Pilzticker Bawue 27 (Baden-Württemberg 27):
Funde vom 13.08.2014 - 23.08.2104



Pilzticker Bawue 27 (Baden-Württemberg 27)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Kronau: Die ersten Fichtensteinpilze und die seltenen Zimtröhrlinge!


Foto: Die Grüngefelderten (rechts oben) übertreffen die Steinpilzzwerge (Mitte) klar an Größe, die Schwarzblauenden (links) sind schön und die zwei Zimtröhrlinge (Mitte unten) sind noch winziger als die Steinpilzchen. Und selten. (Foto © Michael)


Michael schreibt am 23. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich zusammen mit meiner Freundin an meinen bekannten Stellen im Bereich Kronau. Viel los ist momentan leider nicht, es fehlt der Regen! Nichtsdestotrotz haben wir ein bisschen was zusammengesammelt.

Grüngefelderte- und Pfirsichtäublinge, wenige Pfifferlinge, schöne Schwarzblauende Röhrlinge und die ersten zwei Fichtensteinpilze diesen Jahres.

Dann entdeckte meine Freundin ein kleines Nest mit 13 Zimtröhrlingen oder Hasenröhrllngen, wie sie auch heißen. Zwei haben wir zur Anschau mitgenommen, der Rest blieb im Wald. Dieser Pilz ist hier sehr selten, trotzdem kann man jedes Jahr einige Exemplare entdecken.

Viele Grüße Michael und Edith"

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Foto: Hasen- oder Zimtröhrlinge findet man in vielen Waldregionen Deutschlands gar nicht. Wo sie wachsen, treten sie eher in unregelmäßigen Jahresabstsänden auf. In NRW stehen diese fotogenen Pilze auf der Roten Liste, wo sie die Gefährungsstufe 2 ("Stark gefährdet") einnehmen. Manche Menschen reagieren bei ihrem Verzehr mit einem Durchfall. (Foto © Peter Rohland)


Die Wälder im Main-Tauber-Kreis sind pilzleer

Wiltrud schreibt am 21. August 2014:

"Hallo Heinz Wilhelm,

nachdem ich vor cirka zwei Wochen schon einige Fichtensteinpilze, Maronenröhrlinge, Rotfußröhrlinge und Täublinge gefunden hatte, bin ich heute mit Freundin Anette voller Vorfreude los .

Doch unsere Wälder, in denen sonst reichlich Pilze wachsen, sind leer. Nach fünf Stunden Sammelzeit sind wir enttäuscht, aber nicht entmutigt zurückgekehrt. Die Gallenröhrlinge sind Gott sei Dank auf dem Rückzug, dafür springen aber auffallend viele Samtfußkremplinge* ein.

Nächste Woche starten wir einen neuen Versuch und hoffen auf mehr Glück.

Viele Grüße aus dem Main-Tauber-Kreis Wiltrud"

Blau = Ungenießbar 

*Alle Kremplingsarten gelten heute als giftig. Sie können die Roten Blutkörperchen vernichten.

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Karlsdorf-Neuthard: Eines schönes Körbchen Wiesenchampignons


Michael schreibt am 21. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute schaute ich mal wieder auf den Pferdekoppeln und Wiesen um Karlsdorf-Neuthard vorbei.

Leider kam ich etwas zu spät. Ich sammelte einen ganzen Korb voller Wiesenchampignons, aber mindestens drei Mal so viele waren schon zu alt und nicht mehr verwertbar.

Macht aber nichts, so können die Alten schön ihre Sporen lassen. Unter einer Birke auf der Pferdekoppel fand ich noch einen einsamen Birkenpilz.

Viele Grüße Michael"

(Foto © Michael)

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Bruchsal: Michael hofft, dass sich die ersten Herbstpilze in der Zeit geirrt haben


Foto: Ganz unauffällig verstecken sie sich in der rechten unteren Ecke, die Künder vom Herbst: Graue Leistlinge sind es, die in Michaels Wäldern für gewöhnlich die Herbstsaison der Pilze einleiten. Und er hofft wohl nicht allein, dass sie sich in ihrer Zeit irrtümlicherweise verfrüht haben. (2 Fotos © Michael)


Michael schreibt am 19. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinen Wäldern um Bruchsal wachsen immer noch die Pfifferlinge in Massen! Ich habe erneut knapp über 3 Kilo geerntet, wieder handtellergroße Exemplare (siehe kleines Foto), und trotzdem ist der Waldboden mit klitzekleinen gelben Punkten gesprenkelt, dem Nachwuchs. 

Außerdem habe ich einen Flocki, Frauen-, Speise- und Grüngefelderte Täublinge gesammelt.

Außerdem habe ich die ersten vier Grauen Leistlinge entdeckt. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Bei uns läutet dieser Pilz, der 2012 "Pilz des Jahres" war, immer das Saisonfinale ein. 

