Leserpost 2 Naturschutz und Pilze:
»Sehr gierig und nicht naturverbunden«



Leserpost 2 Naturschutz und Pilze


Andreas: »Die Breitblättrige Glucke steht unter Naturschutz«

Andreas schreibt am 30. September 2014:

»Meines Wissens steht die Breitblättrige Glucke, die Pilzfreund X am 28. September 2014 gefunden und mitgenommen hat, auf der Roten Liste der gefährdeten Großpilze in Deutschland und wird dort unter 'stark gefährdet' geführt. Ich persönlich hätte da immer Gewissensbisse. Wie passt dieses Verhalten dazu, dass einige Arten geschützt werden müssen?«

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Gertraud: »Bilder mit unverschämten Mengen weglassen«

Gertraud Bränder schreibt am 15. August 2014:

»Hallo,

wer so viele Pilze sammelt wie X. und Co aus Sachsen-Anhalt, muss aufpassen, dass die Strafe nicht auf dem Fuße folgt. Noch immer gibt es festgelegte Höchstmengen für das private Vergnügen, Pilze zu sammeln.«

Hinweis: Auf dieses Schreiben hin habe ich Frau Bränder meinen Kommentar in leicht abgewandelter Form zugesandt.


Gertraud Bränder schreibt am 20. August 2014:

»Hallo Herr Bertram,

vielen Dank für ihre sehr ausführlichen Darlegungen zum Gesamtthema Wald und Naturschutz. Sie haben in vielen Dingen recht. Ich finde nur, dass man als Naturfreund doch nicht so unverschämt sein kann und ungestraft Fotos mit solchen Mengen gesammelter Pilze postet. Ich gehe seit vierzig Jahren in den Wald und erfreue mich an jedem schönen Pilz, den ich finde. Gehe jetzt jeden Morgen in den Wald und bringe immer etwas mit. Freunde freuen sich darüber.

Herzliche Grüße aus Sachsen Anhalt, genau gesagt aus dem Rastenberger Forst.

Gertraud Bränder«

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Foto: Auch sie zählen zu den Pilzen, die nur begrenzt gesammelt werden dürfen: Espenrotkappen. (Foto © Peter Rohland)


Gertraud Bränder schreibt am 25. August 2014:

»Hallo Herr Bertram,

wie ich an der täglichen Aktualisierung des Pilztickers sehe, sind sie ein sehr fleißiger Mensch. Auch ein Bild von mir haben Sie veröffentlicht. Vielen Dank dafür.

Ich habe zwischenzeitlich mit einigen Pilzsammlern aus dem Harz gesprochen. Sie alle finden die Sammeljagd von Herrn X. genau wie ich sehr gierig und nicht naturverbunden. So viele Pilze kann man nicht als Privatverbraucher verarbeiten oder verzehren.

Noch wichtiger ist es aber, auch gegen die Horden von Pilzjägern, die professionell losgeschickt werden, zu protestieren. Zum Beispiel in Brandenburg, Potsdam oder in der Mittelmark. Da werden Scharen von Polen ausgesetzt und auf Steinpilz- und Pfifferlingsjagd geschickt. Man traut sich nicht mehr, sein Auto unbeaufsichtigt am Waldrand stehen zu lassen. Ich bin nicht ausländerfeindlich, habe aber diesbezüglich schon einiges erlebt: Auto weg, Reifen demontiert usw.

Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg! Wenn Sie entscheiden, welche Bilder in den Pilzticker aufgenommen werden, lassen sie solche mit den unverschämten Mengen einfach weg und informieren Sie die "Pilzsammler", dass sie sich strafbar machen. Das wäre ein Beitrag, der sicher bei einigen zum Nachdenken zwingt.

Mir und meiner Freundin macht es immer Spaß, im Pilzticker zu blättern.

Viele Grüße Gertraud Bränder«


Foto: Prachtvolle Steinpilze aus dem Ostharz. Von ihnen darf man - streng genommen - pro Person nur ein, höchstens zwei Kilo am Tag sammeln. (Foto © Alinchen)


Ruth: »Im Kanton Zürich ist ein Kilo pro Person am Tag erlaubt«

Ruth  aus der Schweiz schreibt am 29. Oktober 2014:

»Hallo Herr Bertram,

ich finde Ihre Seite absolut toll. Nur wundere ich mich, wie wenig einige Leute die Vorschriften kennen. 2-3 Kilo werden da von einer Person täglich gepflückt. Wahnsinn! Laut Vorschrift im Kanton Zürich ist 1 Kilo pro Person und Tag die vorgeschriebene Höchstgrenze.

Und vom 1.-10. des Monats darf überhaupt nicht gesammelt werden. Meine Tochter und ich haben uns schon gewundert, weil es kaum noch Pilze hat.

http://www.vapko.ch/index.php/de/der-pilzschutz/kantonale-und-kommunale-pilzsammelbestimmungen

Dies einmal zu erwähnen, wäre sicher für einige hilfreich.

Freundliche Grüße Ruth«

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