Pilzticker Bawue 107: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 22.08.2017 - 24.08.2017



Pilzticker Bawue 107




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Rems-Murr-Kreis: Was nun? Pfanne zu klein für die große Parasole


Foto: Wenigstens der Korb war groß genug, um die vielen schönen Parasole transportieren zu können, die Kerstin fand. Und die Herbstzeitlose blüht auch schon. (2 Fotos © Kerstin)

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Kerstin schreibt am 24. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute standen in meinem Wald an gewohnter Stelle super viele wunderschöne Parasolpilze.
Zuhause musste ich feststellen: Pfanne zu klein, wie man auf dem Foto (rechts) sieht. :-)

Ich freue mich auf das Wochenende!

Herzliche Grüße aus den Berglen, Kerstin«








Schwäbische Alb: Die Anischampignons standen aufgereiht wie an der Perlenschnur


Foto: Maronenröhrlinge und Flockenstielige Hexen in der Abendsonne. Und in Kürze in der Pfanne... Darunter sehen wir Anischampignons wie an der Perlenschnur. (2 Fotos © Christian)

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Christian schreibt am 23. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei zwei Bilder von meiner heutigen Wanderung auf der Alb. Dabei fand ich ausgezeichnete Maronen und Champignons, ein paar Flockis und Steinpilze.

Viele Grüße, Christian«








Schönbuch, Landkreis Tübingen: Renates Pilzlieblinge sind Rotkappen und die herrlichen Habichtspilze


Foto: Eichen- oder Laubwaldrotkappen schmecken hervorragend und sind damit ihren Raufuß-Geschwistern Birkenpilz weit überlegen. Es ist immer wieder ein herrlicher Anblick, sie wie hier unter Eichen zu finden.

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Renate schreibt am 23. August 2017:

»Guten Tag,

ich lese und verfolge seit langem regelmäßig den Pilzticker, habe viel Freude daran und  möchte gerne auch einmal Pilze zeigen.

Und zwar solche, die eher selten bei Euch zu sehen sind. Mir haben es besonders die wunderschönen Rotkappen angetan. Es gibt sie bei mir meistens zahlreich in einem feuchten, von Eichen bewachsenen Waldstück.

In diesem Jahr sind sie wieder besonders zahlreich gekommen, nachdem es vergangenes Jahr kaum welche gab. Schon seit Anfang Juli ernte ich sie.

Gestern konnte ich auch wieder sehr viele Habichtspilze schneiden, die letztes Jahr ebenfalls  fehlten. Sie stehen in einem Fichtenwald mit viel Moos. Ich hatte reiche Ernte mit vielen Winzlingen. Denn nur ganz jung nehme ich sie mit. Gerne! Sie geben einem Mischpilze-Gericht noch die rechte Würze.


Foto: Habichtspilze sind, wie Renate schreibt, ausgezeichnete Würzpilze. Jung und weich sollen sie sein, ähnlich wie der kleine Pilz im Vordergrund. Ich möchte aber auch in diesem Jahr wieder auf das klassische bayerische Landküchengericht »Hirschling sauer« hinweisen, das zum Besten der bodenständigen süddeutschen Pilzküche zählt.

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Meistens trockne ich sie, denn sie eignen sich nach meiner Erfahrung auch als würzige Trockenpilze ausgezeichnet. Die großen Exemplare sollte man stehen lassen, denn sie sind bitter.

Von den 32 Steinpilzen, die ich ebenfalls gestern fand, waren die Stiele meist nicht mehr zu verwenden, obwohl die Pilze noch jung waren. 

Ferner nahm ich die ersten Maronen, Semmelstoppelpilze und viele, viele Parasole mit.

Zu guter Letzt: Ich gehe am Schönbuchrand im Landkreis Tübingen seit vielen Jahren sammeln.

Herzliche Grüße, Renate«


Foto: Eine kleine Rotkappen-Parade, wie sie Renate liebt. Sieben auf einen Streich, das gibt gewiss ein herrliches Gericht.


