, dass er den rechten Hinterlauf hinterherzog. Ich fand ihn vor ein paar Tagen zusammengekauert unter Kastanienbäumen an der Wuhle, umgeben vom Dickicht und mannshohen Brennesseln. Dort nahm er Abschied.

Liebe Grüße an meine Berlinmitpilzliebhaberin Uta.

Liebe Grüße auch an alle anderen Mitstreiter/Innen.

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Die Steinpilzpastete begeisterte die ganze Familie - und wird wieder gebacken

Uta schreibt am 3. Oktober 2013:

"Heute habe ich zwei Steinpilze, einer groß, der andere klein, fünf kleine Birkenpilze, drei kleine Maronen und vier schöne Pfifferlinge gefunden. Ein Mann ging mit einem leeren Spankorb aus dem Wald heraus, er hat mir ein wenig leid getan.

Und nun zur Steinpilzpastete:


Foto: Die Pastete ist aufgeschnitten. Uta schreibt dazu: "Sie war nach einhelliger Meinung so köstlich, dass ich sie auf jeden Fall dieser Tage wieder zubereiten werde.

Der Zeitaufwand ist das Ergebnis wert. Der ganze Pilz, den ich nicht, wie die kleinen Stücke, gebraten hatte, sonder roh in die Mitte gestellt hatte, ist vielleicht etwas wässrig. Für mich schmeckte er aber saftig. Diese Konsistenz bekäme man nur durch Kochen hin, aber da würde viel von dem Aroma verloren gehen. In der Pastete bleibt es eben drin. Es ist im übrigen ein tolles Rezept für Vegetarier."

Hier geht`s zum Rezept für die Steinpilzpastete

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