Viele Grüße Michael"

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Landkreis Karlsruhe: Drei Arten Pfifferlinge für einen herrlichen 'Reherl'-Fund


Foto: Diese herrlich großen Pfifferlinge haben Torben und Elisabeth bei Marxzell im Landkreis Karlsruhe gefunden. Gleich drei verschiedene Arten liegen hier auf dem Tisch. (Foto © Torben)


Torben und Elisabeth schreiben am 17. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

diesen schönen Fund an Pfifferlingen haben wir heute in den Wäldern bei Marxzell innerhalb einer guten Stunde gemacht.

Darunter waren der Echte Pfifferling, der Amethyst-Pifferling und der Aprikosenpfifferling

Viele Grüße, Elisabeth und Torben"

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Immerhin: Fünf Steinpilze nach einer Stunde Fahrt in den Nordschwarzwald

Lisa schreibt am 17. August 2014:

"Am 14. August war ich im nördlichen Schwarzwald und hoffte, Steinpilze zu finden. Leider hat meine einstündige Reise nicht viel gebracht. Doch trotz einiger Schauer habe ich viel Spaß gehabt.

Ich konnte fünf klassische Steinpilze und mehrere Röhrlinge nach Hause bringen. Auch ein wunderbarer Parasolpilz war dabei. Nach meiner nächsten Fahrt in die Wälder um Besenfeld berichte ich wieder, ob endlich die Steinpilze da sind. 

Liebe Grüße Lisa"





Ein Pilzrezept der Spitzenklasse von Pilzfreund Michael: "Wachteln an Pilz-Kastaniensauce" 





Liebe Pilzfreunde, 

Michael aus der Region Kronach bei Bruchsal, vielen von Euch vom Pilzticker-Baden-Württemberg bekannt, hat ein Rezept für ein Pilzgericht der Spitzenklasse vorgestellt:

"Wachteln an Pilz-Kastaniensauce" heißt sein kulinarischer Hit. 

Es ist ein festliches Pilzgericht, das zugegebenermaßen Aufwand erfordert, aber die Mühe voll und ganz lohnt.

Ihr findet das Rezept auf der neuen Seite "Pilzrezepte: Lieblingsgerichte der Pilzfreunde".

(Foto © Michael)

Lieber Michael, 

herzlichen Dank für dieses funkelnde Rezept für die hohen Feiertage oder andere festliche Anlässe! Und an dieser Stelle auch für Dein treues Engagement mit der Vorstellung teils seltener Pilze auf dem Pilzticker Baden-Württemberg ein kräftiges Dankeschön! 

Beste Grüße von Heinz-Wilhelm

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Ein Gallenröhrling landete im Steinpilz-Carpaccio, zwei Satanspilze gingen - fast - als Rotfüßchen durch

Einen aber kostete Boletus satanas doch das Leben...


Foto: Pfifferlingsgewusel am Fuße von Jochens Rucksack. Wenigstens sie bescherten sorglosen Genuss. (Foto © Jochen)

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Jochen schreibt am 16. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein Pfifferlingsfoto von gestern. Ich hatte an manchen Stellen im Wald das Gefühl, ein Flugzeug habe gelbe Teile abgeworfen, die großflächig überall am Boden lägen. Alles Pfifferlinge!

Ich habe dann sehr bald aufgehört zu sammeln, die Mitbewohner im Haus, meine Mitarbeiterin haben reichlich Pfiffis bekommen und meine Freundin und ich ich haben noch immer genug.

Heute am Samstag war ich unterwegs in den "Hutpilz-Revieren". Einige Steinpilze, Maronen, Rotfußröhrlinge. Alles prima, aber ich bin der Meinung, der Sommersteinpilz verdient seinen Namenzurecht und zieht sich vorerst zurück in die kommenden Herbstmonate.

Der Gallenröhrling sorgte für 6 Stunden Bittergeschmack

Achtung, jetzt wird es spannend! Zuhause wanderte doch tatsächliche ein Gallenröhrling mit in das Steinpilz-Carpaccio. Er war wohl klein und knackig und ich habe ihn nicht erkannt und unterschätzt. Er ist bitter wie die Hölle, kein Spass, der bittere Geschmack ist nach 6 Stunden noch unverändert im Mund. Also aufpassen bitte. Aber im Grunde war das erst der Anfang.......

2 Satanspilze im Korb: Um ein Haar...

Im Korb waren 2 kleine knackige Pilze, die ich für Rotfußröhrlinge gehalten habe. Madenfrei, ganz prima. So, am Auto habe ich mit einem Freund die Ausbeute geteilt. Er meinte, dass seien keine Rotfussröhlinge. Ich wollte es besser wissen und überhaupt. So holte ich mein kleines Pilzbuch aus dem Rucksack. Der Titel ist so ähnlich wie "Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen". Es ist kleines Buch mit Fotos. Bei der Abbildung vom Satanspilz (!) wurde es uns ganz anders. Es waren 100% zwei Satanspilze. Das Foto war fast wie ein Spiegelbild. Sie waren jung und die Verwechslungsgefahr war einfach da.

