Pilzticker Berlin 11:
Funde vom 17.10.2013 - 29.10.2013



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Ein Solist von der Wiese stellt die Zuchtpilze in den Schatten

Uta schreibt am 29. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

auf dem Austernpilzstumpf wuchs ein wunderschöner Solist. Ich musste ihn ernten, denn da ist jemand sehr mähwütig und hält den Rasen gern kurz. Der Stumpf ist in Bodenhöhe abgesägt, so dass der Pilz unters Messer kommen würde, nähme ihn niemand mit. 

Vor kurzem habe ich im Supermarkt Austernseitlinge gesehen, aber seit ich meine ersten Exemplare draußen geerntet habe, befand ich die Handelspilze rein vom Aussehen her für "Schrott". 

Lieben Gruß, Uta"

Hallo Uta,

gezüchtet wird, soweit ich weiß, Pleurotus pulmonarius, also der bei wärmeren Temperaturen fruktifizierende Lungenseitling und nicht die von Dir gefundene Wildform Pleurotus ostreatus. Pulmonarius ist deutlich blasser und dünnfleischiger, schmeckt aber ausgezeichnet. Sein Problem ist wohl eher, dass er oft noch in schon angetrocknetem Zustand angeboten wird.

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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Auch auf niedersächsischem Territorium waren die Waldgänge für Heinz "sehr schön"


Foto: Pilze, die Heinz bei seinen Gängen am 24. und 25. Oktober im niedersächsischen Lappwald bei Helmstedt fand. Zu den Arten siehe nachstehender erster Absatz. (Collage/Fotos © Heinz Karp)



Heinz schreibt am 27. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in Niedersachsen fand ich am 24. und 25. Oktober in den nördlichen Ausläufern des Lappwaldes bei Helmstedt Maronen und Hallimasch (oben rechts), Rehbraune Dachpilze (oben Mitte) und Birnenstäublinge (unten rechts). Vereinzelt waren noch Violette Rötelritterlinge, Rotfußröhrlinge, Orangerote Becherlinge (unten Mitte), Flaschenstäublinge (unten links) und Grünspanträuschlinge (oben links) anzutreffen.

Steinpilze waren nicht zu finden. Bei meinem ersten Pilzgang stand ich plötzlich inmitten eines Nestes von Hallimasch mit einem Durchmesser von ca. 15 Metern. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen.

Insgesamt kann ich sagen, es waren zwei sehr schöne Pilzgänge, obwohl der Hallimasch zum größten Teil schon überständig war. Die Maronen waren allesamt madenfrei und in einem noch sehr guten Zustand. Da ich meine Bücher nicht dabei hatte, konnte ich leider einige Pilze nicht bestimmen. Bei einem Fund war ich mir nicht sicher, ob es sich um Stockschwämmchen oder Gifthäublinge handelte. Also Finger weg und weiter durch den Wald.

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Bereits am 18. Oktober hatte ich bei einem kleinen Spaziergang Birkenpilze, Pappelritterlinge, Violette Rötelritterlinge und Herbstlorcheln gefunden. Pappelritterlinge fand ich an drei Stellen mit jeweils cirka drei Metern Durchmesser. Ein Gewimmel an Pilzen. Leider waren sehr viele zu groß und schon von Maden befallen.

An einer Stelle fand ich die Parade von Pilzen auf einem morschen Stamm. Ein paar habe ich zur Bestimmung mitgenommen. Ich konnte keine zweifelsfreie Zuordnung treffen, vermute aber, dass es Grünblättrige Schwefelköpfe sind, deren Hutfarbe nicht selten stark ins Orange geht.

Bin wieder in Berlin. Und schon zog es mich wieder in meinen Pilzgarten. Mein kurzer Besuch dort trug mir heute, am 27. Oktober, die ERNTE von zehn Birkenpilzen ein. Man könnte fast sagen, die Pilzsaison hat begonnen.

