Pilzticker Berlin 6:
Funde vom 17.09.2013 - 28.09.2013



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Ein winziger Schuss Wermut gibt Utas Stadtpilzen den entscheidenden Pfiff


Uta schreibt am 28. September 2013:

Lieber Heinz-Wilhelm, 

auf dem Foto rechts ist meine heutige Ausbeute zu sehen, gefunden in eineinhalb Stunden im Waldgebiet mitten in der Stadt. Dort, wo ich gestern schon war. 

Ein Herr, der den Wald verließ, hatte in seinem Körbchen vier mittlelgroße Pilze. Ich habe wohl die besseren Augen. Manchmal muss man einfach nur stehen bleiben und schauen ...

Das Pilzmahl gestern war übrigens das beste, an das ich mich erinnern kann. Mit selbstgeschabten Spätzle.


Und hier mein Mischpilz-Rezept:

Die Butterpilze mache ich immer zuerst und separat. Huthaut und Schwamm werden ab einer bestimmten Größe entfernt. In wenig Fett (Butterschmalz) und mit etwas Salz bestreut, brate ich sie an, bis das Wasser verdampft ist und die Pilze nicht mehr glibberig sind.

Erst ganz zum Schluss, wenn die anderen Pilze fertig sind, gebe ich sie dazu. Salz, Pfeffer, Schmand und einen Schuss Noilly Prat, ein erlesener französischer Wermut. Besser geht's kaum!

Gruß aus Berlin mit perfektem Pilzwetter!

Uta" (Foto © Uta)

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Das Füllhorn war beinahe übervoll mit allerlei köstlichen Herbstpilzen für Uta



Uta schreibt am 27. September 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

ich ging heute mit einem recht kleinen Körbchen in den Wald. Du kennst sie bestimmt, die kleinen Pappkörbchen mit dem Plastikhenkel, in dem man Obst kaufen kann. 

Die Pilze müssen wohl schon auf mich gewartet haben, so überwältigend war die Menge. So musste, ja musste! ich, obwohl es ja eine Sünde ist, eine Plastiktüte zu Hilfe nehmen, um all meine Schätze nach Hause tragen zu können. In diese vermaledeite Tüte habe ich dann zähneknirschend die unempfindlichen Birkenpilze und einen mächtigen, sehr festen Sommersteinpilz gepackt. Dann habe ich sie vorsichtig in meinem Rucksack verstaut.  

Auf Freiflächen im Wald wuchsen Unmengen von Butterpilzen, von denen ich nur eine kleine Auswahl nahm. Im Dickicht leuchteten Pfifferlinge. Ich stolperte über Rotfußröhrlinge und die ersten kleinen Maronen, über kleine  Parasolpilze. Im  Birkenhain warteten Birkenpilze in Massen, mit ganz hellen bis hin zu tiefbraunen Köpfchen. Perlpilze über Perlpilze standen in sandigem Boden; ich nahm nur einen einzigen mit, weil sie immer so sandig sind und die anderen Pilze damit einstäuben. 

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Nebelkappen (Nebelgraue Trichterlinge) habe ich stehen lassen, ebenso die vielen Champignons, die sich sogar im Park in unserer Nähe breitmachen. Auch Täublinge habe ich in großer Anzahl entdeckt, die ich aber lieber den Kennern überlasse. Sie sicher zu bestimmen ist vielleicht eine Aufgabe, die ich gern noch in Angriff nehmen würde. Nur dem Frauentäubling, der mich so ungeniert anschaute und bei dem es, nach meiner Ansicht, keine Verwechslungsgefahr gibt, konnte ich nicht widerstehen. 

Eigentlich sollte es heute Fisch geben - aber nun warten ein großes Küchenbrett voller Birkenpilze, siehe zweites Bild und ein rundes Tablett voller herbstlicher Delikatessen, siehe erstes Foto...

Ich hoffe, Dir und den anderen Pilzfreunden geht es gut und Euch ist reichliche Ernte beschieden. 

Herzlichen Gruß aus Berlin, Uta (2 Fotos © Uta)

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Der Pilzreichtum an der Wuhle machte Heinz klar: Ein neuer, größerer Pilzkorb muss her


Foto: Sehr schön hat Heinz hier die Charakteristik der Riesenschirmpilze eingefangen. Der Einzelpilz rechts zeigt eindrucksvoll das genatterte Stielmuster. Der Hut scheint es übernommen zu haben. Man will fast meinen, der Pilz wolle mit schlangenähnlichem Aussehen Fressfeinde abhalten. (Collage/Fotos © Heinz Karp)


Heinz schreibt am 23. September 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

hier ein kleiner Überblick über meine Pilzfunde in Gebieten entlang der Wuhle.