Foto: Und die Steinpilze, die Renate »so nebenbei« fand, können sich ebenfalls sehen lassen. So mancher war allerdings im Stiel schon von Maden befallen.  (4 Fotos © Renate)





Kronau: Ein Riesenflocki, den Michael in Ruhe hatte wachsen lassen


Foto: Das war wieder einmal eine reichhaltige Ausbeute für Michael & Mitsammlerin in einem seiner Kronauer Wälder. Vom großen Flocki liegt die gerecht geteilte Hälfte auf dem Präsentierteller.

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Michael schreibt am 22. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war mit einer sehr guten Bekannten in meinem Wäldern um Kronau Pilze sammeln, auch, um ihr etwas an Pilzkenntnis beizubringen.

Im Korb landeten Steinpilze, Flockis, Krause Glucken, Schwarzblauende Röhrlinge, verschiedene Täublinge, Parasole, Pfiffers und ein paar Flaschenstäublinge.

Das Highligt war ein gigantischer Flockenstieliger Hexenröhrling, der mir schon vor Tagen aufgefallen war, ich ihn aber aus Platzmangel im Korb habe stehen lassen. Er wuchs weiter und war trotz seiner Größe steinhart und 100% verwertbar. Sein Stiel war so dick wie mein Handgelenk und er wog geschätzt über ein Kilogramm! Ich präsentiere ihn auf dem Foto (rechts).

Über den Korb voller Pilze durften sie und ihr Freund sich freuen. Lediglich den Flocki haben wir geteilt.

Viele Grüße Michael«


Foto: Der riesige Flocki neben dem Pilzkorb. Man ahnt, was es für ein Trümmer war. Und wieviel Wohlgeschmack er auf den Teller zauberte.  (3 Fotos © Michael)

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Taubertal: Der Enkel assistierte Wiltrud als perfekte Steinpilz-Fachkraft


Foto: Kaum ist die Klage über fehlende Steinpilze verhallt, da sind sie auch schon da. Und Wiltruds Enkel putzte sie gleich fein säuberlich für den Korb vor. An den Parasole gibt es naturgemäß weniger zu reinigen. (Fotos © Wiltrud)

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Wiltrud schreibt am 22. August 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,  

letzte Woche habe ich noch geklagt, mit Steinpilzen sei es noch mau. Also bin ich heute mit wenig Hoffnung zu einer mir bekannten Stelle losgezogen. Und wurde angenehm überrascht.

Immerhin acht Steinpilze und 15 Parasole wanderten  in meinen Korb. Mit dabei war mein Enkelsohn, der die Steinpilze, gleich im Wald, fein säuberlich für den Korb geputzt hat. So schön vorgereinigte Pilze im Korb ersparen letztendlich viel Arbeit.

So kann es weitergehen! 

Liebe Grüße aus dem Taubertal, Wiltrud «





Bruchsal: Einer eleganter Monsieur de Champignon und ein Kraftprotz


Foto: Ein eleganter Herr, vermutlich ein vornehmer Monsieur, ist der Dünnfleischige Anisegerling. Druckstellen am Hut würden schwach gilben.

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Achim T. schreibt am 22. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach zwei Wochen Urlaub im pilzleeren, aber nicht weniger reizvollen Andalusien zog es mich wieder in die deutschen Wälder, bevor die kommende Trockenheit das Pilzwachstum stoppt. Gestern und heute suchte ich jeweils in einer kurzen Mittagspause schöne Fotomotive.

Kraftvoll stemmte sich ein Steinpilz aus dem Waldboden wie gemalt. Elegant posiert der Anisegerling an einer grasigen Stelle eines Waldweges. Mich faszinieren immer wieder Farben und Formen – Wunderwerke der Kreation!

Komplettiert wurden die zwei Kurztrips durch Pfirsichtäubling, Schwarztäubling, Rotfußröhrlinge, Krause Glucke, Perlpilz und Parasol.

Viele Grüße aus dem Landkreis Bruchsal, Achim«


Foto: Der sehr große, schlaff hängende Ring ist das Markenzeichen des Dünnfleischigen Anisegerlings. (2 Fotos © Achim)

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