Mit lieben Grüßen, Heinz"

(Foto © Heinz Karp)







Uta stellt fest: Die Pilze werden nun merklich weniger

Uta schreibt am 26. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

es liegt so viel Laub, dass ich nur noch wenig Pilze sehe. Heutige Ausbeute von dem Spaziergang war ein Birkenpilz und eine etwas angeknabberte Marone. Perlpilze und kleinere Parasolen gibt's auch noch. Und ein paar frische Mini-Stäublinge habe ich heute auch in reicher Anzahl unter einer Birke entdeckt, aber langsam wird es wirklich weniger mit den geliebten Pilzen. 

Ich muss mich noch korrigieren, was meinen gestrigen Fund anbelangt. Mir schwante da schon was, aber ich hab die drei Findlinge alle als Birkenpilze bezeichnet. Bei näherer Betrachtung könnte der mit dem dickeren Stiel - kommt auf dem Foto leider nicht so gut rüber - durchaus eine Eichenrotkappe/-braunkappe sein. 

Der Stäubling roch wirklich so lecker, dass ich schon versucht war, ihn roh zu probieren. Lag ich doch nicht so falsch :O)

Mit den anderen Pilz-Kollegen zusammen schmeckte er gebraten auch herrlich. 

Noch schöne Waldspaziergänge wünscht allen, die es nicht lassen können,

Uta"

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Stattliche Birkenpilze und ein wohlschmeckender Beutelstäubling


Uta schreibt am 25. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

auf dem Foto ist meine Ausbeute von einer Stunde Spaziergang am heutigen Tag zu sehen. Die Birkenpilze sind zehn Zentimeter und höher. Vor zwei Tagen waren sie noch nicht da. Und soll ich den Beutelstäubling wirklich zubereiten? Es gab in diesem Jahr so viele und er duftet so wunderbar. Als ich ihn schnitt, war er noch weiß. 

Lieben Gruß, Uta"

(Foto © Uta)

Hallo Uta,

solange er weiß ist, kannst Du ihn bedenkenlos essen. Er wird prima schmecken. Fast wage ich gar nicht zu gestehen, dass ich diese Pilze seit Jahren gerne roh, direkt von der Wiese weg, esse. Weil das in der Literatur nicht ausdrücklich erwähnt wird. Korrekt heißen sie "Beutelstäubling" und nicht, wie häufig zu lesen, "Flaschenbovist". Mit Bovisten haben sie verwandtschaftlich nichts zu tun.

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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In nur einer Stunde war im Berliner Speckgürtel der Korb mit Maronen gefüllt

"Sammlerin" schreibt am 20. Oktober 2013:

"Am 17.10.2013 habe ich eine Stunde gesammelt - und hatte einen Korb voller Maronen. Sammelgebiet war südlicher Berliner Speckgürtel, kurz hinter Siethen im Niederen Fläming."


Uta freut sich: "So viele blütenreine Pilze hatten wir hier lange nicht"


Uta schreibt am 17. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

ja, hier geht so einiges! Eine kleine Parasole, drei Steinpilze, fast schwarzköpfige Birkenpilze, sehr stramme Gesellen, Rotfußröhrlinge, Marönchen und ein Butterpilz. Aber vor allem, und das erstaunt mich maßlos, wieder die leuchtenden Pfifferlinge

Meine heutige Ausbeute von einer Stunde Spaziergang: Drei größere Parasolen, ein Birkenpilz, 15 Zentimeter hoch und mit zehn Zentimetern Durchmesser, schön fest und mit noch weißem Schwamm.

Heute fand ich nur drei Pfifferlinge, aber ich war nicht wirklich an meinen Pfifferlingsstellen. Dafür drei unversehrte Maronen. So viele blütenreine Pilze wie in diesem Jahr hatten wir hier lange nicht.

Viele Grüße von Uta"

(Foto © Uta)

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