Pilzticker Berlin 16:
Funde vom 24.11.2014 - 17.12.2015



Pilzticker Berlin 16




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Ein tolles Rezept für eine leckere Winterrüblingsssuppe von Manfred




Foto: Samtfuß- oder Winterrüblinge sind nicht nur ausgezeichnete und gegen allerlei Krankheiten vorbeugende Heilpilze. Sie schmecken auch sehr gut - und eignen sich bestens für Winterpilzsuppen. Manfred stellt hier ein tolles Suppenrezept für diese Pilze vor. Und beweist: Schon zwei Hände voll Pilze reichen, um ein köstliches Gericht für zwei Personen zuzubereiten. (Foto © Peter Rohland)

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Manfred schrieb am 17. Dezember 2015:

»Hallo,

ich habe gestern gut zwei Hände voll Winterrüblinge (Flammulina velutipes) gefunden.

Zuhause hatte ich noch ein Päckchen vorgegarte Esskastanien, und da kam mir die Idee zu folgender winterlicher Pilzsuppe (für 2 Personen):

Winterrüblinge säubern und in Streifen schneiden. In Butter anbraten und 10 Minuten im eigenen Saft garen lassen. Pilze mit dem Seiher herausnehmen.

Von etwa 200 Gramm Esskastanien etwa 1/4 beiseite legen. Die übrigen zusammen mit einer 1/2 gehackten Zwiebel und einer handvoll gewürfeltem Knollensellerie in dem Saft anbraten. Mit etwa 500 ml Gemüsebrühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen.

Dann das Ganze mit dem Pürierstab pürieren (falls zu dickflüssig, noch Brühe nachgießen). 100 ml Sahne einrühren und die Pilze hinzufügen. 5 -10 Minuten ziehen lassen und dann mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Als besonderen Clou habe ich noch etwas Zimt beigegeben. Die zurückbehaltenen Kastanien nicht zu fein hacken, in etwas Butter scharf rösten, dann Puderzucker darüber streuen und knusprig karamellisieren lassen.

Die Suppe in Teller oder Suppentassen füllen und die karamellisierten Maronen (Esskastanien) darüber streuen.

Wir fanden die Suppe sehr lecker!

Liebe Grüße aus Berlin, Manfred«

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4,5 Kilo bester Austernseitlinge im Grunewald für Manfred

Manfred schreibt am 16. November 2015:

"Es gibt in diesem Jahr viele Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus). An einem liegenden Stamm im Grunewald fand ich heute 4,5 kg in bester Qualität."





Ein ganz einfaches Rezept für ein köstliches Schwefelporlingsgericht


Foto: Schwefelporling, ganz einfach zubereitet. Eine Berliner Pilzfreundin findet Michaels "Schwefelporling in Thai-Curry" zu opulent. Die Geschmäcker sind, Gott sei Dank, verschieden. Beide Rezepte sind des Probierens wert.

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Eine Berlinerin schreibt am 29. September 2015:

"Guten Abend Herr Bertram,

der Herbst hat mich auf den Pilzticker verschlagen. Ich gehöre weder zu den Pilzkennern noch zu den gezielt Suchenden. Ich bin nichts als neugierig und wandere jetzt im Alter gern über 20 Kilometer querwaldein. Vor allem wenn ich mitten im Wald einsame PKW sichte, verschwinde ich sofort vom Weg.

Die Pilzsaison ist meine "Sparkasse". Diesbezüglich hat mich das eingestellte Schwefelporlings-Rezept wahrlich erschüttert. Einem Fernseh-Chefkoch wird das opulente Mahl sicher gefallen.

Ich schicke hier meine Alternative mit Foto (oben): gleich abends pur mit einer Knoblauchzehe in Öl gebraten und mit rohen Wildkräutern verspeist, ist es eine unverfälschte Delikatesse!


Zum Birkenporling möchte ich anmerken, dass ein Kaffee ohne Zucker und Milch sehr viel bitterer schmeckt. Eigentlich hat ein junger Birkenporling kaum Eigengeschmack. Mit einem darüber geschlagenden Ei und den üblichen, einfachen Gewürzen ergibt ein kleiner Pilz aber eine bissige Mahlzeit.

Das riesige Exemplar auf dem Teller (Foto rechts) entfaltet sicher eher als Pulver für Tee eine sinnvolle Wirkung. Ich werde das probieren, bis jetzt hatte ich noch bei jedem Verwertungsversuch Glück.

Eine Berlinerin"

(2 Fotos © Eine Berlinerin)

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Uta freut sich: Die Pilzvielfalt am Rand von Berlin nimmt zu


Foto: Eine beachtliche Pilzernte hat Uta am Rand von Berlin zusammengetragen. Zum ersten Mal nach langer Zeit fand sie auch Stockschwämmchen. Sie liegen auf der rechten Schale in der Mitte. (2 Fotos © Uta)

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Uta schreibt am 20. September 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute habe ich außerhalb von Berlin das Gegenstück zum Karbolegerling gefunden, den Anis- beziehungsweise Schafchampignon, siehe das rechte Foto. 

Anders als meine Giftchampignons im Garten verströmt er einen angenehm lieblichen Geruch, der am ehesten an Champignons erinnert, auch leicht an Bittermandel. Dominant anisartig finde ich ihn nicht; ein flüchtiger Anisgeruch ist aber wahrnehmbar. 

Er gilbt vorwiegend am Hut, während der Stiel sich eher bräunlich färbt. Die Lamellen beim jungen Typ sind eher graurosa als prahlerisch rosarot. Und der Ring ist auffällig groß und dicker als der von den Karbolchampignons.

