Pilzticker Bayern 46:
Funde vom 24.10.2016 - 05.11.2016



Pilzticker Bayern 46



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Ein Foto wie ein Waldgemälde und ein ganz böser Giftzwerg


Foto: Ein wunderbares Foto, das beinahe ein Gemälde ist, legt uns hier Christopher vor. Es sind genau diese lichtvollen Inseln mit einem Baumsolitär, hier eine Birke, wie bedrohlich umzingelt von Fichten und nochmals Fichten, die uns jede Menge Pilzarten, darunter auch Steinpilze, verheißen.

Der abgestellte Korb ist ein Symbol für in der Luft liegenden Sucherfolg und für alsbaldige Fülle im Behältnis. Vordergrund und Hintergrund sind unscharf, die Schärfe konzentriert sich auf den mittleren Bereich, eben mit Korb und Baumstamm. Ein Bild mit ganz starker Aussagekraft für Pilzleidenschaft, ohne dass wir auch nur einen einzigen Pilz sehen. Ein tolles Foto! (Foto © Christopher Pabst)

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Christopher schreibt am 5. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich schicke dem Pilz-Ticker anbei zwei Waldaufnahmen von meinem formellen Saisonabschluss am Samstag. Jetzt, wo es richtig kalt wird, werden schöne Schwammpilze eine absolute Seltenheit sein.

Ich durfte mich heute wenigstens über zwei mittlere Steinpilze und einen stattlichen Hexenröhrling freuen.

Insgesamt war es eine durchschnittliche Saison. Die Wälder östlich von Nürnberg und südlich von München boten eine reiche Ernte an Pfifferlingen und Birkenpilzen. Aber die Steinpilze legten ein Erholungsjahr ein - insgesamt fand ich nur ein gutes Kilo.

All jenen, die doch nochmal losziehen, wünsche ich schöne Stunden im Wald und den einen oder anderen Fund.

Viele Grüße Christopher«


Foto: Hier hat Christopher drei wirklich Bösartige vor die Linse bekommen, nämlich hoch gefährliche Gifthäublinge oder Nadelholzhäublinge.

Die Pilze haben schwerste Leberschädigungen bis zum Leberverfall sowie Nieren- und Blutgerinnungsschäden (Amatoxinvergiftung) zur Folge. Achtung: Der Name Nadelholzhäubling ist irreführend, denn diese Pilze wachsen auch an Laubholz.

Vor zwei Jahren hatte sie eine erfahrene(!) Pilzsammlerin aus dem Bayerischen Wald mit Stockschwämmchen verwechselt. Sie überlebte knapp, verlor ihre Leber und ihr Hüftgelenk und muss seitdem 12 Medikamente nehmen.  (Foto © Christopher Pabst)

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Hof: Maronen für Julias Abendessen, ein Fliegenpilz fürs Auge


2 Fotos: »Ist er nicht wunderschön?« fragt Julia und meint den erhabenen Fliegenpilz. Ja, er stellt mit seiner Ausstrahlung die letzten gefundenen Maronenröhrlinge des Jahres (rechts) in den Schatten. Weshalb wir ihnen nur ein kleineres Bildformat einräumen. (2 Fotos © Julia)

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Julia schreibt am 5. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute startete ich einen letzten Gang in die »Schwamma« bei Hof in Oberfranken. Leider waren die Maronen, die ich fand, größtenteils zu alt oder zu zerfressen. Insofern war die Ausbeute leider nicht so groß. Für ein Abendessen reicht es aber auf jeden Fall.

In den letzten beiden Wochen fanden wir cirka fünf Kilo Pilze, sodass der Wintervorrat gesichert ist.

Ich wünsche allen noch ein schönes restliches Jahr. Bis zur nächsten Pilzsaison!

Herzlichen Gruß Julia«







Nach vergeblichen Pilzgängen in NRW gab's endlich Schwammerllohn im Fichtelgebirge


Mawekama.. schreibt am 2. November 2016:

»Hallo Ihr lieben Pilzfreunde!

nachdem wir Zuhause in NRW immer ohne Fund heimkehrten, wurden wir heute im Fichtelgebirge belohnt.

Nach einer guten Stunde im Wald war der Korb voll und hat das Sammlerherz erfreut. Wir haben herrliche Maronen (Foto rechts) und einige Steinpilze gefunden. Unsere Freunde nochmal mindestens die gleiche Menge.

Herzliche Grüße aus Kulmbach, Mawekama..«

(Foto © Mawekama..)

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Weilheim/Obb.: Der erste Maronenfund in neuen, unbekannten Wäldern


Foto: Seine ersten Maronenröhrlinge in neuer Umgebung hat Emanuel bei Weilheim in Oberbayern gefunden. Ein Steinpilz ist allerdings nicht dabei. (Foto © Emanuel)


Emanuel schreibt am 30. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

als Pilzanfänger mit neuem Wohnsitz in der Region Weilheim mussten wir uns erst einmal geeignete Standorte erlaufen.

Heute war es dann soweit und wir haben unseren ersten Maronenfund gemacht, wobei wir uns nicht sicher sind, ob nicht doch ein Steinpilz dabei ist.

Viele Grüße aus Oberbayern, Emanuel«


Landkreis Passau: Hermann ist sich nicht sicher, ob es sein »finaler« Steinpilz war


Foto: War's der »finale« Steinpilz, wie Hermann schreibt, oder war er's noch nicht? Solange kein Frost kommt, besteht durchaus die Chance auf mehr. (Foto © Hermann)


Hermann schreibt am 30. Oktober 2016:

»Hallo Schwammerlfreunde,

habe ich heute meinen finalen Steinpilz entdeckt? Gefunden habe ich ihn bei Kößlarn im Landkreis Passau. Er stand im Moos und war total gesund.