Um sie zu vernichten, trat ich mit dem Stiefel drauf, in Kombination mit Sauerstoff wurde es sofort ein blauer Brei. Eine Waldameise lief drüber, und ohne Spaß, sie wurde immer langsamer - und verendete nach etwa 15 cm.

Das gibt mir zu denken und ich muss sagen, ich achte in Zukunft ganz bewusst viel mehr auf die Verwechslungsgefahr.

Einen älteren Satanspilz hätte ich klar als Exoten erkannt, aber in diesem Stadium war es absolut grenzwertig. 

Herzliche Grüsse von Jochen"

Blau = Ungenießbar

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Kerstins und Peters Dank an alle Pilzfreunde


Kerstin schreibt am 15. August 2014:

«Hallo Heinz-Wilhelm,

z.Zt. kommen wir nicht oft zum Pilze suchen, denn wir ziehen um. Regelmäßig lese ich aber, was sich im Lande oder besser in den Wäldern tut. An dieser Stelle einen richtig lieben Dank für Deine Pilz Page.

Und vielen, vielen Dank an die Pilzsammler, die ihre Erfahrungen auf Deiner Seite teilen. So viele Pilzarten neu im Korb zu finden, hätte ich mir ohne Euch nie denken können.

Herzlichen Dank an alle!

Es macht Spaß, dass ich mich beteiligen kann, und ich arbeite fleißig daran, dem Anfängerstatus zu entfliehen.

Viele Grüße von Kerstin und Peter aus dem Rems-Murr Kreis"




Kreis Esslingen: Der erste Steinpilz des Jahres löst ein wohliges Bauchgefühl bei Rainer aus


Rainer schreibt am 15. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei mir um Esslingen gibt es nun endlich die ersten Steinpilz-Funde. Gefunden habe ich sie in meinen 'Lausbuben-Genießer-Träumer-Naturbursch-Wald'. Eine Impression ist auf dem Foto links zu sehen. 

Der erste entdeckte Steinpilz im Jahr verströmt in mir so ein warmes, weiches Bauchgefühl. Vergleichbar mit dem ersten morgendlichen Platscher ins Meer, wenn man den verdienten Sommerurlaub im Süden beginnt. Und dieses noch einige Tage tun kann!

Gruß Rainer"

(Foto © Rainer H.)

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Nördlicher Schwarzwald: Die Nelkenschwindlinge sind ein guter Ersatz für die Steinpilze


Ernst schreibt am 13. August 2014:

Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde, 

leider ist hier im nördlichen Schwarzwald die Steinpilzfreude noch nicht so richtig ins Rollen gekommen. Dafür gibt es aber gute Alternativen.

Heute gab es zum Beispiel Nelkenschwindlinge satt. Allesamt auf einer Streuobstwiese im hohen Gras gesammelt. Sammeltip: vor dem Abschneiden mit 2 Fingern unter den Hut gehen und diesen dann etwas gegen den Stiel anheben, dabei lässt sich schon mal gut vorsortieren, denn wenn der Hut sehr weich ist und ggf. schon in sich zerbricht, ist das Pilzlein sicher durchmadet.

Die Feinauslese zu Hause ist bei diesem Pilz denkbar einfach: den Stiel in der einen Hand halten, mit der anderen den Hut nach oben abziehen. An den Hüten sieht man gleich, ob sich bereits Würmlein eingenistet haben. Der harte, oftmals verholzte Stiel dieser Pilze geht bekanntlich auf den Kompost. 

Viele Grüße Ernst"

(Foto © Ernst)

Praxis für Pilzheilkunde und Biofeldtherapie
www.praxis-ernst-hampl.de

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Hunderte Steinpilze, tausende Pfifferlinge im Hochschwarzwald: "Es ist wahrlich ein denkwürdiges Pilzjahr"

Hans schreibt am 13. August 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich kann Deinen Bericht vom 11./13. August im Großen Pilz-Ticker voll unterstreichen.

Ich habe im Hochschwarzwald auf 1.000 m ein neues Gebiet erkundet und kann versichern:

Solche Massen an Steinpilzen habe ich noch nie gesehen in meinem Leben! Leider waren sie fast immer faul, vollgesogen und vermadet. 

Zwei Kilo waren trotzdem gut und kamen mit.

Auf dem Rückweg sammelte ich noch "nebenbei" zwei Kilo Pfifferlinge, die allesamt am oder auf dem Weg wuchsen. An einem Steilhang erblickte ich zufällig tausende davon, anders als gewohnt in einer dunklen dichten Fichtenschonung ohne grasige Abschnitte.

Dazwischen wieder alle fünf Meter ein Steinpilz; aber mein 30-Liter-Rucksack war schon voll - und ich völlig platt nach hunderten Höhenmetern. Samstag schaue ich da noch mal hin.

Ansonsten habe ich erstmals Mohrenköpfe gefunden und verspeist. Sie sind lecker, schmecken ein bisschen wie Wurzelgemüse. Dazu gab es noch Reifpilze ohne Ende.

Es ist ein wahrlich denkwürdiges Pilzjahr, auch bei uns im Schwarzwald.

Grüße Hans"

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