Pilzticker Bawue 5 (Baden-Württemberg 5):
Pilzfunde vom 23.04.2013 - 14.05.2013



Pilzticker Bawue 5




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs





Karlsdorf/Bruchsal: Auch die köstlichen Wiesenchampignons sind schon auf den Beinen

Michael schreibt am 14. Mai 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute fand ich auf einer mir bekannten Wiese in Karlsdorf diese prächtigen Wiesenchampignons. Nur drei davon waren madig, der Rest war einwandfrei! Die ersten Wiesenchampignons letzten Jahres fand ich dort erst Anfang Juni.

Viele Grüße

Michael"

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Foto: Auch die Wiesenchampignons sind in diesem Jahr sehr früh auf den Beinen. Sie haben ein ausgezeichnetes Aroma und sind uns - oder in diesem Fall Michael - ein willkommener Fund (Foto © Michael).



Glückspilz Michael findet vier Morchelriesen und vier Hochgerippte Becherlorcheln

Michael schreibt am 5. Mai 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute unternahm ich zusammen mit meiner Freundin eine dreistündige Pilz-Radtour in den Wäldern um Karlsdorf - Graben-Neudorf. Hierbei fanden wir teils in Mulchbeeten und teils im Wald am Wegesrand (nahe eines Holzlagerplatzes) wieder viele herrliche Spitzmorcheln, teilweise riesige "Bomber".

An einer umgestürzten Buche entdeckte meine Freundin einige Schuppige Stielporlinge. An selbiger Buche wuchsen auch mehrere Büschel Getigerte Sägeblättlinge. Neben zahlreichen Maipilzen - die schmecken mir allerdings nicht - standen mittem auf einem Waldweg vier Hochgerippte Becherlorcheln.

Viele Grüße, Michael"

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Foto: Eine schöne Collage von Michael, die seinen erfolgreichen Frühlingspilzgang schön festhält: Speisemorchel, Getigerte Sägeblättlinge (nur jung essbar), Maipilze und Hochgerippte Becherlorcheln, essbar (Foto © Michael).





Foto links: Einen Morchelriesen in der Größe einer Handfläche findet man nicht alle Tage. Noch seltener entdeckt man gleich vier solcher Prachtexemplare, siehe das folgende Foto. Wer sie findet ist ein Glückspilz, um im Fachjargon zu bleiben (2 Fotos © Michael).





Karlsruhe: Herrliche Speisemorcheln in den herrlichen Rheinauen

Steffi schreibt am 5. Mai 2013:

"Habe heute herrliche Morcella esculenta (Speisemorcheln) in den Rheinauen bei Karlsruhe gefunden."





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Bruchsal u. Karlsdorf: Herrliche Spitzmorcheln und ein Körbchen schönster Speisemorcheln

Michael schreibt am 3. Mai 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich verfolge diese Webseite schon seit längerem mit Begeisterung und habe mir gedacht, mich dem Pilz-Ticker anzuschließen.

Die Spitzmorcheln sind allesamt aus Rindenmulchbeeten der Region um Bruchsal. Die ersten Speisemorcheln fand ich in "meinem" Waldstück, im Bereich Karlsdorf, in der Nähe eines Baches zwischen Bärlauch. Fundzeit war am 28. April und am 2. Mai 2013.

Viele Grüße an alle Pilzfreunde,

Michael"

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Foto: Diese schönen Spitzmorcheln hat Michael in Mulchrabatten in der Nähe von Bruchsal gefunden.




Foto rechts: Auch diese herrlichen Speisemorcheln hat Michael entdeckt, obwohl sie sich gut im Bärlauch versteckt hielten (2 Fotos © Michael).





Wintersdorf/Rastatt: Die ersten Maipilze kamen am Rande des Morchelplatzes

Joachim schreibt am 2. Mai 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

habe heute in der Nähe meines Speisemorchel-Fundortes, am Wintersdorfer Waldrand, meine ersten elf Maipilze gefunden. Dieses Myzel habe ich vergangenes Jahr entdeckt. Etwas eigenartig daran ist, dass dieses Myzel nur ca. zwei Quadratmetern Größe hat. Bedenkt man, dass die Pilzliteratur von Hexenringen oder Reihen berichtet.

Die Maipilze hatten eine Höhe zwischen dreieinhalb und neun Zentimetern. Ich konnte die Pilze nicht sehen. Sie waren unter einer vom Winter niedergedrückten Grasschicht, die von Laub bedeckt war, versteckt. Haselnuss, Weißdorn, Buche, Pappeln standen in der Nähe des Maipilz-Standortes.

Gruß an alle Pilzner von Joachim"


Hallo Joachim,

vielen Dank! Eine schöne Schilderung über Wuchseigenschaften und über das Habitat. Ja, Maipilze wachsen mitunter in sehr eigensinniger "Formation". Hinsichtlich der Wahl von Baumpartnern sind sie sehr anspruchslos. Oft habe ich sie schon ganz ohne Baumnähe gefunden.