Noch einen schönen Sonntag wünscht Hermann«


Zwei Prachtkerle von Birkenpilzen warteten auf Herbert direkt am Fahrradweg


2 Fotos: Zwei erstklassige Birkenpilze, beinahe mit dem Habitus von Steinpilzen, hat Herbert direkt am Fahrradweg nach Wertingen gefunden. (2 Fotos © Herbert)


Herbert schreibt am 30. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern wieder in den Westlichen Wäldern Augsburgs bei Wertingen auf Pilzjagd.

Wie meine Pilzliebhaber aus der Region berichten, gibt es aktuell viele Maronenröhrlinge. Nicht so schön ist allerdings, dass viele Expemplare vewurmt sind oder Weißschimmel haben.

Ich habe natürlich nur die Menge gesammelt, die ich für ein Pilzgericht benötige. Ich bin ein Fan von Röhrlingen.

Im Wald waren aber auch noch Rotfußröhrlinge, Parasole und Schopftintlinge zu sehen.

Mein Highlight waren aber zwei schöne Birkenpilze, die an einer einzelnen Birke direkt neben einem Fahrradweg nach Wertingen wuchsen.

Mit freundlichen Grüßen Herbert«


Hans aus Unterhaching zeigt uns die Höhepunkte seiner diesjährigen Schwammerlsaison


Collage: Auch Hans aus Unterhaching reicht uns eine wunderschöne Collage ein, die die Höhepunkte seiner diesjährigen Schwammerlsaison versammelt. Es sind zehn duftige Einzelbilder, bei denen man sich beinahe auf dem Pilzmarkt einer italienischen Kleinstadt wähnt. (Collage/10 Fotos © Hans P.)


Hans schreibt am 25. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

in meinem Pilzrevier südlich von München, Unterhaching mit seinen angrenzenden Forsten, schaute es heuer, sieht man einmal von den Pfifferlingen ab, sehr bescheiden aus.

Erst seit Mitte Oktober war das Schwammerlglück für mich auf dem Höhepunkt. Da gab es sie dann doch noch, Parasole, Safranschirmlinge, Maronen, ein paar wenige Steinpilze, dafür aber Waldchampignons und andere Waldegerlingarten sowie am Schluss noch ein Judasohr.

Was habe ich mich gefreut!

Ich habe mich von Richard aus der Region Regensburg hier im Pilz-Ticker inspirieren lassen und stelle auch gerne eine Collage von meinen schönen Funden vor. Aber auch die Farbenpracht eines Fliegenpilzes erfeute mich.

Liebe Grüße aus Unterhaching, Hans«


Ein Pilzfoto, das an den winterlichen Überlebenskampf unserer Eltern und Ahnen erinnert


Foto: Den Fleiß und die Passion für Pilze des Schwammefreundes Nick bildet dieses herrliche Motiv von getrockneten Pilzen ab. ab. Und noch mehr. Es ist eine Erinnerung an die Vorkriegs- bis in die 20 Jahre der Nachkriegszeit, in denen viele Eltern alle Mühe hatten, die damals meist kinderreiche Familie durch den Winter zu bringen. Damals zählte noch jedes Pilzstückchen. Ähnliche Bilder, wenn es sie denn gab oder gibt, sind ein kulturhistorisches Zeugnis, das, umspannend gesehen, die über Jahrhunderte überlebenswichtige Vorratsanlegung in unserem Kulturkreis widerspiegelt.

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Nick schreibt am 25. Oktober 2016:

»Glück Auf Schwammesucher,

heute war ich wieder in meinem Stammrevier im Kreis Augsburg.

Es gibt zur Zeit sooooo viele Maronen, dass man gar nicht alle mitnehmen kann. Heute erntete ich nur die größten, ließ geschätzte 80 Exemplare stehen. Außerdem fand ich einen Steinpilz, einen Safranschirmling und einige Perlpilze.

Eigentlich müsste ich nicht mehr in den Wald gehen, da ich einen stolzen Vorrat gesammelt habe. Aber die Lust auf Pilze ist ungebrochen.

Beste Grüße Nick«

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Foto: Aber es wurde nicht nur konserviert, es wurde auch gesucht. Nick zeigt hier sein schönes Ergebnis des heutigen Pilzganges in den Westlichen Wäldern Augsburgs. (2 Fotos © Nick)


Simbach am Inn: Die vielen Steinpilze ließen den Maronen keinen Platz mehr in Armins Korb


Foto: Fliegenpilz und Steinpilz sind gute Kumpel. Wo der eine sich wohlfühlt, geht es auch dem anderen gut. Weil sie die gleichen Ansprüche an Boden- und Symbioseverhältnisse haben. Armin hat diesen Sachverhalt hervorragend ins Bild gesetzt! Der Pfefferröhrling und der Mehlräsling sind übrigens auch Steinpilz-Anzeiger. (2 Fotos © Armin)

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Armin schreibt am 24. Oktober 2016:

»Heute war ich wieder beim Pilze suchen.

Gefunden habe ich erneut viele schöne Steinpilze. Auch Maronen gab es massenhaft. Sie blieben allerdings im Wald, da ich genug Steinpilze in meinen Korb hatte.

Mal schauen, wie lange die Röhrlinge noch durchhalten. Die Tiefsttemperaturen der letzten Nächte waren schon nahe dem Gefrierpunkt.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«


Foto rechts: Dieser Steinpilz möchte wohl gerne zur Bundeswehr. Das Barett steht ihm jedenfalls schon ausgezeichnet.

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