Da in Berlin, jedenfalls in unserer Ecke, die PIlze noch nicht so richtig wachsen, sind wir etwas nach außerhalb gefahren und erfreulicherweise fündig geworden.

Zwar sind die Maronen noch Mangelware, dafür fanden wir aber Massen an Rotfußröhrlingen, die recht sauber waren. Wir entdeckten zu unserer Freude auch Stockschwämmchen, die wir seit Jahren nicht mehr hatten. Auch an einigen Parasolen und an zwei Scheidenstreiflingen, die ich persönlich recht gern mag, fehlte es nicht. 

Nun wünsche ich auch den anderen Pilzliebhabern fette Beute. Ich mache mich ans Putzen. 

Lieben Gruß Uta"





Uta hat Anlass zur Hoffnung: Die Bütterchen sind noch ganz winzig

Uta schreibt am 19. September 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

das Pilzaufkommen in Berlin ist noch sehr spärlich und auch zu unberechenbar.

Meine heutige Ausbeute war ein Birkenpilz, ein schöner Flaschenstäubling, von denen es viele noch in Miniaturform gibt, und der erste Parasol, noch als Keule. Aber da ihn jemand umgerissen hatte, landete er in meinem Korb.

Wie die Flaschenstäublinge sind auch die Butterpilze noch sehr klein. Man müsste sie Bütterchen nennen, so winzig sind sie noch. 

Aber immerhin ist es nicht mehr so trocken wie im letzten Monat und wir haben Anlass zur Hoffnung. 

Lieben Gruß aus Berlin, Uta"


Die ersten Netzstieligen Hexen sind da - der Anfang ist gemacht


Uta schreibt am 20. Juli 2015:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

man könnte ja meinen, die Pilzgemeinde unserer Gegend läge noch in tiefem Winterschlaf. 

Vor drei Tagen entdeckte ich auf der Wiese im Park die ersten Stadtchampignons, die ich aber stehen lasse, da der Ort sehr von Füchsen und Hunden frequentiert ist. 

Gestern sah ich auf dem Grünstreifen den großen Netzstieligen Hexenröhrling auf dem Foto. Da war er nicht mal halb so groß und der Hut lag noch kugelig an. Heute war er umgeworfen und da dachte ich, dass ich ihn doch lieber mitnehmen sollte. In einer anderen Seitenstraße stieß ich dann auf drei große Exemplare und den kleinen auf dem Foto, bei dem ich einfach nicht widerstehen konnte - ehe er irgendwelchen Vandalen zum Opfer fällt. 

Der Anfang ist also gemacht. Wenn es bei uns in der Stadt mit den Pilzen anfängt, dauert es in der Regel zwei Wochen, bis es im kühleren Wald auch pilzelt. Das macht doch irgendwie Hoffnung, oder?!

Gruß aus Berlin 

Uta"

(Foto © Uta)





Die feuchtmilde Berliner Luft behagt den Winterpilzen und die erfreuen Heinz


Foto: Samtfuß- oder Winterrüblinge (links) und Judasohren efreuten Heinz bei seinem ersten Pilzgang im neuen Jahr. (2 Fotos © Heinz Karp)

Heinz schreibt am 5. Januar 2015:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ein gesundes Neues Jahr und schöne Pilzfunde wünsche ich Dir und allen Pilzliebhabern.

Mein erster Pilzgang an der Wuhle im neuen Jahr trug mir ein paar schöne Funde ein. Überall waren kleine Nester mit Samtfußrüblingen (Foto rechts) zu entdecken. Auch die Judasohren scheinen das derzeit mildfeuchte Klima zu mögen.

Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder etwas mehr Zeit finde für meine Pilzgänge.

Mit lieben Grüßen aus Berlin, Heinz"

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Gudrun will jetzt öfter »in die Winterpilze« gehen


Gudrun schreibt am 3. Januar 2015:

"Hallo,

diese Internetseite ist wirklich interessant.

Gestern und heute fand ich im nördlichen Berliner Umland Judasohren und auch Samtfußrüblinge. Beide Pilze kannte ich bisher nicht, meine Nachbarin hatte mich darauf gebracht.

Wenn das Wetter so mild bleibt, werde ich jetzt ganz sicher öfter mal »in die Winterpilze« fahren.

Viele Grüße Gudrun"

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Die große Artenvielfalt entschädigt für die zwei knapp entgangenen Steinpilze


Foto: Violette Rötelritterlinge, (links), Maronenröhrlinge (Mitte) und Frostschnecklinge (rechts) waren unter anderem die Ausbeute von Heinz' Streifzug mit einem Bekannten an der Wuhle. (Foto © Heinz Karp)


Ernst schreibt am 24. November 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

der gestrige Sonntagsspaziergang mit einem Bekannten war recht erfreulich. Wie auf dem Bild zu sehen ist, fanden wir für die Pfanne noch Maronen, Violette Rötelritterlinge und zu unserer Freude auch Frostschnecklinge.

Leider kamen wir zu spät zu meiner Steinpilzstelle, es waren nur noch die Schnittreste von zwei Steinpilzen zu sehen.

Das herrliche Wetter und die große Artenvielfalt der noch zu findenden Pilze tröstete uns aber darüber hinweg. So fanden wir noch Parasolpilz, Safranschirmling, Hallimasch, Täublinge und vieles mehr. Es lohnt sich also noch in die Wälder zu gehen!

Die Samtfußrüblinge hier an der Wuhle lassen jedoch noch auf sich warten, auch wenn ich schon vereinzelte im Wohngebiet gesichtet habe.

Mit lieben Grüßen aus Berlin. Heinz"

Mehr Pilze auf Heinz' Internet-Blog

http://wuhlepilzeundco.blogspot.de/

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