Pilzticker Bawue 85: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 10.11.2016 - 19.12.2016



Pilzticker Bawue 85




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Kronau: Die letzte Pilztour 2016 bescherte Michael noch ein Nest Winterrüblinge


Michael schreibt am 19. Dezember 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich das letzte Mal in diesem Jahr gezielt auf Pilzsuche. Gefunden habe ich viele Samtfußrüblinge (Foto rechts). Ansonsten gab es nichts mehr an Essbarem.

Ich wünsche Dir und allen Pilzfreunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Liebe Grüße Michael«

(Foto © Michael)

Lieber Michael,

Deine Wünsche gebe ich im Namen der Pilzfreunde für Deinen nimmermüden Einsatz in Wald und Feld, der Deiner Tafel und dem Pilzticker auch dieses Jahr wieder fantastische Funde zur Ansicht bescherte, gerne zurück.

Schöne Winterruhe - und bis bald im neuen Jahr!

Herzlichst Heinz-Wilhelm

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Waghäusel: Die für beendet gehaltene Pilzsaison geht munter weiter


Gerlinde schreibt am 17. Dezember 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

eigentlich dachte ich, dass die Pilzfunde für dieses Jahr beendet seien, aber ich wurde eines Besseren belehrt.

Diese Woche machte ich zwischen meinen letzten Weihnachtseinkäufen und Plätzchen backen einen ausgedehnten Waldspaziergang. Ich traute meinen Augen nicht, als ich diese wunderschönen Austernseitlinge fand.

Die größeren wurden sofort geerntet und zu einem leckeren Pilzgericht verarbeitet. Die restlichen werden weiterhin beobachtet. Heute fand ich auch noch eine Stelle mit vielen Trompetenpfifferlingen.

Liebe Grüße und einen schönen 4. Advent wünscht

Gerlinde aus Waghäusel«

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2 Fotos: Totholz wie das dieser Rotbuche ist ideal für das Wachstum von Austernpilzen. Kommt es kontinuierlich zum Erkranken oder Absterben von Bäumen, so können sich Austernseitlinge über viele Jahre in einem solchen Baumbestand fortpflanzen. Das bedeutet köstliche Winterpilz- und mit einigem Glück sogar Weihnachtspilzgerichte! (3 Fotos © Gerlinde)

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Kronau: Michaels letzter spätherbstlicher Gang unmittelbar vor dem Erfrieren der Pilze


Collage: Michael hat jene Pilze fotografisch festgehalten, die er auf seinem letzten Herbstgang des Jahres fand. Ein bemerkenswertes Ergebnis an Vielfalt, Farben und Formen! Wir sehen oben (links und Mitte) Winterrüblinge, rechts Rillstielige Seitlinge. In der Mitte links Mönchsköpfe, einen Fliegenpilz und einen Falschen Pfifferling. Unten links, sehr schwer zu erkennen, sind Rötliche Lacktrichterlinge, in der Mitte Erdritterlinge und rechts ein Spechttintling. Ein schöner Abschluss der Hochsaison! (Collage/9 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 3. Dezember 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am 25. fand meine letzte Herbstpilztour für das Jahr 2016 statt. Schon in der Nacht zum 26. November war alles erfroren.Ich hatte meinen Fotoapparat dabei, um die letzten Pilze digital einzufangen.

Es gab noch viele Rötliche Lacktrichterlinge, Erdritterlinge, Mönchsköpfe, Falsche Pfiffers, wenige Spechttintlinge, Samtfußrüblinge, einige Fliegenpilze, Violette Rötelritterlinge, Rillstielige Seitlinge, eine Marone, einen Frauentäubling und einen Tag zuvor auf einem Weg im Nadelwald sogar noch drei Champignons (Foto rechts).

Viele Grüße Michael«


Foto: Sie blieben übrig für die Pfanne: Samtfußrüblinge, eine Marone, ein Frauentäubling und darunter Violette Rötelritterlinge (von links). (2 Fotos © Michael)







Bad Schönborn: Die Totentrompeten wurden nicht gesucht, sondern gefunden


Rochus schreibt am 29. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich habe ich das Pilzjahr hier in Bad Schönborn abgeschlossen. Aber frei nach Goethe geschah Folgendes:

»Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich Pilze steh'n, man konnt`sie einfach nicht übersehn.
Da standen sie in dunkler Schar, die Herbsttrompeten - wunderbar.«

(Foto © Rochus)









Noch zwei schöne Steinpilze bei Föhnlage im Landkreis Waldshut für Armin

Armin schreibt am 25. November 2016:

»Hallo,

am 22. November habe ich bei Föhnlage noch zwei schöne Steinpilze bei Fliegenpilzen sowie einen Pfifferling im Jestetter Wald im Landkreis Waldshut gefunden.

Gruß Armin«


Waghäusel: Zum letzten Fund ein allgemeiner Wunsch für 2017: Bessere dich, Pilzjahr!


Foto: Ein wunderschönes Spätherbst-»Gesteck« aus Pilzen, Moosästchen und bunten Blättern hat hier Gerlinde arrangiert. So kann man den Wintergarten attraktiv dekorieren, bevor die Pilze nach ein, spätestens zwei Tagen in die Pfanne wandern.