Freitag, d. 20. September, war ich im Köpenicker Wald. Dort fand ich folgende Pilze: Rotfußröhrlinge, Parasolen, Waldfreundrüblinge, Birkenpilz, Birkenporlinge, Purpurfilziger Holzritterling, Ockerfarbene Trichterlinge und diverse Täublinge. Letztere ließ ich allerdings im Wald. Ich hoffe, dass ich mir nächstes Jahr das umfassende Gebiet der Täublinge vornehmen kann.

Am Sonntag, d. 22. September, schaute ich in den Waldgebieten im Norden der Wuhle nach Pilzen. Es bot sich das gleiche Bild, deshalb machte ich hier keine Fotos mehr.

Überall sehr viele Rotfußröhrlinge und Parasolen. Entlang der Wuhle schießen die Champignons aus dem Boden. Es gibt jede Menge Pilze. Allerdings keine Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen. Da hilft nur eines: Warten, hoffen, neu erworbenes Wissen vertiefen - und einen größeren Pilzkorb kaufen.

Mit besten Grüßen von der Wuhle

Heinz"

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Auf der Fahrt zur S-Bahn füllte sich der Korb mit schönen Champignons


Foto: Schöne Champignons vom Wegesrand hat Heinz auf seiner Fahrradfahrt zur S-Bahn geerntet. Stand eventuell auch gleich ein Baum mit knackigen Cox-Orange-Äpfeln in der Nähe? (Foto © Heinz Karp)


Heinz schreibt am 18. September 2013:

Hallo Heinz-Wilhelm,

meine morgendliche Fahrradtour zur S-Bahn entlang der Wuhle füllte mir am Dienstag einen schönen Korb voller Egerlinge. Gefunden habe ich sie an zwei Stellen entlang meiner Fahrradtour, die ca. 100 Meter voneinander liegen.

Davon ausgehend, dass es sich um eine Art von Egerlingen handelt, überraschte es mich doch beim Säubern, dass Sie unterschiedlich rochen und unterschiedliche Merkmale aufwiesen.

Letztendlich habe ich sie als Schafegerlinge und als Wiesenegerlinge bestimmen können. Unterschiedliche Merkmale waren: Der unterschiedliche Geruch, die verschiedenfarbigen Lamellen, der zahnradförmige Ring bei einigen. Beide Arten sind essbar und lecker.

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Foto: Schnitzel von jungen Birkenporlingen. Die Pilze sind bekannt für ihre günstige  Auswirkung auf Irritationen im Magen - und anderes mehr. (Foto © Heinz Karp)


Ausserdem habe ich die Birkenporlinge (nur junge Exemplare) meines letzten Pilzganges getrocknet und zum ersten Mal in meinem Leben einen Tee davon getrunken, ohne weitere Zusätze. Hat leicht säuerlich angenehm geschmeckt. Habe allerdings nur eine kleine Dosis des Birkenporlings zu Testzwecken kurz aufgebrüht. Sollte ich Ihn vertragen, wäre es ein wirklich gutes Getränk. Ich werde in gewissen Abständen darüber informieren.

Mit lieben Grüßen aus Berlin-Kaulsdorf

Heinz"

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Cinzia über ihre erste Ochsenzunge: "Wirklich geschmeckt hat mir der Pilz nicht"


Cinzia schreibt am 17. September 2013:

"Eine Ochsenzunge im Bucher Forst, Riesenboviste in Berlin-Mitte.

Die Ochsenzunge wirkte auf der Oberseite wie dick mit Johannisbeergelee bestrichen. Der etwas säuerliche Geschmack ließ sich durch mehrstündiges Wässern zwar gut mildern (im Vergleichstest mit der anderen Hälfte, die ich nur kurz abgekocht hatte). Wirklich geschmeckt hat mir der Pilz aber nicht. Trotzdem habe ich mich gefreut, denn eine Ochsenzunge stand schon länger auf meiner Liste der erhofften Funde. Der Geschmackstest der Boviste steht noch aus."

Hallo Cinzia,

Du bist sehr erfolgreich in Städten mit dem Pilze sammeln unterwegs, Glückwunsch! Noch ein Tipp: Beim Riesenbovist ist es wichtig, die zwei den Pilz umschließenden Häute zu entfernen und nur das Innere, die Gleba, zum Braten zu verwenden. Sonst schmeckt der Pilz bitter und etwas abweisend.

Guten Appetit und viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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