Pilzticker Berlin 10:
Funde vom 12.10.2013 - 16.10.2013



Pilzticker Berlin 10




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Abschied und Willkommen an der Wuhle: Die Birkenpilze gehen, Austernseitlinge kommen


Foto: Hallo, wir sind da! Breit und bräsig scheint ein Austernseitling verkünden zu wollen, dass die Zeit seiner Art nun gekommen sei. Austernpilze sind Kälteliebhaber. Sie fruktifizieren bei Temperaturen von 11 Grad und darunter. Auch Violette Rötelritterlinge (oben rechts) sind klassissche Spätherbstvertreter. Der Birkenpilz rechts unten ist schon ein wenig in die "Jahre" gekommen und deutet den Abschied des hohen Pilzherbstes an. (Collage/Fotos © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 16. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

aufgestanden, Pilzticker geschaut, auf dem Weg zur Arbeit durch meinen Pilzgarten gegangen, wieder schöne Pilze gefunden.

Die Birkenpilze verabschieden sich allmählich, zwei hatten sich vor mir versteckt. Aber meine Nase hat sie unter Nadelgehölz gewittert. Der Geruch von Birkenpilzen ist für mich sehr intensiv wahrnehmbar, genauso wie der Geruch von Pappeln. Mag sein, dass es etwas mit meiner Kindheit zu tun hat. Es gibt einfach Gerüche, die einen lebenslang begleiten.

Birkenpilze gehen, Austernseitlinge kommen, und zwischendurch ein paar Violette Rötelritterlinge. Die Pappelritterlinge konnte ich leider nicht mehr ernten. Meine Arbeit ließ es nicht zu.

Die nächsten Tage werde ich mit meinem Bruder in Niedersachsen in der Nähe unserer Heimat bei einem gemeinsamen Jugendfreund verbringen. Die nördlichen Ausläufer des Lappwaldes werden dann mein Exkursionsgebiet sein. Wald, Wasser und Jugenderinnerungen werden dann wohl im Vordergrund stehen. Ich freue mich sehr darauf und hoffe, ein paar schöne Funde im Bild festhalten zu können.

Mit lieben Grüßen von der Wuhle

Heinz"

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Die schönen Pfifferlinge hatten sich durch den Blätterteppich tapfer nach oben gekämpft


Uta schreibt am 14. Oktober 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem großen Regen hatten wir gestern viel Sonne, und da zog es mich natürlich noch mal in den Maronen-Wald, in dem ich schon am Mittwoch war. 

Bereits unterwegs sahen wir an den Waldrändern viele abgestellte Autos, vier, fünf, sechs. Die Wälder waren stark besucht - da hatten wohl andere die gleiche Idee. Aber als wir dann am Zielort anlangten, hatten wir dieses besondere lichte Waldstück ganz für uns.

Wir gingen mit etwa fünf Kilo feinster, fester Maronen raus, die wir dann auf Familie und Freunde verteilten. Das, was wir an guten Pilzen stehen ließen, hätte unsere halbe Straße versorgt. 

Eine Entdeckung von gestern möchte ich noch erwähnen: Den auffälligen, essbaren Grünspanträuschling, den ich aber, da ich ihn für recht selten halte, stehen ließ.

Leider gab es dort keinen einzigen Steinpilz. Dafür musste ich dann heute in den Stadtwald. Auf dem Foto sieht man, bis auf die bereits eingetrockneten Reste einer Krausen Glucke von gestern, die heutige Ausbeute von einem einstündigen Spaziergang. 

Der große Steinpilz stand - na, wo wohl? - unter einer Birke. Der ganz kleine war bereits aus dem Boden gelöst, so dass ich auch ihn mitnahm. Die kleinen festen Steinpilze kann man roh verzehren, sie schmecken so herrlich nussig wie kaum ein anderer Pilz.

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Fortsetzung Pilznachricht Uta

Neben dem Winzling lagen noch zwei Steinpilzstiele, so als hätte jemand nur die Kappen mitgenommen. Das ist mir auch bei Birkenpilzen schon mal aufgefallen, dass die Kappen fehlen, aber die Stiele stehen bleiben. Erst hatte ich ja die Wildschweine in Verdacht, aber jüngere Experimente, die ich in der Richtung mit Wildschweinen in einem Gehege durchführte, ergaben, dass sie Pilze verschmähten, so, wie du es schon gesagt hattest, mir dafür aber frisches Gras und Kräuter aus der Hand fraßen.

Die erste Marone ließ ich heute, wegen meines gestrigen Sammelerfolges stehen, bei den anderen beiden konnte ich dann nicht nein sagen. Besonders stolz bin ich auch auf die große Ziegenlippe. Meine Hündin führte mich dann an eine versteckte Stelle, an der schöne Pfifferlinge standen, deren Qualität auf dem Bild gut zu erkennen ist. Das hat mich überrascht, da die Blätter, die jetzt überall fallen, alles zugedeckt hatten. Die Gelben hatten sich tapfer ans Licht gekämpft. 