Gerlinde und Heinz schreiben am 22. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute senden wir Dir die vermutlich letzten Bilder für dieses Jahr.

Gerlinde hat vergangene Woche noch einmal ein paar Pilze gefunden und gestern einige Maronen und Rotfußröhrlinge.

Ich war heute auch noch einmal los und habe Schneeritterlinge (Schwarzfaserige Ritterlinge) und Rotfußröhrlinge gefunden. Sie waren aber leider alle schon sehr weich, also habe ich sie stehen gelassen.

Alles Gute für Weihnachten und auf ein Neues in 2017 in der Hoffnung, dass es besser wird als 2016!

Liebe Grüße aus Waghäusel senden Gerlinde und Heinz«

Hallo Gerlinde & Heinz,

auch Euch wünsche ich eine schöne Adventszeit und besinnliche Festtage und angenehme und erholsame Winterruhe. Auf ein Wiederlesen im kommenden Jahr freut sich schon heute, mit besten Grüßen,

Heinz-Wilhelm


Foto: Sollen sie in der Moosburg tatsächlich so eng beieinander gestanden haben, die Maronen und Rotfußröhrlinge? Oder hat hier die kunstsinnige Hand des Pilzsammlers gestaltend eingegriffen? Wie auch immer. Es dürfte für Gerlinde und Heinz das letzte Foto der Saison 2016 gewesen sein. (2 Fotos © Gerlinde)


Kronau: Michael brachte von seinem Waldlauf die ersten Austernpilze mit nach Hause


Foto: Hier liegt das Ernteergebnis eines Waldlaufes. Wir sehen Austernseitlinge, Violette Rötelritterlinge sowie einen Reiftäubling und eine Marone (von links). (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 15. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern bin ich, wie schon so oft, mal wieder im Wald joggen gewesen. Dabei bin ich gezielt an meinen Austernbäumen vorbeigerannt.

Und tatsächlich habe ich schon welche gefunden, aber bislang nur an einem Baumstamm. Es waren makellose Austernpilze. Außer ihnen erntete ich noch geschwind Violette Rötelritterlinge, eine Marone und einen Reiftäubling.

Viele Grüße Michael«

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Bruchsal/Kronau: Ein melancholischer Blick zurück und das Glück, in einem Pilzparadies zu leben


Foto: Einen schwungvollen Bogen beschreiben diese zum Hexenring formierten Lilastieligen Rötelritterlinge. In Regionen, wo sie zu finden sind, treten sie meist gehäuft auf. In vielen Landschaftsstrichen gibt es sie hingegen überhaupt nicht. 2016 war der Lilastielige Rötelritterling übrigens der »Pilz des Jahres«.

Sein Nachfolger für 2017 ist bereits gefunden, und er begegnet uns Pilzsammlern gehäuft in genau diesen Tagen: Es ist das Judasohr, das wir bereits als Kälteliebhaber und vor allem als Heilpilz kennen.

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Michael schreibt am 10. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern entdeckte ich beim Joggen auf einer meiner Champignonwiesen einen großen Hexenring Lilastieliger Rötelritterlinge. Ich nahm einige der schönsten Exemplare mit und bereitete sie am Abend mit Speck und Zwiebel und frisch gebackenem Brot zu.

Auf einem der Bilder ist eine meiner typischen Champignonwiesen zu sehen. Das ist dieselbe Wiese, auf welcher ich im Frühjahr am im Hintergrund zu sehenden Waldesrand die ersten Sommersteinpilze des Jahres fand.

Ich bin echt verdammt glücklich darüber, hier in meiner Gegend so schöne Pilzgebiete zu haben.

Viele Grüße Michael»


Foto: Ein Lilastieliger Rötelritterling, zu erkennen an seinem violett gefärbten Stiel. Diese Violettfärbung hat der Pilz nicht immer - und ist dann nicht leicht zu erkennen. Dann machen wir einen Geruchstest und finden heraus, dass er zwar fruchtig-parfümiert, aber längst nicht so intensiv wie der Violette Rötelritterling riecht. In der Liste des Speisewertes der Pilze erhält der Lilastielige die Schulnote 1! Regelrecht aufdringlich nach Parfüm duftet übrigens der viel seltenere Veilchenrötelritterling. Alle Rötelritterlinge sind gute Speisepilze.

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Foto: Dieses Bild mit einer der Champignonwiesen von Michael ist nicht ohne Melancholie. Nicht nur, weil das Jahr der Wiesenchampignons zu Ende ist. Der Blick auf den Horizont zeigt jenen Waldesrand, an dem Michael nahezu Jahr für Jahr seine ersten Sommersteinpilze findet. Das weckt gleichzeitig Erinnerungen und die Vorausschau in den nächsten Frühsommer. Noch etwa sieben Monate müssen ins Land gehen, ehe sie - hoffentlich - wieder dastehen, die herrlichen Sommersteinpilze. (3 Fotos © Michael)


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