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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Die Nordschwarzwald-Shiitake sind nach vier Jahren doch noch gekommen

Eine nicht mehr für möglich gehaltene Entdeckung im Nordschwarzwald machte

am 30. April 2013

Pilzfreund Ernst:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

anbei ein Foto meiner Nord-Schwarzwald-Shiitake-Pilze. Nach sage und schreibe vier Jahren - ich hatte sie längst aufgegeben - durchdringen sie nun endlich den alten Weidenstamm (1,5m lang). Und sorgen so nach langer Zeit mit ihrem überaus würzigen Geschmack für eine besondere Gaumenfreude. Ich esse sie roh direkt vom Stamm weg. Dabei entfalten sie so unheimlich viele Aromen, die noch längere Zeit nachwirken.

Viele Grüße, Ernst"

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Foto: Das sind die ersten zwei Prachtexemplare von Shiitake-Pilzen, die Pilzfreund Ernst nach sage und schreibe vier Jahren Wartezeit endlich ernten konnte. Vor allem in Japan sind sie hoch geschätzte, jahrtausendealte Vitalpilze (Foto © Ernst).


Hallo Ernst,

damit machst Du es ähnlich wie ich: ich kaufe meine Shiitake zusammen mit scharfen Pepperoni stets beim Gemüsehändler, hole mir gleich nebenan in der kleinen Bäckerei zwei Brötchen. Aufschneiden, zwei Pilze und die Scharfmacher rein - und auf der Stelle verputzen. Eine frische Delikatesse, pumperlgsund, wie die Bayern sogn. Shiitake bekämpfen u.a. Arteriosklerose und damit Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Magenkrebs.

Viele Grüße, Heinz-Wilhelm

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Wintersdorf bei Rastatt: Endlich sind auch die Speisemorcheln da!

Joachim schreibt am 29. April 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

habe heute sieben Speisemorcheln gefunden. In einem Rhein-Bärlauchwald bei Wintersdorf, im Kreis Rastatt. Mein erster Speisemorchel-Fund seit vier Jahren! Bin durch Deine Web inspiriert worden, auch die Frühlingspilze mit in mein Pilz-Programm aufzunehmen. Gruß an alle Pilzner!"

Hallo Joachim,

vielen Dank für die Nachricht! Es ist damit der erste Speisemorchelfund, der passion-pilze-sammeln.com in diesem Jahr erreichte. Klasse!

Weiterhin guten Erfolg und viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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Foto rechts: Endlich sind sie da! Die kleine Anna, Tochter des Website-Inhabers,  freut sich sichtlich über die ersten Speisemorcheln des Jahres.





Kraichgau: Hanna findet Morcheln unter Birnbäumen und Eschen



Hanna schreibt am 23. April 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm!
Heute haben wir abermals Morcheln gefunden. Anbei ein Bild von heute (erstes Foto) und von dem Fund am Sonntag mit getrockneten letztjährigen Restbeständen und einem kapitalen Rehbockgehörn, das wir auch gefunden haben (zweites Foto).

Fundbereich: Kraichgau Raum Karlsruhe, Pforzheim. Unter alten Obstbäumen in verwilderten Gartengrundstücken. Hauptbaumarten Birne!! und Esche weniger unter
Apfelbäumen. Erstaunlicherweise ist im Internet hauptsächlich der Hinweis auf
Apfelbäume gegeben (2 Fotos © Hanna).



Hallo Hanna,

vielen Dank für diese spannende Meldung, die den ersten Morchelfund in Deutschland auf passion-pilze-sammeln.com in diesem Jahr bedeutet.

Es ist so, dass die Morcheln auf dem ersten Foto sowie auf dem bunten Untergrund des zweiten Fotos Käppchenmorcheln oder Halbfreie Morcheln oder Glockenmorcheln (Morchella semilibera syn. Morchella gigas) sind. Kennzeichnend sind der im Vergleich zur Hutgröße deutlich längere Stiel sowie der deutlich vom Stiel abstehende Hut. Der Stiel ist brüchig.

Käppchenmorcheln sind bei ihrem Standort nicht so wählerisch wie Speise- oder Spitzmorcheln, die den großen Rest Deiner Präsentation ausmachen. Sie wählen sich gerne Eschen und vor allem Eschenstümpfe als Baumpartner aus; auch unter Birnbäumen, wo Du sie gefunden hast, treten sie, typischerweise gesellig, auf.

Wie alle Morcheln sind sie nach dem Bundesartenschutzgesetz "besonders geschützt", dürfen aber in kleiner Tagesmenge geerntet werden. Alles in allem sind sie seltene Pilze und in etlichen Gegenden gar nicht zu finden. Sie sind, wie Speise- und Spitzmorcheln, sehr gute Speisepilze - wenn auch nicht so ergiebig.

Ich wünsche Euch weiterhin guten Erfolg mit den köstlichen Frühlingspilzen!

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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