Da geht noch was!

Lieben Gruß an dich und alle anderen Pilzfreunde vom Pilzticker

Uta"

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An der Wuhle warteten ein Meuchelmörder, ein Heuschnupfen-Gegner, ein geschützter Schönling und eine Lorchelgrazie


Foto: Da gefriert einem beinahe das Blut in den Adern: Links oben, da lauert er, die Tod in der Pfanne: Der Grüne Knollenblätterpilz im schmutzigen, vielleicht etwas untypischen, weil etwas zu intensiven Grün. Daneben die streng geschützten Schwärzenden Saftlinge; rechts eine essbare, etwas graziös wirkende Herbstlorchel.

Unten links, das sind gute Pappelritterlinge, ausgezeichnete Vitalpilze gegen Heuschnupfen. Deren junge Exemplare kann man übrigens bedenkenlos essen. Rechts daneben Heinz' Neuerwerbung, der schöne Pilzkorb aus Polen. (Collage/Fotos © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 13. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

die Birken im Pilzgarten schenkten mir wieder sieben Birkenpilze. Mein kleiner Sonntagsspaziergang hielt einige Überraschungen für mich parat. Ich begegnete sehr vielen Grünen Knollenblätterpilzen. Sie schießen derzeit regelrecht aus der Erde.

Auf einer Wiese traf ich auf ein Nest von Saftlingen, die nach Berührung schwärzten. Ich gehe davon aus, dass es Schwärzende Saftlinge waren. Sie waren sehr schön anzusehen.

Eine weitere interessante Begegnung hatte ich unter Pappeln. Dort traf ich jede Menge zimtfarbene Pilze, die sich gemeinsam aus der Erde schoben. Einige nahm ich zur Bestimmung mit. Sie erwiesen sich als Pappelritterlinge, deren Geruch mich stark an den Maipilz erinnerte. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Morgen werde ich nochmals mit einem großen Korb dort vorbeischauen. Die Sammlung an Heil- und Vitalpilzen wird um Pappelritterlinge erweitert.

Der Fund einer Herbstlorchel krönte meinen Sonntagsspaziergang.

Liebe Grüße von der Wuhle, Heinz"

Blau = Ungenießbar

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Neues aus dem Köpenicker Wald: Ein Bläulicher Essbarer, ein gelber Angeber und eine ängstliche Marone


Foto: Hallimasch, Grünspanträuschling, Bläulicher Grünspanträuschling, Butterpilze (oben von li. nach re.) sowie Heinz' neuer Korb in schönster Pilzherrlichkeit (der gelbe Angeber oben drauf ist wohl eine Ziegenlippe syn. Filziger Röhrling) und zwei Birkenpilze: So schön kann die Pilzlese und die fotografische Dokumentation sein. (Collage/Fotos © Heinz Karp)

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Heinz schreibt am 12. Oktober 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinem Pilzgarten erntete ich Donnerstag wieder vier herrliche Birkenpilze. Zwei davon sind in der Collage zu sehen.

Freitag wollte ich eigentlich zu Hause bleiben. Doch nachdem ich Massimos Pilzmeldung im Pilzticker Hessen vom 10. Oktober 2013 gelesen hatte, musste ich einfach raus. Den Korb geschnappt und ab in den Köpenicker Wald. Es war die richtige Entscheidung.

Hauptsächlich fand ich Maronen, einige Butterpilze sowie Hallimasch. Desweiteren den Blaugrünen-und den Grünspanträuschling. Während des ganzen Pilzganges begleiteten mich wieder einmal unzählige Parasolpilze.


Foto: Fast scheint es, als suche sie Schutz in dem ausgehöhlten morschen Kiefernstumpf, die anmutige kleine Marone. Heinz hat sie aus schöner Perspektive mit lebhafter Waldkulisse vor die Linse genommen. (Foto © Heinz Karp)

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Für die Abteilung Vitalpilze nahm ich noch den Birkenporling und die Schmetterlingstrameten mit. Ein Gespräch mit einem älteren Ehepaar war sehr informativ, und so konnte ich mein Wissen über Pilze noch vertiefen.

Ein gelber Bursche, der wohl nicht alleine sein wollte, hat sich mit in den Korb geschummelt. Heute bleibt mir nichts anderes übrig, als meine gesammelten Werke zu verarbeiten. Drei Backofenbleche voll mit Maronen.

Eine kleine Marone thronte mitten im Wald in einem Baumstubben.

Liebe Grüße von der Wuhle

Heinz"

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